| Alan Parker |
| * 1944 in England • Regisseur, Autor, Produzent, Komponist • Biografie • Oscars® • Filmografie • Bibliografie • |
Biographie
Der 1944 in England
geborene Alan Parker brachte seinen ersten Kinofilm Bugsy
Malone, zu dem er das Drehbuch schrieb und auch die Regie
übernahm, 1975 auf die Leinwand. In dieser musikalischen
Parodie eines Gangsterfilms der 20er Jahre hat Parker alle
Rollen mit Kindern besetzt. Der einzigartige Film erhielt acht
Nominierungen, davon fünf Auszeichnungen mit dem British
Academy Award. Sein zweiter Film, der kontroverse 12 Uhr
Nachts - Midnight Express wurde für 1978 mit zwei
Oscars, sechs Golden Globes und vier Auszeichnungen
der British Film Academy preisgekrönt.
1984 folgte Parkers Verfilmung von William Whartons gleichnamigem Roman Birdy, in den Hauptrollen Nicolas Cage und Matthew Modine, für den er beim Cannes Film Festivals 1985 den Grand Prix Special du Jury erhielt.
Auch sein nächster Film Angel Heart aus dem Jahr 1986, in dem er wieder Drehbuch und Regie übernahm, in den Hauptrollen Mickey Rourke, Robert de Niro und Lisa Bonet, wurde vor allem in den USA kontrovers diskutiert.
1988 führte Parker die Regie des Bürgerrechtsdramas Mississippi Burning - Die Wurzeln des Hasses, in den Hauptrollen Gene Hackman und Willem Dafoe, für den er sieben Nominierungen für den Academy Award und eine Auszeichnung als Bester Film erhielt. Darüber hinaus erhielt er den D. W. Griffith Award des National Board Of Review für seine Regie. Der Film wurde für fünf British Academy Awards nominiert und drei Mal ausgezeichnet. Beim Berliner Film Festival wurde dieses Meisterwerk des politischen Films mit dem Silbernen Bären preisgekrönt.
1989 führte Parker die Regie in Komm und sieh das Paradies, für den er auch wieder das Drehbuch verfasste; die Liebesgeschichte, in den Hauptrollen Dennis Quaid und Tamlyn Tomita, spielt in einem Internierungslager für Amerikaner japanischer Herkunft während des Zweiten Weltkrieges.
Die Commitments aus dem Jahre 1990, die Geschichte einer jungen, irischen Soul-Band aus der Arbeiterklasse, wurde als Bester Film für einen Golden Globe nominiert, beim Tokio Film Festival für die Beste Regie ausgezeichnet und für den Schnitt, das Drehbuch, die Regie und als Bester Film mit einem British Academy Award preisgekrönt.
1993 brillierte Parker mit der Verfilmung des Romans von T. Coraghessan Boyle Willkommen in Wellville (Drehbuch und Regie), in den Hauptrollen Anthony Hopkins, Bridget Fonda, Matthew Broderick, John Cusack und Dana Carvey.
1996 brachte Alan Parker das erfolgreiche Musical Evita von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice auf die Leinwand (Regie, Drehbuch und Prduktion); in den Hauptrollen Madonna, Antonio Banderas und Jonathan Pryce. Der Film erhielt drei Golden Globes unter anderem für den Besten Film.
1974 führte Alan Parker die Regie des BBC-Fernsehfilms The Evacuees (Drehbuch Jack Rosenthal), für den er einen Emmy und den BAFTA Award für seine Regie erhielt. 1984 drehte Parker aus Anlass des British Film Year den Dokumentarfilm A Turnip Head's Guide To British Cinema (Regie und Drehbuch), ein Plädoyer für völlige Unabhängigkeit, in dem er das britische Filmestablishment und die Filmkritiker mit seinen leidenschaftlichen Ansichten über die Filmkunst geißelte. Der Film wurde als Bester Dokumentarfilm von der British Press Guild ausgezeichnet.
Parker hat sich auch als Romancier und Autor einen Namen gemacht, unter anderem mit dem Besteller nach seinem Drehbuch Bugsy Malone und mit Puddles In The Lane, das 1977 veröffentlicht wurde. Eine Zusammenstellung seiner satirischen Cartoons, Hares In The Gate, erschien 1982, ebenso wie sein Kompendium Making Movies, das vom British Film Institute veröffentlicht wurde.
Als Gründungsmitglied der Directors Guild Of Great Britain ist Alan Parker in Filmhochschulen weltweit ein gern gesehener Gastredner. 1985 erhielt er den renommierten Michael Balcon Award der British Academy für hervorragende Leistungen für die britische Filmindustrie. IM November 1995 wurde Parker für seine Verdienste für die britische Filmindustrie von Königin Elizabeth II. zum Ritter des Bath-Ordens geschlagen.
Während der Dreharbeiten von Die Asche meiner Mutter wurde Parker von der Directors Guild Of Great Britain für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Im Januar 1998 wurde Parker Vorsitzender des Board Of Governors des British Film Institute. Im August 1999 wurde er zum ersten Vorsitzenden des neu gegründeten Film Council ernannt.
Oscars
Filmographie
- 1974: TV-Film: (The Evacuees) Regie
- 1975: Bugsy Malone
- 1977: 12 Uhr nachts - Midnight Express (Midnight Express) Regie: Alan Parker - Stars: Brad Davis, John Hurt
- 1979: Fame - Der Weg zum Ruhm (Fame) Regie: Alan Parker - Stars: Eddie Barth, Irene Cara
- 1981: Du oder beide (Shoot The Moon) Regie: Alan Parker - Stars: Diane Keaton, Albert Finney
- 1982: The Wall (The Wall) Regie: Alan Parker - Stars: Bob Geldof, Bob Hoskins
- 1984: TV-Dokumentation: (A Turnip Head's Guide To British Cinema) Regie, Drehbuch
- 1984: Birdy
- 1986: Angel Heart (Angel Heart) Regie: Alan Parker (auch Drehbuch) - Stars: Mickey Rourke, Robert De Niro
- 1987: Dark Paradise (American Gothic) Regie: John Hough - Musik
- 1988: Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses (Mississippi Burning) Regie: Alan Parker - Stars: Gene Hackman, Willem Dafoe
- 1990: Die Commitments (The Commitments) Regie: Alan Parker - Stars: Robert Arkins, Michael Aherne
- 1990: Komm und sieh das Paradies (Come And See The Paradise) Regie: Alan Parker (auch Drehbuch) - Stars: Dennis Quaid, Tamlyn Tomita
- 1993: Gilbert Grape - Irgendwo in Texas (What's Eating Gilbert Grape) Regie: Lasse Hallström - Musik
- 1994: Willkommen in Wellville (The Road To Wellville) Regie: Alan Parker (auch Drehbuch und Produzent) - Stars: Anthony Hopkins, Bridget Fonda
- 1996: Evita
- 1999-12-22: Die Asche meiner Mutter
Bibliographie
- 1975: Roman: Bugsy Malone
- 1977: Roman: Puddles In The Lane
- 1982: Satire: Hares In The Gate
- 1982: Kompendium: Making Movies
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