Bruce Willis

* 19. März 1955 als Walter Bruce Willis in Idar-Oberstein, Rheinland-Pfalz, Deutschland • Schauspieler, Produzent, Autor, Sänger • Biographie • Interviews • Filmographie • Adresse: Bruce Willis, c/o Rufglen Films, 1453 3rd Street, No. 420, USA-90401 Santa Monica, CA •

Biographie Bruce Willis kam im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein als Sohn eines US-GIs zur Welt, er wuchs dann in New Jersey auf und besuchte das Montclair State College.

Um eine Schauspielkarriere anzustreben, zog er bald nach New York und schlug sich zunächst in Off-Broadway-Stücken und mit Werbespots u. a. für Levis 501 durch, bevor er 1984 in dem Sam Sheppard-Stück Fool For Love besetzt wurde.

Im selben Jahr konnte sich Willis gegen 3.000 Mitbewerber durchsetzen und die Hauptrolle des David Addison in der enorm populären TV-Serie Das Model und der Schnüffler landen, die ihm neben einem Emmy und einem Golden Globe den internationalen Durchbruch garantieren sollte.

Parallel dazu gab er an der Seite von Kim Basinger sein Debüt als Hauptdarsteller in Blake Edwards' beschwipster Komödie Blind Date und arbeitete direkt im Anschluss bei der Western-Parodie Sunset Boulevard erneut mit dem Regisseur zusammen.

Doch es war 1988 die Rolle des coolen, kamikazehaften und kalauernden Cops John McLane in John McTiernans Action-Reißer Stirb langsam, die ihn endgültig in Superstar-Sphären hob und bislang in zwei fulminanten Fortsetzungen - Stirb langsam 2 und Stirb langsam - Jetzt erst recht - ausgebaut wurde.

Von Beginn seiner Karriere an hat Willis die schauspielerische Unberechenbarkeit zum obersten Prinzip erhoben und wirkte regelmäßig sowohl in teuren Hollywood-Blockbustern als auch in kleinen Projekten, in spektakulären Haupt- wie auch in feinen Nebenrollen mit.

So sah man ihn etwa als Vietnam-Veteranen in In Country, als zynischen Reporter in Fegefeuer der Eitelkeiten, als Meisterdieb in Hudson Hawk oder neben seiner damaligen Frau Demi Moore als Trunkenbold in Tödliche Gedanken.

Und nachdem er in den Neunzigern mit der Action-Extravaganz Last Boy Scout, der schrillen Special-effects-Komödie Der Tod steht ihr gut wie auch mit den Thrillern Tödliche Nähe und Color Of Night etwas glücklos zu agieren schien, landete er mit dem Part des wortkargen Boxers Butch in Quentin Tarantinos "Goldene Palme"-Gewinner Pulp Fiction nicht nur ein bravouröses Comeback, sondern konnte sich fortan auch endgültig des Respekts der Kritiker sicher sein - eine Entwicklung, die durch seine Leistung in der Kleinstadtkomödie Nobody's Fool nur noch unterstützt wurde.

Neben seiner Kino- und TV-Arbeit war Willis in den Achzigern auch als Sänger aktiv, als er das mit Platin ausgezeichnete Album Bruce Willis: The Return Of Bruno und die durchaus exemplarisch betitelte Nachfolge-Platte If It Don't Kill You, It Just Makes You Stronger aufnahm.

Und dass Bruce Willis eine goldene Stimme besitzt, stellte er schließlich nicht zuletzt unter Beweis, als er den Babys in den Originalfassungen der beiden Kuck mal, wer da spricht-Filme sein Organ lieh.

In einer Rolle, die totale körperliche Aufopferung wie auch seelische Nacktheit abverlangt und die er selbst als "Höhepunkt meiner bisherigen Karriere" bezeichnet, ist der internationale Superstar Bruce Willis in 12 Monkeys als getriebener und geschundener Zeitreisender James Cole zu sehen, dessen pessimistische Prognosen zur globalen Zukunft ihn in der Gegenwart des Jahres 1996 als Wahnsinnigen erscheinen lassen.

Und auch Cole selbst beginnt bald, seinen Geisteszustand zu hinterfragen, als er immer wieder von einem quälenden Kindheitstraum heimgesucht wird, der auf mysteriöse Weise mit dem Schicksal der Menschheit verknüpft zu sein scheint ...

Über den Part gibt Willis zu Protokoll: "Mich reizte der Gedanke, durch die Arbeit mit meiner Figur zu ergründen, was eine Psychose wirklich ist. Denn während der Story denken alle möglichen Leute, Cole sei übergeschnappt - und manchmal glaubt er das selbst.

Doch ist der Mann tatsächlich geistig gestört? Oder werden die Geschehnisse eintreten, die er vorauszusehen glaubt? Der Film schwankt lange in der klaren Beantwortung dieser Frage. Und erst durch eine bestürzende Überraschung wird dem Publikum in den letzten Szenen die ganze Wahrheit vor Augen geführt."

Neben seiner Arbeit vor der Kamera war Willis Produzent von Keine halben Sachen und ausführender Produzent von Breakfast Of Champions, der Verfilmung von Kurt Vonneguts Bestseller.

Zusammen mit seinem langjährigen Agenten Arnold Rifkin gründete er Cheyenne Enterprises, LLC, eine Film- und Fernsehproduktionsfirma mit Sitz in Los Angeles und Jackson Hole, Wyoming. Im Januar 2000 schlossen die beiden Partner einen Filmproduktionsdeal mit Joe Roths Revolution Studios ab.

Bruce Willis ist zudem dem Theater treu geblieben. 1997 war er Mitgründer von A Company of Fools, einer nicht auf Gewinn ausgerichteten Theatertruppe, die sich der Entwicklung und Stärkung von Theaterarbeit im Wood River Valley in Idaho und in den gesamten Vereinigten Staaten widmet.

Vor kurzem inszenierte er Sam Shepards düstere Komödie "True West" am Liberty Theatre in Hailey, Idaho, in der er auch die Hauptrolle spielte. Das Stück, das die schwierige Beziehung zwischen zwei Brüdern darstellt, wurde auch auf Showtime ausgestrahlt, und Bruce Willis widmete es seinem verstorbenen Bruder Robert.

Bruce Willis war seit 1987 mit der Schauspielerin Demi Moore (Striptease) verheiratet; das Paar hat drei Kinder: Rumer, Scout und Tallulah. Im Jahr 1998 trennten sich Demi Moore und Bruce Willis. Er selbst gilt politisch als überzeugter Republikaner.


Interviews
Filmografie
Bruce Willis
Bruce Willis in 'Stirb langsam'
Bruce Willis in 'Fegefeuer der Eitelkeiten'
Bruce Willis in 'Pulp Fiction'
Bruce Willis in '12 Monkeys'
Filmplakat zu 'Der Schakal'
Bruce Willis in 'Armageddon'
Bruce Willis in 'The Sixth Sense'
DVD-Cover zu 'Unbreakable - Unzerbrechlich'
Bruce Willis in 'Das Tribunal'
Filmplakat zu 'Tränen der Sonne'

Dirk Jasper FilmLexikon

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