The Good German

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Titel Deutschland: The Good German
Titel USA: The Good German
Genre: Drama
Schwarzweiß, USA, 2006

Kino USA: 22. Dezember 2006
Kino Deutschland: 1. März 2007
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: 2. März 2007
Laufzeit Kino: 108 Minuten, FSK 12


Inhalt Berlin 1945. Der us-amerikanische Kriegskorrespondent Jake Geismer ist eben angekommen, um über die bevorstehende Potsdamer Friedenskonferenz zu berichten: Die Führer der Alliierten treffen sich, um über das Schicksal des besiegten Deutschen Reiches und ein neues, freiheitliches Europa zu entscheiden ... und dabei alles, was noch irgendeinen Wert besitzt, unter sich aufzuteilen.

Jake kennt Berlin bereits ? einst hat er hier ein Nachrichtenbüro geleitet. Einst hat er sich hier verliebt. Das scheint aber schon Ewigkeiten her zu sein, als er jetzt auf der Jeep-Fahrt vom Flughafen zu seinem Hotel in der us-amerikanischen Zone die erschütternde Ruinenlandschaft durchquert.

Jakes Fahrer, Corporal Tully, hat den Charme eines Kleinstadtamerikaners ? ein bemühter, unbekümmerter und gutmütiger Junge aus dem Mittelwesten. Doch in Wirklichkeit ist er durch und durch korrupt ? er handelt mit allem und jedem, spielt alle Seiten gegeneinander aus, um den besten Preis zu erzielen. Doch das ist durchaus nicht ungewöhnlich. In Berlin hat dieser Tage jeder etwas zu verbergen. Jeder verfolgt bestimmte Strategien, um seine Bedürfnisse zu befriedigen: Geld, Macht, das nackte Leben ... oder auch nur einen Ausweg.

Jake ist an Tullys Schwarzmarktschiebereien nicht interessiert, dafür aber Tullys Freundin umso mehr: Lena Brandt ist jene Frau, die Jake einst geliebt hat. Aber irgendwie hat sie sich verändert. Der Krieg, das entbehrungsreiche Leben in den Ruinen und das Trauma ihrer persönlichen Vergangenheit haben unauslöschliche Spuren in ihr hinterlassen.

Als Tully mit 100.000 Mark in der Tasche und einer Kugel im Rücken in der russischen Zone aufgefunden wird, fühlt sich Jake mehr und mehr von den Umständen dieses Mordes angezogen. Vor allem fragt er sich, warum sowohl die us-amerikanischen als auch die russischen Behörden auffällig wenig Interesse an dem Fall bekunden.

Je mehr Jake nachforscht, desto deutlichere Spuren führen zu Lena. Jake stellt jedoch bald fest, dass man hier und jetzt der Wahrheit kaum auf den Grund gehen kann, denn die Menschen leiden immer noch unter dem Grauen des Krieges ? verzweifelt versuchen sie das bisschen Menschlichkeit zusammenzukratzen, das ihnen angesichts der oft unerträglichen Erinnerungen geblieben ist, während sie verdrängen, was sie getan haben, um ihr Leben zu retten.

?Du hättest nicht nach Berlin zurückkehren sollen?, sagt Lena zu Jake. Wahrscheinlich ist das der einzige wahre Satz, den er von ihr zu hören bekommt.


Darsteller & Stab Darsteller (Rolle): George Clooney (Captain Jacob 'Jake' Geismer), Tobey Maguire (Corporal Patrick Tully), Cate Blanchett (Lena Brandt), Jack Thompson (Congressman Breimer), John Roeder (General), Dominic Comperatore (Levi), Dave Power (Lieutenant Schaeffer), Tony Curran (Danny), Ravil Isaynov (General Sikorsky), Beau Bridges (Colonel Muller)

Stab:Regie: Steven SoderberghProduktion: Ben Cosgrove, Gregory Jacobs, Steven Soderbergh für Warner Bros. Pictures / Virtual Studios / Section Eight • Drehbuch: Paul Attanasio • Vorlage: Roman "In den Ruinen von Berlin" von Joseph Kanon • Filmmusik: Thomas Newman • Kamera: Peter Andrews (= Steven Soderbergh) • Spezialeffekte: Kevin Hannigan (Special Effects Koordinator), Heather Elisa Hill (Visual Effects Koordinator) • Ausstattung: Philip Messina • Schnitt: Mary Ann Bernard (= Steven Soderbergh) • Kostüme: Louise Frogley • Maske: Julie Hewett (Make-up); Waldo Sanchez (Frisuren) • Ton: Larry Blake • Ton(effekt)schnitt: Larry Blake • Stunts: John Robotham (Koordinator) •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Steven Soderberghs Nachkriegsdrama The Good German ist die Verfilmung des Romans ?In den Ruinen von Berlin? von Joseph Kanon: ein undurchschaubarer romantischer Thriller in der Tradition des klassischen Film noir. Intime menschliche Schicksale entfalten sich vor den turbulenten, weltpolitischen Intrigen. Der Film spielt nicht nur im Jahr 1945, sondern wurde auch mit der Kameratechnik der damaligen Zeit gedreht ? ein zeitnahes Thema kombiniert mit der unverwechselbaren Atmosphäre und dem Filmstil, der die Fantasie der Nachkriegszuschauer anregte. Für eine Geschichte, in der die Vergangenheit der Menschen und ihre Motive oft undurchsichtig bleiben, ist sicher eine Palette aus Schwarzweiß-Nuancen am besten geeignet, um die Grauzonen ins rechte Licht zu rücken.
Oscar®
  • Oscar-Nominierung für 2006: Thomas Newman (Beste Filmmusik)

Zum Weiterlesen
  • Teil: The Good German (Inhalt, Darsteller & Stab, Filmkritiken usw.)
  • Teil: Ausführlicher Inhalt
  • Teil: Produktionsnotizen: Wenn der Krieg die Hölle war ? was kommt danach?
  • Teil: Produktionsnotizen: Pakt mit dem Teufel
  • Teil: Produktionsnotizen: ?The Good German? wird verfilmt
  • Teil: Produktionsnotizen: ?Gute? Deutsche und nicht sehr stille Amerikaner
  • Teil: Produktionsnotizen: Zeitgenössische Perspektive in Verbindung mit Stimmung und Stil des klassischen Hollywood
  • Teil: Produktionsnotizen: Das Nachkriegs-Berlin auf dem Studiogelände: Die 1940er-Jahre entstehen mithilfe der Technik des traditionellen Filmhandwerks
  • Teil: Produktionsnotizen: Kostüme oder: Lektionen, wie man einen Hut richtig trägt
  • Teil: Produktionsnotizen: Das musikalische Element
  • Oscar®
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