Flags Of Our Fathers

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Titel Deutschland: Flags Of Our Fathers
Titel USA: Flags Of Our Fathers
Genre: Kriegsdrama
Farbe, USA, 2006

Kino USA: 20. Oktober 2006
Kino Deutschland: 18. Januar 2007
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 131 Minuten, FSK 12


Inhalt Dieses Foto aus dem Pazifikkrieg hat sich unauslöschlich eingeprägt ? ein kurzer Augenblick, auf Film verewigt: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die US-Fahne auf dem Mount Suribachi nach Tagen heftiger Kämpfe um die japanische Garnison Iwo Jima, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen.

Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität während der zermürbenden Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen verwandelt sich das Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen die ungeheure Übermacht zu behaupten, sofort zum Inbegriff von Heldentum.

Es fasziniert die us-amerikanische Öffentlichkeit, die nach jedem Strohhalm der Hoffnung greift, weil der Krieg anscheinend niemals enden will. Mütter können wieder darauf vertrauen, dass ihre Söhne heil nach Hause kommen, und die Trauernden haben jetzt etwas, an das sie glauben können, auch wenn ihre Söhne nie zurückkehren.

Da das Foto diesen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden ?Fahnenhisser? von der Front abgezogen und nach Hause in die Staaten geschickt, um diesem Gefühl neue Nahrung zu geben: Sie sollen weiterhin ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge, die zusammenströmt, um die ?wahren Helden? zu feiern ? und um die dringend benötigten Schecks zu unterschreiben, mit denen der Rest des Krieges finanziert werden soll.

Nur drei kehren lebend zurück ? Navy-Sanitäter John ?Doc? Bradley, der öffentlichkeitsscheue Indianer Ira Hayes und Rene Gagnon, ein Kriegskurier, der nie seine Waffe benutzen musste.

Die drei Fahnenhisser spielen die Heldenrolle perfekt ? unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln die richtigen Hände, finden vor dem Mikrofon die richtigen Worte ... allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden sie völlig anders ? sie spüren, dass ein Teil ihrer Seele auf dem schwarzen Sand von Iwo Jima zurückgeblieben ist? zusammen mit ihren gefallenen Freunden und Kameraden.


Darsteller & Stab Darsteller: Ryan Phillippe (John "Doc" Bradley), Jesse Bradford (Rene Gagnon), Adam Beach (Ira Hayes), John Benjamin Hickey (Keyes Beech), John Slattery (Bud Gerber), Barry Pepper (Mike Strank), Jamie Bell (Ralph "Iggy" Ignatowski), Paul Walker (Hank Hansen), Robert Patrick (Colonel Chandler Johnson), Neal McDonough (Captain Severance), Melanie Lynskey (Pauline Harnois)

Stab:Regie: Clint EastwoodProduktion: Clint Eastwood, Robert Lorenz, Steven Spielberg für Malpaso / Amblin Entertainment • Drehbuch: William Broyles jr., Paul Haggis • Vorlage: Buch "Flags Of Our Fathers" von James Bradley, Ron Powers • Filmmusik: Clint EastwoodKamera: Tom Stern • Spezialeffekte: Steve Riley (Supervisor Spezialeffekte), Shad Davis (Supervisor visuelle Effekte) • Ausstattung: Henry Bumstead • Schnitt: Joel Cox • Kostüme: Deborah Hopper • Maske: Tania McComas (Make-up); Carol A. O'Connell (Frisuren) • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: Buddy Van Horn •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Der vom zweifachen Oscar-Sieger Clint Eastwood inszenierte Flags Of Our Fathers ist eine mitreißende Darstellung des Krieges, wie er von den Soldaten vor Ort erlebt und von den Daheimgebliebenen aus der Ferne wahrgenommen wird. Die sehr persönliche Geschichte von Freundschaft, Mut, Überlebenswillen und Opferbereitschaft vor dem gewaltigen, infernalischen Panorama der Schlacht um Iwo Jima fixiert jenen Augenblick, in dem Fotograf Joe Rosenthal auf den Auslöser drückte. Dabei geht es nicht nur um die Auswirkungen auf das Land, das sich von dem Foto aufrütteln ließ, sondern auch um das Schicksal jener Männer, die das Kameraauge festgehalten hat.

film-dienst 02/2007: Durch die verschachtelte Erzählstruktur hebt der Film die Linearität der Kriegs- und Kampfhandlung auf, hinterfragt die historische Wahrheit hinter vermeintlich bekannten Dingen und zeichnet das Psychogramm einer Nation.

Sonja Lindenberg (Rhein-Zeitung 18. Januar 2007): Das erwartete Meisterwerk ist Clint Eastwoods Film, der in Deutschland nur in sehr wenigen Kinos startet, nicht geworden. Die Protagonisten bleiben dem Zuschauer fremd.

Filmplakat
Szenenfoto
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