Vier Minuten

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Titel Deutschland: Vier Minuten
Titel USA: -
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2007

Kino USA: -
Kino Deutschland: 1. Februar 2007
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 111 Minuten, FSK 12


Inhalt Seit mehr als 60 Jahren gibt die Pianistin Traude Krüger Klavierunterricht in einem Frauengefängnis. Eine Schülerin wie Jenny hatte sie noch nie: Eine junge Mörderin, verschlossen, unberechenbar, zerstörerisch ? und früher ein musikalisches Wunderkind.

Sie könnte es schaffen, einen bedeutenden Klavierwettbewerb zu gewinnen, an dem sie trotz ihrer Haftstrafe teilnehmen darf. Traude bringt Jenny dazu, sich auf einen bedeutenden Pianowettbewerb vorzubereiten. Diese Vorbereitung auf den Wettbewerb wird zum Kräftemessen zwischen der aufsässigen Jenny und ihrer preußisch strengen Klavierlehrerin ? ein Lebens- und Liebesduell, das an den tiefen, verborgenen Schmerz beider Frauen rührt.

Die oft unwillige Begegnung der beiden Frauen in der Musik entwickelt eine Tiefe, die keine Ausflüchte mehr zulässt. In einem furiosen Finale bleiben Jenny vier Minuten, um etwas zu tun, was niemand, nicht einmal Traude, von ihr erwartet.


Darsteller & Stab Darsteller (Rolle): Monica Bleibtreu (Traude Krüger), Hannah Herzsprung (Jenny von Löben), Sven Pippig (Mütze), Richy Müller (Kowalski), Jasmin Tabatabai (Ayse), Stefan Kurt (Direktor Meyerbeer), Vadim Glowna (Gerhard von Loeben), Nadja Uhl (Nadine Hoffmann)

Stab:Regie: Chris Kraus • Produktion: Meike Kordes, Alexandra Kordes für Kordes & Kordes Film / SWR / BR / ARTE / Journal Film Klaus Volkenborn • Drehbuch: Chris Kraus • Vorlage: - • Filmmusik: Annette Focks • Kamera: Judith Kaufmann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Silke Buhr • Schnitt: Uta Schmidt • Kostüme: Gioia Raspé • Maske: Susana Sánchez • Ton: Andreas Ruft • Ton(effekt)schnitt: Jörg Höhne • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Chris Kraus erzählt in seinem zweiten Kinospielfilm leidenschaftlich, kraftvoll und mit großer Nähe zu seinen Figuren von der Begegnung zweier ungleicher Frauen, von Auflehnung und Hingabe, Schmerz und der Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit ? und von der ungeheuren Kraft der Musik, die nicht versöhnt, aber den Kern der Freiheit in sich trägt. Inmitten eines hochkarätigen Ensembles mit Richy Müller, Jasmin Tabatabai, Vadim Glowna, Sven Pippig und Nadja Uhl begeistern die beiden Hauptdarstellerinnen Monica Bleibtreu als Traude und die Kinoentdeckung Hannah Herzsprung in der Rolle der Jenny mit ihrem atemberaubend intensiven und wahrhaftigen Spiel.

Berliner Morgenpost: Der Film, an den sich das unverhohlen plüschträchtige Hofer Scala-Kino lange erinnern wird, hieß Vier Minuten und hat bereits ? hierzulande nahezu unbemerkt ? das A-Festival von Shanghai gewonnen: die Jury um Luc Besson brauchte nur einen Wahlgang, um sich für Chris Kraus' Film zu entscheiden. Die Hofer Filmtage können beanspruchen, Vier Minuten für seine Heimat entdeckt zu haben, mit seiner leidenschaftlichen Wucht, seiner vielschichtigen Geschichte und einem unglaublichen Darstellerinnen-Duo.

Frankenpost: Hannah Herzsprung, als Jenny umwerfend explosiv und rauhäutig, im richtigen Leben anmutig wie die Heldin eines Eric Rohmer-Films; und die grandiose Monica Bleibtreu als Pianopädagogin, brottrocken und unnachgiebig, ohne Pathos schmerzgezeichnet, doppelbödig ohne Künstelei. (...) Chris Kraus erzählt mit Fingerspitzengefühl, schonungslosen Rückblenden und Bildern von eigentümlicher, fast surrealer Poesie.

FAZ: Begeisterungsstürme für Vier Minuten (...) Die Geschichte zwischen der alten Klavierlehrerin und ihrer widerspenstigen Schülerin im Gefängnis entwickelt eine beträchtliche emotionale Wucht, die in einem furiosen Finale gipfelt und sich vor allem den großartigen Hauptdarstellerinnen Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung verdankt.

Die Welt: Nun kehrt der Zweitling von Chris Kraus mit den Lorbeeren eines A-Festivals in die Heimat zurück, die schon wieder eine elektrisierende deutsche Jungschauspielerin entdecken darf: Die 24jährige Hannah Herzsprung hat sich mit Vier Minuten in die Liga von Katharina Schüttler, Julia Jentsch und Sandra Hüller katapultiert.

film-dienst 03/2007: Vitales Drama um die Entwicklung von Menschen, die lernen, sich nach alten Verwundungen aus ihrer inneren Verkapselung zu befreien. Dank der brillanten Hauptdarstellerinnen sowie der furiosen visuellen Gestaltung ein herausragender Film von fast physischer Intensität.

Süddeutsche Zeitung: Die darstellerische Entdeckung dieses Festivals: Hannah Herzsprung macht Vier Minuten von Chris Kraus zum Ereignis.


Zum Weiterlesen Zu diesem Film haben wir Interviews mit Regisseur Chris Kraus sowie den Hauptdarstellerinnen Hannah Herzsprung und Monica Bleibtreu, Sie finden diese in unserem Interview-Magazin!
Filmplakat
Szenenfoto
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