Die Aufschneider

Produktionsnotizen: Die sechswöchigen Dreharbeiten fanden in Erfurt und auf Mallorca statt

?Wir waren sehr überrascht, als wir bei einer Motivbesichtigung in einer Klinik tatsächlich automatische Medikamentenwägelchen, wie von uns im Drehbuch beschrieben, in Aktion vorfanden?, erinnert sich Strauch. ?In der Realität können sie sogar sprechen. Ein besonders delikates Detail, wenn man bedenkt, dass sie in der psychiatrischen Abteilung eingesetzt werden.?

Mitunter lauerten die Probleme auch dort, wo man sie am wenigsten erwartete: ?Die Beschaffung von weißen Mariachikostümen erwies sich als extrem schwierig?, erinnert sich Gerhard Meixner. ?Nachdem in ganz Europa keine zu bekommen waren, wurden diese speziell in Mexiko für uns angefertigt. Mit großer Verzögerung und nach einigen blank liegenden Nerven, kamen die Kostüme dann gerade noch rechtzeitig am ersten Drehtag in Deutschland an.? Auch die ?Special Effects? hatten ihre Tücken: ?In einer Nachtszene wurde laut Drehbuch leicht einsetzender Regen benötigt.

Das Aufgebot war riesig, neben etlichen Regenvorrichtungen, rückte ein kompletter Löschzug der Feuerwehr an, um diese Szene zu realisieren. Leider zeigte sich, dass die Vorrichtungen eher für größere Unwetter geeignet waren, als für leichten Nieselregen. Hingegen führte das Nassspritzen einiger Blätter vor der Kamera mit einem handelsüblichen Gartenschlauch zu einem wesentlich überzeugenderen Ergebnis. Daraufhin wurde das gesamte Equipment wieder abgebaut und der Gartenschlauch verrichtete zuverlässig seine Dienste.?

Last but not least kam es auch am spanischen Drehort noch zu einem unerwarteten Widernis: ?Wie bekommt man eine Gruppe heterosexueller spanischer Komparsen dazu, Gäste in einem schwulen Ferienclub zu spielen und auf Kuschelkurs zu gehen??, grinst Strauch und verrät sein Geheimrezept nicht.


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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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