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* 22. Juni 1906 als Samuel Wilder in Wien, Österreich
• † 27. März 2002 in Beverly Hills, Kalifornien, USA
• Regisseur, Produzent, Autor
• Biographie
• Oscars
• Filmographie
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Biographie
Billy Wilder wurde als Sohn einer jüdischen Familie in Wien geboren. Der ursprüngliche Geburtsname war Samuel, doch seine Mutter benutzte "Billy" als Spitzname, und zwar in Erinnerung an die Wildwestshow von Buffalo Bill, die sie in Wien gesehen hatte.
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Wilder begann nach dem Abitur das Studium der Rechtswissenschaften in Wien, das er jedoch nach einem Jahr abbrach, um als Journalist nach Berlin zu gehen.
Kurz darauf, 1929, verfaßte er das Drehbuch zu Robert Siodmaks Film Menschen am Sonntag, der 1930 in die Kinos kam. Der Erfolg des Films machte aus Billy Wilder einen gefragten Drehbuchautoren, unter anderem schrieb er auch das Drehbuch zur erstmaligen Verfilmung von Erich Kästners Kinderfilm Emil und die Detektive im Jahr 1931.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verließ Billy Wilder 1933 Deutschland und floh über Frankreich in die USA. Seine in Europa gebliebenen Verwandten starben in den Konzentrationslagern.
Durch Kinobesuche und Radio hören lernte er die englische Sprache so weit, dass er 1938 als Drehbuchautor zusammen mit Charles Brackett die Drehbücher zu den Filmen Blaubarts achte Frau (1938) und Ninotschka (1939) von Ernst Lubitsch schreiben konnte.
In den Kriegsjahren gab Billy Wilder sein Regiedebüt mit dem Film Der Major und das Mädchen (1942), das Drehbuch dazu stammte von Charles Brackett.
Billy Wilder erhielt für das Alkoholiker-Drama Das verlorene Wochenende die Oscars für die Beste Regie und das Beste Drehbuch. Fünf Jahre später folgte für das Drehbuch und die Regie zu Boulevard der Dämmerung weitere Oscars.
Ab Ende der 50er Jahre verlegte sich Billy Wilder verstärkt auf Komödien, besonders bekannt wurde Manche mögen's heiß mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon.
Auch in den 60er Jahren war er mit engagierten Komödien erfolgreich, die Filme aus den 70er und 80er Jahren blieben jedoch hinter den allgemeinen Erwartungen zurück, die Themen wiederholten sich zu offensichtlich. 1981 brachte er mit der schwarzen Komödie Buddy, Buddy seinen letzten Film in die Kinos.
Ein Buch mit Berliner Reportagen, Feuilletons und Kritiken der zwanziger Jahre von Billy Wilder wurde unter dem Titel Der Prinz von Wales geht auf Urlaub veröffentlicht.
Billy Wilder starb am 27. März 2002 im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills an einer Lungenentzündung.
Oscars
- Oscar für 1945 für die Beste Regie bei Das verlorene Wochenende
- Oscar für 1945 für das Beste Drehbuch für Das verlorene Wochenende
- Oscar für 1950 für das Beste Drehbuch für Boulevard der Dämmerung
- Oscar für 1960 als Produzent für den Besten Film für Das Appartement
- Oscar für 1960 für die Beste Regie bei Das Appartement
- Oscar für 1960 für das Beste Original-Drehbuch für Das Appartement
- Oscar-Nominierung für 1939 für das Beste Drehbuch für "Ninotschka"
- Oscar-Nominierung für 1941 für die Beste Story für "Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss"
- Oscar-Nominierung für 1941 für die Beste Drehbuch-Bearbeitung für "Das goldene Tor"
- Oscar-Nominierung für 1944 für die Beste Drehbuch-Bearbeitung für "Frau ohne Gewissen"
- Oscar-Nominierung für 1944 für die Beste Regie bei "Frau ohne Gewissen"
- Oscar-Nominierung für 1948 für das Beste Drehbuch für "Eine auswärtige Affäre"
- Oscar-Nominierung für 1950 als Produzent für den Besten Film für Boulevard der Dämmerung
- Oscar-Nominierung für 1951 für das Beste Original-Drehbuch für "Reporter des Satans"
- Oscar-Nominierung für 1953 für die Beste Regie bei "Stalag 17"
- Oscar-Nominierung für 1954 für die Beste Regie bei "Sabrina"
- Oscar-Nominierung für 1954 für die Beste Drehbuch-Bearbeitung für "Sabrina"
- Oscar-Nominierung für 1957 für die Beste Regie bei "Zeugin der Anklage"
- Oscar-Nominierung für 1960 für die Beste Regie für Manche mögen's heiß
- Oscar-Nominierung für 1960 für das Beste Drehbuch für Manche mögen's heiß
- Oscar-Nominierung für 1966 für das Beste Drehbuch für "Der Glückspilz"
Filmographie
- 1929: Menschen am Sonntag, Drehbuch
- 1931: Emil und die Detektive, Drehbuch
- 1939: Ninotschka (Ninotchka), Drehbuch
- 1941: Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss (Ball Of Fire), Drehbuch
- 1941: Das goldene Tor (Hold Back The Dawn), Drehbuch
- 1942: Major und das Mädchen (The Major And The Minor)
- 1943: Fünf Gräber bis Kairo (Five Graves To Cairo)
- 1944: Frau ohne Gewissen (Double Indemnity), Regie, Drehbuch
- 1945: Das verlorene Wochenende
- 1948: Ich küsse ihre Hand, Madame (The Emperor Waltz)
- 1948: Eine auswärtige Affäre (A Foreign Affair), Regie, Drehbuch
- 1950: Boulevard der Dämmerung
- 1951: Reporter des Satans (The Big Carnival - Ace In The Hole - The Human Interest Story), Regie, Drehbuch
- 1953: Stalag 17 (Stalag 17)
- 1954: Sabrina (Sabrina Fair)
- 1955: Das verflixte siebente Jahr (The Seven Year Itch)
- 1957: Ariane - Liebe am Nachmittag (Love In The Afternoon)
- 1957: Lindbergh: Mein Flug über den Ozean (The Spirit Of St. Louis)
- 1958: Zeugin der Anklage (Witness For The Prosecution)
- 1959-03-30: Manche mögen's heiß
- 1960: Das Appartement
- 1961: Eins, zwei, drei (One, Two, Three)
- 1962: Das Mädchen Irma la Douce (Irma la Douce)
- 1964: Küß mich - Dummkopf (Kiss Me, Stupid)
- 1965: Der Glückspilz (The Fortune Cookie)
- 1970: Das Privatleben des Sherlock Holmes (The Private Life Of Sherlock Holmes)
- 1972: Avanti, Avanti! (Avanti, Avanti!)
- 1974: Extrablatt (The Front Page)
- 1977: Fedora (Fedora)
- 1981: Buddy, Buddy (Buddy, Buddy)
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