| Interview mit Clint Eastwood |
Er ist seit 45 Jahren
im Geschäft. Als Regisseur oder als Schauspieler - was
Clint Eastwood anfasst, wird ein Erfolg.
1993 erhielt er für seinen Western Erbarmungslos
einen Oscar für die Beste Regie. Drei Jahre später
zeichnete ihn die Academy für sein Lebenswerk aus. In seinem
neuesten Film Space
Cowboys schickt Eastwood jetzt ein
Team pensionierter Astronauten ins All, um einen veralteten
russischen Satelliten zu reparieren.
Clint Eastwood: Der Film ist in erster Linie eine Hommage an all die Männer, die Pionierarbeit für Flüge ins All geleistet haben. Männer, die ausprobiert haben, ob der Mensch überlebt, wenn er die Schallmauer durchbricht, die sich auf raketenbetriebene Schlitten schnallten oder sich selbst hoch in die Atmosphäre schossen, um festzustellen, dass sich ihr Testflugzeug um sie herum in alle Einzelteile auflöst.
Frage: Glauben Sie, dass dieser Film einen Trend auslöst, auch älteren Schauspielern mehr Action-Rollen zu geben?
Clint Eastwood: Wenn erkannt wird, dass man mit Senioren im All Erfolg haben kann - vielleicht. Hollywood besteht doch aus einer Hand voll kreativer Vorreiter und einer Horde von Nachahmern. Das Problem ist, dass man als Schauspieler immer wieder die Rollen angeboten bekommt, mit denen man Erfolg hatte. Dabei ist es doch lächerlich, jenseits der 60 Lenze noch einen 40-Jährigen spielen zu wollen.
Frage: Viele der Szenen in Space Cowboys spielen im All. Wie haben Sie das Problem mit der Schwerelosigkeit gelöst?
Clint Eastwood: Ich wollte weder meinen Schauspielern noch mir selbst zumuten, all diese Szenen im Parabelflug in echter Schwerelosigkeit zu drehen. Nicht umsonst nennt man solche Flieger "Kotzkometen" ... Also haben wir getrickst. Die Schauspieler hingen kopfüber von der Decke, wurden an Kabeln durch den Raum gezogen oder auf kleinen Wägen geschoben, damit es schwerelos aussieht - all solche Tricks.
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