Brinkmanns Zorn

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Titel Deutschland: Brinkmanns Zorn
Titel USA: -
Genre: Literaturverfilmung
Farbe, Deutschland, 2006

Kino USA: -
Kino Deutschland: 11. Januar 2007
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 110 Minuten, FSK 12


Inhalt Brinkmann ist ein Dichter, der alles auf einmal begehrt ? Liebe, Tod, Pop, Hass, Kunst. Bedingungslos gleichzeitig und mit gnadenloser sprachlicher Wucht hat die Literaturikone Rolf Dieter Brinkmann auf jedes Alltagsdetail eingedroschen.

Brinkmann auf seinen medialen Streif- und sprachlichen Raubzügen durch die hassgeliebte Kölner Innenstadt. Während seine grenzenlos-wütende und aufschäumend-leidenschaftliche Stimme über den Zuschauer hereinbricht, folgt man den lippensynchron agierenden Schauspielern durch die in schöner bundesrepublikanischer Wohlstandsgemütlichkeit eingerichtete Großstadt.

Bei Brinkmanns Stadtbeschimpfung müssen sich nicht nur der faulig-gelbe Himmel und die darin fliegenden Vögel, sondern auch Gebäude und Straßen den Beschwerden des Dichters stellen. In furiosen Wortkaskaden und lustvoller Verweigerung berauscht sich der wütende Flaneur Brinkmann am Alltagshass.

Dabei wird aber auch die Geschichte einer fatalen Liebe erzählt ? einer Liebe zur Sprache, die nicht mehr vertrauenswürdig ist und der Liebe zu seinem Sohn, dessen Sprachbehinderung ihn scheinbar unrettbar fern von seinem Vater entrückt hat.


Darsteller & Stab Darsteller: Eckhard Rhode (Rolf Dieter Brinkmann), Alexandra Finder (Maleen Brinkmann), Martin Kurz (Robert Brinkmann), Rainer Sellien (Henning), Isabel Schosnig (Linda), Baki Davrak (Konrad)

Stab:Regie: Harald Bergmann • Produktion: Harald Bergmann Filmproduktion, WDR • Drehbuch: Harald Bergmann • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Harald Bergmann, Elfi Mikesch • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Manfred Blößer • Schnitt: Harald Bergmann • Kostüme: Andrea Mutz • Maske: - • Ton: Volker Zeigermann • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Harald Bergmanns Film Brinkmanns Zorn portraitiert einen Dichter mit jener Kühnheit, die Brinkmann selbst verschiedenste Medien und filmische Stilmittel für die Darstellung moderner Wirklichkeit verbinden ließ. Harald Bergmann wagt einen nie da gewesenen filmischen Versuch, lässt Dokumentarfilm und Dichterbiographie verschmelzen und schafft eine an Authentizität und faszinierender Perfektion kaum zu überbietende Literaturverfilmung.

film-dienst 01/2007: O-Töne aus einer Lesung des Literaten Rolf Dieter Brinkmann (Cambridge 1975), Super 8-Filme aus dem Nachlass des Dichters sowie deren szenische Umsetzung mit Darstellern vereinen sich durch eine rhythmisch kongeniale Montage zu einem kraftvollen, stimmigen und mitreißenden Literaturfilm, der die Wut des Dichters gegen den Literaturbetrieb ebenso wie die Hässlichkeit der herrschenden Zustände spürbar macht. Zudem vermittelt sich nachhaltig, wie leidenschaftslos die deutsche Gegenwartsliteratur ist.

Frankfurter Rundschau: Man greift nicht zu hoch, das Ergebnis einen Meilenstein verfilmter Literatur zu nennen.

FAZ: Ein Meisterwerk an Genauigkeit und Stimmigkeit.

Filmplakat
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
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