Interview mit Christine Urspruch
Christine Urspruch spielt das Sams in dem gleichnamigen Kinofilm Das Sams

Frage: Welche Sams-Eigenschaften hätten Sie denn gerne für sich selbst?

Christine Urspruch: Den Anarchismus des Sams! Ich finde an dieser Figur sehr sympathisch, dass sie einfach tut was sie will, ohne Angst zu haben, etwas falsch zu machen oder anzuecken. Mit seiner Unverfrorenheit kann das Sams auch Vorbild für Klein und Groß sein, ihnen Mut machen, sich einfach Dinge zu trauen.

Frage: Wie anstrengend war es, sich jeden Morgen in das Sams verwandeln zu müssen?

Christine Urspruch: Ziemlich anstrengend, schon deshalb, weil ich immer zwei Stunden vor allen anderen am Set sein mussste. Denn so lange dauerte die Maske ungefähr, je nachdem wie viele Wunschpunkte das Sams in der folgenden Szene noch hatte. Die Wunschpunkte wurden nach Drehschluss fotografiert, damit am nächsten Tag kein Fehler passieren konnte. Aber immerhin wurden extra für mich jeden Tag eine neue Nase und ein neues Paar Ohren gegossen und dann in einem Öfchen gebacken. Das kann ja auch nicht jeder von sich behaupten.

Frage: Was war Ihr persönliches Highlight während der Dreharbeiten zu Das Sams?

Christine Urspruch: Ganz eindeutig der Nachtdreh auf dem Domplatz in Bamberg. Dort war das Hausdach nachgebaut worden, auf dem das Sams mit Herrn Taschenbier die Beschwörung unternimmt und lauthals singt. Eigentlich bin ich schwindelfrei, aber dann wurde es mir doch etwas mulmig. Jedenfalls habe ich aus voller Kehle gesungen bis ganz Bamberg senkrecht im Bett stand.

Frage: Wenn Sie einen Wunschpunkt hätten. Was würden Sie sich wünschen?

Christine Urspruch: Wunschlos glücklich zu sein! Weil es ist was es ist, sagt die Liebe

Dirk Jasper FilmLexikon
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