Conrad L. Hall

Der amerikanische Kameramann Conrad Lee Hall, geboren am 21. Juni 1926 in Tahiti, ist einer der bekanntesten Akteure hinter der Kamera, der für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen erhielt und vor allem die amerikanische Filmwelt geprägt hat. Am 4. Januar 2003 verstarb er in Santa Monica, Kalifornien.

Wichtige Stationen seines Lebens - die Anfangszeit

Nach einem Filmwissenschafts-Studium an der University of Southern California gründete er mit zwei seiner ehemaligen Mitstudenten die unabhängige Filmproduktionsgesellschaft Canyon Films. Zu Beginn verkaufte diese hauptsächlich Webesports an diverse Lokalsender, konnte sich aber bald einen Namen machen.

Der von Canyon Films produzierte 15-minütige Kurzfilm "Sea Theme" gewann im Jahr 1949 dem 1. Preis des USC Amateur filmmaker Contest. 1956 erschien der Spielfilm "My brother down there/ Running Target", bevor die Gesellschaft ein Jahr später aufgelöst wurde.

Der Aufstieg Halls in der Filmszene

Nach der Auflösung von Canyon Films stieg Conrad L. Hall zum Locationscout auf und war somit vor allem für die Drehortssuche für verschiedene Filmproduktionen zuständig. Während der 60er Jahre schaffte er schließlich den Sprung zum Kameraassistenten und Kameraoperator. In dieser Funktion arbeitete er neben anderen Projekten an der Romanverfilmung "East of Eden" und dem Spielfilm "Mutinity on the Bounty" mit.

In den darauf folgenden Jahren widmete er sich als eigenständiger Kameramann zahlreichen Filmprojekten, die oftmals sehr erfolgreich waren.

Bekannteste Filme und Auszeichnungen

Ganze 10 Oscar-Nominierungen für die Beste Kamera kann Hall in seiner Karriere verzeichnen, von denen er tatsächlich drei Oscars gewann. Die Western-Komödie "Butch Cassidy and the Sundance Kid" wurde 1969 prämiert.

Darauf folgten Oscars für "American Beauty" im Jahr 2000 und das Drama "Road to Perdition", welcher ihm posthum verliehen wurde. Außerdem gewann er für diese 3 Filme ebenfalls den British Academy Film Award. 2003 widmete man ihm des Weiteren einen Stern auf dem Walk of Fame in Los Angeles.


Dirk Jasper FilmLexikon

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