Barbara Valentin
* 15. Dezember 1940 in Wien, Österreich, als Uschi Ledersteger • ? 22. Februar 2002 in München, Bayern, Deutschland • Schauspielerin • Biographie • Filmografie •
Barbara Valentin Biographie Barbara Valentin alias Uschi Ledersteger wurde im Dezember 1940 als Tochter des Wiener Filmarchitekten Hans Ledersteger und der Schauspielerin Irmgard Alberti in Wien, Österreich geboren.

Nach einer Ausbildung zur Kosmetikerin wurde die üppig gebaute Blondine Ende der 50er Jahre während ihrer Schauspielausbildung von dem erfolgreichen Filmproduzenten Wolf C. Hartwig (u. a. Schulmädchenreport) entdeckt und zum bekannten Sexstar aufgebaut.

1959 debütierte sie in Fritz Böttgers Ein Toter hing im Netz mit ihrer ersten nennenswerten Filmrolle. Barbara drehte dann unter anderem Das Mädchen mit den schmalen Hüften (1960) und In Frankfurt sind die Nächte heiß (1966), bevor Rainer Werner Fassbinder sie zur anerkannten Charakterdarstellerin machte.

Für den als schwierig bekannten Regisseur spielte Barbara 1973 in Welt am Draht, Nora, Martha, Angst essen Seele auf, Effie Briest folgte 1974 und Lili Marleen 1981. Neben Looping (1981) und Die Insel der blutigen Plantage (1983) stand Barbara für diverse Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.

Barbara Valentin mit ihrem Lebensgefährten Freddie Mercury Ihr Privatleben war wie eine Achterbahn. Insgesamt war sie dreimal verheiratet - alle scheiterten, auch die Ehe mit dem Regisseur Helmut Dietl. Kokain und andere Drogen machten ihr Leben zur Hölle.

Ende der Achtziger Jahre wurde es ruhiger um sie, in den 90er Jahren drehte sie kaum noch. Sie lebte schließlich in London mit dem an Aids erkrankten Queen-Sänger Freddie Mercury zusammen, der 1991 starb. Danach zog sie sich fast endgültig aus der Öffentlichkeit zurück.

Anfang Januar 2001 wurde Barbara Valentin bewusstlos in ihrer Münchner Wohnung von ihrem Vermieter aufgefunden, sie wurde in die Intensivstation des Münchner Klinikums Rechts der Isar gebracht - und sie wurde wegen einer Gehirnblutung behandelt. Bereits am Vorabend war sie zuvor in ihrem Stammlokal Cafe Nil bei Cognac-Cola vom Stuhl gefallen. Danach lag sie längere Zeit im Koma und war seitdem auf einen Rollstuhl angewiesen.

Privat engagierte sich die renommierte Schauspielerin für die Aids-Hilfe, für die sie Galaveranstaltungen organisierte und unermüdlich Spenden sammelte.

Barbara Valentin starb am 22. Februar 2002 nach langer Krankheit in ihrem Haus in München.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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