Cate Blanchett

* 14. Mai 1969 in Melbourne, Australien • Schauspielerin • Biographie • Filmographie •

Biographie Nachdem sie ihren Abschluss am Australia's National Institute of Dramatic Art (NIDA) abgelegt hatte, wandte sich Cate Blanchett zunächst dem Theater zu und wurde Mitglied der von Regisseur Neil Armfeld geleiteten Company B, einem losen Schauspielerensemble, dem neben ihr unter anderem Geoffrey Rush, Gillian Jones und Noah Taylor angehörten.

In diesem Zusammenhang trat sie in Inszenierungen von Shakespeares Der Sturm als Miranda und in Hamlet als Ophelia auf und spielte in Tschechows Die Möwe die Rolle der Nina.

Für die Sydney Theatre Company (STC) erschien sie außerdem in Stücken wie Caryl Churchills "Top Girls" und David Mamets "Oleanna", eine Arbeit für die sie mit dem Sydney Theatre Critics Circle Rosemount-Award als beste Schauspielerin belohnt wurde. Den gleichen Erfolg konnte sie später mit ihrer Rolle in der Timothy-Daly-Inszenierung Kafka Dances wiederholen.

Fernseherfahrung sammelte Cate Blanchett mit ihren Hauptrollen in den Mini-Serien Heartland und Bordertown, beides Produktionen für die Australian Broadcasting Comission.

Ihre erste Rolle in einem Kinospielfilm war 1997 die Rolle der Susan Macarthy in Bruce Beresfords Paradise Road, gefolgt von der Lizzie in Cherie Nowlans antiromantischer Komödie Thank Got He Met Lizzie (1997), für die sie kürzlich den AFI-Award als beste Nebendarstellerin entgegennahm und der weiblichen Titelrolle in Gillian Armstrongs Oscar und Lucinda, wo sie an der Seite von Ralph Fiennes agiert.

1998 hat sie Pushing Tin (1998) abgedreht, eine rabenschwarze Komödie mit John Cusack und Billy Bob Thornton, die im Fluglotsenmillieu spielt und bei der Mike Newell Regie führte.

1999 stand Cate Blanchett für Oliver Parkers Oscar-Wilde-Verfilmung Ein idealer Ehemann (1999) sowie für Anthony Minghellas Film Der talentierte Mr. Ripley vor der Kamera.

Cate Blanchett in Elizabeth "Cates Erscheinung", schwärmt Regisseur Shekhar Kapur, "hat etwas Zeitloses an sich. Ich meine damit nicht, dass sie irgendwie alterslos wirkt, sondern, dass sie in jedem historischen Setting gleichermaßen glaubhaft agieren kann. Außerdem vermag sie es, im selben Augenblick Stärke und Verletzlichkeit auszudrücken, was selten ist bei einer Schauspielerin."

Geoffrey Rush, der ebenfalls aus Australien stammt und in der Vergangenheit schon mehrmals mit Cate Blanchett zusammenarbeitete, lobt die "Reife ihrer Darstellung" sowie ihr "Wechselspiel zwischen Unsicherheit und enormen Selbstbewußtsein" in der Rolle der jungen Monarchin, während auch Christopher Eccleston meint, dass sie als Elizabeth I. eine außergewöhnlich starke schaupielerische Leistung zeigt: "Sie personifiziert die perfekte Kombination von Verstand und Gefühl. Ich bin überzeugt, sie wird in der Zukunft noch viel von sich reden machen."

Richard Attenborough spricht von der "Wahrhaftigkeit und Realitätsnähe" ihrer Darstellung, die aus "ihrer enormen Fähigkeit resultiert, gegensätzliche Elemente zu integrieren und ihrem Spiel damit eine beeindruckende Vielschichtigkeit zu verleihen."

Cate Blanchett machte 1992 ihren Abschluß am Australia National Institute of Dramatic Art und arbeitete seitdem sehr erfolgreich für Theater, Fernsehen und Film.

Gefragt nach ihrer Auffassung von Schauspielerei erklärt sie: "Es ist ein stetiger Prozeß von Hinzufügung und Aussonderung. Für die Rollengestaltung der Elizabeth I. gab mir Shekhar Kapur den sehr hilfreichen Rat, ich solle meine Darstellungsweise aus einer Art 'Was-wäre-wenn-Perspektive' entwickeln.

Von Anfang an war ich davon überzeugt, dass die Begegnung eines so sensiblen Mannes, der einen Film wie Bandit Queen (1994) fertiggebracht hatte, mit einer so wechselhaften und aufregenden Epoche, wie dem Elizabethanischen Zeitalter, nur zu einem äußerst spannenden Ergebnis führen konnte."

Ihre Beschäftigung mit Elizabeth I., genauer gesagt, mit der Frau jenseits ihres historisch tradierten Herrscherbildes, beschreibt Cate Blanchett folgendermaßen: "Beim Sichten der zahlreichen, oft sehr widersprüchlichen Beschreibungen ihres Lebens und politischen Wirkens, fiel mir eines besonders auf: ihre unglaubliche Beharrlichkeit.

Wenn Türen vor ihrer Nase zugeschlagen wurden, dann setzte sie so lange alles daran, bis sie wieder geöffnet waren. Dieser Charakterzug, gepaart mit stetig wachsender Selbstsicherheit und ihrem angeborenen Sinn für Taktik, machte aus ihr eine vollendete Politikerin. Im Grunde genommen äußerst loyal gegenüber ihren Untergebenen, glaubte sie doch fest an die göttlichen Vorrechte einer Königin. Sie war unzweifelhaft die Tochter ihres Vaters."

Elizabeth I. soll einmal geäußert haben: 'Liebe ist gewöhnlich die Voraussetzung für Glück und Lebensfreude. Aber seitdem ich von meinen Aufgaben so unablässig in die Pflicht genommen bin, ist keine Zeit mehr für Liebe.' Es ist schon erschreckend, auf was sie alles verzichten musste, um ihrer großen öffentlichen Verantwortung gerecht zu werden."


Oscars
  • Oscar-Nominierung für 1998: Beste Hauptdarstellerin in Elizabeth

Filmografie
Oscar
Cate Blanchett
Cate Blanchett in 'Oscar und Lucinda'
Filmplakat zu 'Elizabeth'
Filmplakat zu 'Der talentierte Mr. Ripley'
Cate Blanchett in 'Banditen'
Cate Blanchett in 'The Gift - Die dunkle Gabe'
Filmplakat zu
Cate Blanchett in 'Heaven'
Cate Blanchett in 'Die Liebe der Charlotte Gray'
Cate Blanchett in 'Die Journalistin'

Dirk Jasper FilmLexikon

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