Interview mit Claudia Schmutzler
Claudia Schmutzler Claudia Schmutzler - von September 1996 bis März 1999 begeisterte sie als Schwester Stephanie Wilde Woche für Woche weit über fünf Millionen TV-Zuschauer in der SAT.1-Serie Für alle Fälle Stefanie. Seit Mai 2000 stand Claudia Schmutzler wieder für neue "Stefanie"-Folgen vor der Kamera, ab 14. September 2000 kehrte sie als alte-neue Stephanie auf den Bildschirm zurück.

Frage: Frau Schmutzler, wir sind alle gespannt auf die neue-alte Schwester Stephanie Wilde. Wie hat sich die beliebteste Krankenschwester Deutschlands in den vergangenen Monaten weiterentwickelt?

Claudia Schmutzler: Nun, Stephanie Wilde ist jetzt Mutter der Zwillinge Klara-Sofia und Julia-Elke. Ihre Ehe mit Frederik ist am Scheitern. Sie ist aus Spanien ins Luisen-Krankenhaus zurückgekehrt. Das sind Erfahrungen, die eine Person verändern und das wird man auf dem Bildschirm sehen. Um nicht zu viel zu verraten: Schwester Stephanie hat noch mehr Probleme, ihr Privatleben, sprich ihre Mutter-Rolle, und ihre Arbeit als Kranken-Schwester unter einen Hut zu bringen. Stephanie ist durch diese Situation sehr stark belastet - aber durch ihre Erfahrungen auch belastbarer geworden. Ansonsten gilt für Schwester Stephanie natürlich weiter die Devise: ungebrochen optimistisch. Für mich als Schauspielerin bietet die Situation der Stephanie Wilde auf jeden Fall jede Menge Spielstoff. Eine reizvolle Aufgabe.

Frage: War diese Doppelrolle "Krankenschwester" und "allein erziehende Mutter von Zwillingen" ein Grund dafür, dass Sie in die Serie zurückgekehrt sind?

Claudia Schmutzler: Ja und nein. Im Sommer 1998 wollte ich mich mehr um meine damals fünfjährige Tochter Charley An kümmern, die einfach ihre Mutter brauchte. Darüber hinaus mussste ich nach drei Jahren vor der Kamera als Schwester Stephanie mal wieder Theater und andere TV-Rollen spielen. Als dann SAT.1-Verantwortliche bei mir anklopften, um mir die Rückkehr in die Serie anzubieten, habe ich sehr genau überlegen müssen, ob ich die Arbeit in der Serie und meine Mutter-Rolle zusammenbringen kann. Als das klar war, habe ich natürlich 'Ja' gesagt.

Frage: Wie war Ihr erster Drehtag für die neuen Folgen von Für alle Fälle Stefanie?

Claudia Schmutzler: Ich wurde vom Team und den Kollegen sehr herzlich aufgenommen. Natürlich war ich ein bisschen aufgeregt, wusste nicht genau, wie lange ich brauche, um wieder in die Rolle der Stephanie zu finden. Aber nach zwei Drehtagen war es so, als ob ich nie weg gewesen wäre.

Frage: Sie haben angekündigt, dass Sie mit Ihrer Tochter Charley An von Dresden nach Berlin umziehen?

Claudia Schmutzler: Und habe das bereits in die Tat umgesetzt. Ich habe nach gut einem halben Jahr Suche eine Wohnung in Berlin gefunden. Ganz in der Nähe der neuen Wohnung habe ich schon eine Schule für meine Tochter angeschaut und mit dem Klassen-Lehrer gesprochen. Nach den Sommer-Ferien wird Charley An hier zur Schule gehen.

Frage: Was haben Sie in der ersten Nacht, in der Sie in Ihrer neuen Wohnung geschlafen haben, geträumt?

Claudia Schmutzler: Ich habe geschlafen wie ein Stein und kann mich an nichts erinnern. Kein Wunder bei dem Umzugs-Stress.

Frage: Kein Heimweh nach Dresden?

Claudia Schmutzler: Dresden wird sicher immer meine Heimat bleiben. In Dresden bin ich aufgewachsen, dort leben meine Eltern und Geschwister und viele Freunde. Aber mein Lebensmittelpunkt wird jetzt Berlin sein. Ganz wichtig ist, dass die Wohnung hier in einem ruhigen Viertel mit viel Grün liegt. Da fällt der Umzug von Dresden nach Berlin nicht ganz so schwer.

Frage: Und Charley An?

Claudia Schmutzler: Das bleibt abzuwarten. Die Tage, an denen ich drehe, wird meine Mutter für die Kleine sorgen. Damit wird ihr der Abschied aus Dresden hoffentlich nicht ganz so schwer werden. Wir haben uns geeinigt: Für uns liegt Berlin im Einzugsbereich von Dresden.

Dirk Jasper FilmLexikon
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