Dirk Jasper FilmLexikon

Die Kunst, einen Film zu verkaufen

Über 300 Filme werden Jahr für Jahr von der Traumfabrik Hollywood auf den Markt gebracht. Der Zuschauer kann zwischen Komödien, Thrillern, Dramen, Science-fiction und Liebesfilmen wählen - nahezu unendlich scheinen die Reize, zwischen denen der Kinofan entscheiden mußs.

Ist es der prominente Name, der die Menschen in die Lichtspielhäuser zieht, ist es das Genre, oder die enthusiastische Äußerung eines Freundes. Was macht einen Film zum Box-Office-Hit, was lässt ihn an den Kinokassen scheitern?

Die Entscheidung des Einzelnen wird dabei keinesfalls dem Zufall überlassen! Hollywood investiert Millionen US-Dollar ins Marketing, um den potentiellen Kinobesuchern das Topfilm-Ereignis zu suggerieren. Gekonnt wird Spannung und Dramatik verkauft, setzen Poster, Trailer, PR-Strategien, Platzierungen in großen Fernseh-Shows und Werbung jede große Hollywood-Produktion ins rechte Licht.

Doch nicht nur die Kreativität der PR-Spezialisten ist gefragt, auch der potenzielle Konsument wird in Marktforschungs-Studien zu Filmen interviewt, wo z. B. hinterfragt wird, ob dem Zuschauer dieses oder jenes Filmende besser gefällt. Kommt der Film bei der Test-Gruppe gut an, werden Trailer und Poster entworfen. In einem weiteren Schritt werden dann die Taktiken für den Filmstart geplant und die Filme gekonnt beworben.

Selbst Filmkritiken, Filmfestivals, Internet-News und Mund-zu-Mund-Propaganda sind oftmals geschickt eingesetzte Werkzeuge der Filmindustrie. Bill Mechanic von 20th Century Fox und Joe Roth von Walt Disney bewiesen anhand der Filmstarts von u. a. Der König der Löwen, James Bond 007 - Goldeneye, Evita und Krieg der Sterne, dass ihre Strategien erfolgreich sind. Das zeigte deutlich, dass die US-Majors und verantwortliche Agenturen Hand in Hand arbeiten müssen, um einen Film zum Kassenhit zu machen.

Filmplakat
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