Al Pacino

* 25. April 1940 als Alberto Pacino in South Bronx, New York, New York, USA • Schauspieler, Regisseur, Produzent • Biografie • Oscars® • Filmografie • Autogramm-Adresse: 9 East 68th Street, New York, NY 10021, USA •

Al Pacino kam 1940 in der New Yorker South Bronx zur Welt und wurde von seinen sizilianischen Großeltern aufgezogen. Er besuchte bereits zu High School-Zeiten die 'Manhattan's Highschool of Performing Arts', lernte dort seine zeitweilige Lebensgefährtin Jill Clayburgh kennen und arbeitete nebenher als Platzanweiser in einem Theater.

Bereits achtmal wurde Al Pacino für den Oscar® vorgeschlagen. Nachdem er für ... und Gerechtigkeit für alle (1979), Der Pate 2 (1974), Hundstage (1975) und Serpico (1973) jeweils Oscar®-Nominierungen als Bester Darsteller erhalten hatte, gewann er schließlich einen in dieser Kategorie für seine Leistung in Der Duft der Frauen (1992) und wurde außerdem mit einem 'Golden Globe' ausgezeichnet.

Darüber hinaus wurde Al Pacino auch dreimal als Bester Nebendarsteller für den Oscar® nominiert, zunächst für Der Pate und Dick Tracy (1990), schließlich auch für James Foleys David-Mamet-Adaption Glengarry Glen Ross (1992).

Im Laufe seiner Karriere, die nun schon weit über ein Vierteljahrhundert für darstellerische Höhepunkte sorgen lässt, wirkte Al Pacino regelmäßig und mit großer Leidenschaft auf der Bühne, was ihm alle wichtigen Preise der Theaterbranche einbrachte.

Seine schauspielerische Ausbildung erhielt Al Pacino bei dem angesehenen Schauspiel-Lehrer Herbert Berghof und später bei Lee Strasberg am legendären Actor's Studio, er debütierte danach auf der Bühne in den Off-Broadway-Produktionen von The Connection und Hello, Out There. Für seine Darstellung in Israel Horovitz' Stück The Indian Wants the Box gewann er einen 'Obie Award', für seine Leistungen in The Basic Training of Pavlo Hummel und Does A Tiger Wear a Necktie? jeweils auch einen 'Tony Award'.

Als langjähriges Mitglied von David Wheelers 'Experimental Theatre Company' in Boston stand er u. a. in Richard III. und Berthold Brechts Aufstieg und Fall des Arturo Ui auf der Bühne. In New York und London spielte Al Pacino in David Mamets American Buffalo, in New York war er Titelheld in Richard III. und spielte den Marc Anton in Julius Cäsar. Dann stand er im Square Theatre in New York in Oscar Wildes Salome auf der Bühne und wirkte in der Premieren-Inszenierung von Ira Levins Theaterstück Chinese Coffee mit.

1996, bei der Verleihung der 'Gotham Awards', erhielt der Schauspieler vom 'Independent Feature Project' (IFP) einen 'Live Achievement Award', vier Jahre später wurde er von der 'Film Society of Lincoln Center' geehrt. 2001 schließlich verlieh ihm die 'Hollywood Foreign Press' bei der Verleihung der 'Golden Globes' den 'Cecil B. De Mille Award'.

Zu seinen zahlreichen Filmen zählen unter anderem Carlito's Way, Frankie & Johnny, Der Pate 3, Sea Of Love, Revolution, Scarface, Daddy! Daddy! - Fünf Nervensägen und ein Vater, Bobby Deerfield und Asphaltblüten, wofür er 1973 bei den Filmfestspielen in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde. Sein Leinwand-Debut gab Al Pacino 1969 allerldings mit einer kleineren Rolle in Me, Natalie, gefolgt von Panic in Needle Park.

Al Pacino war auch Produzent, Hauptdarsteller und Co-Autor des Independent-Films The Local Stigmatic, einer Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks, das sowohl im "New Yorker Museum Of Modern Art" als auch im "Public Theatre" aufgeführt wurde.

Man sah man ihn auch in direkter Folge auf den zwei verschiedenen Seiten des Gesetzes, aber jedesmal in einer Topform - in Carlito's Way spielte er einen Gangster, dem der Weg in den Ruhestand durch Sean Penn verbaut wird, und dann lieferte er sich in Michael Manns Meisterwerk Heat als Kamikaze-Cop ein elektrisierendes Duell mit Robert de Niro.

Nach City Hall war er mit der Produktion von Looking For Richard beschäftigt - einer dokumentarischen und künstlerischen Film-Studie über den Charakter von Shakespeares Richard III., in der Al Pacino nicht nur als Darsteller mitwirkt, sondern auch sein Debut als Regisseur gab. Seine zweite Regiearbeit lieferte der Schauspieler dann mit Chinese Coffee (2000) ab.

2002 glänzte Al Pacino in den Hauptrollen von Christopher Nolans Thriller Insomnia - Schlaflos und Andrew Niccols Sci-Fi-Satire Simone. Davor verkörperte er in Michael Manns für sieben Oscars® nominiertem Drama Insider (1999) Lowell Bergman, Star-Reporter bei der amerikanischen Nachrichtenshow "60 Minutes". Im gleichen Jahr konnte man ihn auch in Oliver Stones Sportdrama An jedem verdammten Sonntag sehen.


Oscars
  • Oscar für 1992: Der Duft der Frauen (Bester Hauptdarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1972: Der Pate (Bester Nebendarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1973: Serpico (Bester Hauptdarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1973: Der Pate 2 (Bester Hauptdarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1975: Hundstage (Bester Hauptdarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1979: ... und Gerechtigkeit für alle (Bester Hauptdarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1990: Dick Tracy (Bester Nebendarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1992: Glengarry Glen Ross (Bester Nebendarsteller)

Filmografie
  • 1969: Ich, Natalie (Me, Natalie). Regie: Fred Coe. Rolle: Nebenrolle
  • 1970: Panik im Needle Park (The Panic in Needle Park). Regie: Jerry Schatzberg
  • 1972: Der Pate
  • 1973: Asphaltblüten (Scarcrow). Regie: Jerry Schatzberg. Rolle: Lion
  • 1973: Serpico (Serpico). Regie: Sidney Lumet. Rolle: Serpico
  • 1974: Der Pate 2
  • 1975: Hundstage (Dog Day Afternoon). Regie: Sidney Lumet. Rolle: Sonny
  • 1977: Bobby Deerfield (Bobby Deerfield). Regie: Sydney Pollack. Rolle: Bobby
  • 1979: ... und Gerechtigkeit für alle (... And Justice For All). Regie: Norman Jewison. Rolle: Arthur Kirkland
  • 1980: Cruising (Cruising). Regie: William Friedkin. Rolle: Steve Burns
  • 1982: Daddy! Daddy! - Fünf Nervensägen und ein Vater (Author! Author!). Regie: Arthur Hiller. Rolle: Ivan
  • 1983: Scarface (Scarface). Regie: Brian de Palma. Rolle: Tony Montana
  • 1985: Revolution (Revolution). Regie: Hugh Hudson. Rolle: Tom Dobb
  • 1989: Sea Of Love - Melodie des Todes (Sea Of Love). Regie: Harold Becker. Rolle: Frank Keller
  • 1990: Dick Tracy (Dick Tracy). Regie: Warren Beatty. Rolle: Big Boy Caprice
  • 1990: Der Pate 3
  • 1990: The Local Stigmatic (The Local Stigmatic)
  • 1991: Frankie & Johnny
  • 1992: Glengary Glen Ross (Glengary Glen Ross). Regie: James Foley. Rolle: Ricky Roma
  • 1992: Der Duft der Frauen
  • 1993: Carlito's Weg (Carlito's Way). Regie: Brian de Palma. Rolle: Carlo Brigante
  • 1995: 25 Cents
  • 1995: Heat
  • 1995: City Hall
  • 1996: Looking For Richard
  • 1997: Donnie Brasco
  • 1997: Im Auftrag des Teufels
  • 5. November 1999: The Insider
  • 22. Dezember 1999: An jedem verdammten Sonntag
  • 2000: (Chinese Coffee). Regie. Rolle: Harry Levine
  • 24. Mai 2002: Insomnia - Schlaflos
  • 2002: SimOne (Simone). Rolle: Viktor Taransky
  • 2002: Im inneren Kreis / Der innere Kreis (Video) (People I Know). Rolle: Eli Wurman
  • 2003: Der Einsatz (The Recruit). Rolle: Walter Burke
  • 2003: TV-Miniserie: (Angels in America). Rolle: Roy Marcus Cohn
  • 1. August 2003: Liebe mit Risiko - Gigli
  • 3. Dezember 2004: Der Kaufmann von Venedig
  • Oscar
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