Interview mit Dani Levy

"Wir wollten uns beiden eine Liebesgeschichte schreiben."

Maria Schrader und Dani Levy spielen in Meschugge die Hauptrollen und haben gemeinsam auch das Drehbuch verfasst. Dani Levy hat außerdem Regie geführt.

Frage: Meschugge erzählt eine Liebesgeschichte und ist zugleich ein Thriller, spielt in der Gegenwart, berührt aber Verbrechen aus der Vergangenheit. Gedreht wurde in New York und in der deutschen Provinz, die Originalfassung des Films ist englisch, und die Uraufführung fand in Toronto statt. Nun hat den Roman zum Film ein US-Thrillerautor verfaßt im Auftrag eines deutschen Verlages, wo das Buch zuerst erscheint. Das erste Steinchen wurde vor bald zehn Jahren geworfen.

Maria Schrader: Es ist uns vorher einfach nicht geglückt, das Projekt finanziert zu bekommen. Damals hat man es uns nicht zugetraut, solch einen Film zu machen; ich weiß nicht, vielleicht sollten wir dankbar dafür sein, dass uns die Filmväter davor bewahrt haben ... Ich habe sie zwischendurch verflucht. Wir waren kurz davor, das Projekt zu begraben.

Dani Levy: Es war eine lange Odyssee, und die ständigen Aufschübe eine echte Qual. Ungeduld gehört zum kreativen Schaffen. Es gibt Filme, die kann man schnell schreiben und realisieren, in diesem fast groben Hinwerfen liegt genau ihre Kraft. Es gibt auch Projekte und dazu gehört Meschugge, für die man viele Jahre braucht.

Frage: Was war der erste Anstoß und was hat sich geändert vom ersten Entwurf bis zum endgültigen Drehbuch?

Maria Schrader: Wir wollten uns beiden eine Liebesgeschichte schreiben, das war unser erstes Motiv. Außerdem sollte alles darin vorkommen, wozu wir schon lange Lust hatten. Die ersten Drehbuchfassungen waren schlicht überfrachtet ...

Dani Levy: ... mit Einfällen, Spinnereien. Wir haben es zunächst überhaupt nicht eingeschränkt. Da gab es Flashbacks, Träume, Tagträume, Verwechslungsgeschichten, Kaminski war ein Golem, wir haben Ausflüge in die Mythologie gemacht ...

Maria Schrader: Der Film war meschuggener.

Dani Levy: Maria hat für die Glaubwürdigkeit und Wahrscheinlichkeit der Geschichte gekämpft, es gab leidenschaftliche DisKusssionen, sogar Streit ...

Maria Schrader: Irgendwann mussten wir uns entscheiden die Geschichte erfordert eine gewisse Härte und Geradlinigkeit. Es gibt den schönen Spruch: Kill your darlings. Wir mussten einige Lieblinge schlachten, Figuren ebenso wie Szenen. Am Anfang sammelt man, ist der Führer seiner eigenen Ideen, doch irgendwann kehrt sich das um: Der Film bekommt ein Eigenleben, und man muss ihm folgen.

Dani Levy: Ein Film ist ein Ungetüm. Beim Schreiben hast du noch die Möglichkeit, es zu kontrollieren. Wir haben den Film in viele, viele verschiedene Richtungen immer wieder neu kreiert. Bei jeder neuen Fassung eine völlig neue Geschichte gebaut und die Figuren gravierend verändert. Irgendwann jedoch beginnt der Film zu laufen, und du mussst sehen, dass du mitkommst.

Maria Schrader: Es ist eine reiche Geschichte. Man könnte viele Filme daraus drehen. Alleine die Biographie von Lenas Mutter ist filmreif. Die Geschichte von dem Alten ... Figuren, die in vielleicht nur zwei oder drei Szenen vorkommen, mussten doch so gezeigt werden, dass man ein ganzes Leben dahinter sieht. Es ist so, als wenn eine Tür aufgeht, und plötzlich bekommt man eine ganz andere Perspektive, aus der heraus man auch diese Geschichte erzählen könnte.

Frage: Von den vielen möglichen Filme habt ihr einen realisiert: die Liebesgeschichte zwischen Lena und David.

Maria Schrader: Jede große Liebe ist eine schicksalhafte Begegnung. Zwei Leute treffen sich in New York als Fremde und verlieben sich ineinander. Doch sie haben, ohne es zu wissen, so viel miteinander zu tun, dass ihre Liebe fast unmöglich ist. Daraus ist dann ein Krimi geworden: Wir haben sie über eine Leiche stolpern lassen. Wenn Lena nicht in ein Hotel gehen, im Flur eine schwer verwundete Frau finden und das tun würde, was jeder normale Mensch in dieser Situation tut, nämlich die Ambulanz rufen und mit ihr ins Krankenhaus fahren dann wäre es nie zu dieser Begegnung gekommen.

Frage: Lena Katz und David Fish werden gespielt von Maria Schrader und Dani Levy. Wie definiert ihr eure Rollen?

Maria Schrader: David ist eigentlich ein Bindeglied in seiner Familie. Jeder baut auf ihn. Er hat bisher nicht sehr weit über seinen eigenen Tellerrand und ist deswegen beheimateter in seinem Leben als Lena.

Dani Levy: Ja, David ist sehr eingesperrt. Er führt ein relativ ausgeglichenes, aber nicht wirklich erfülltes Dasein. Er hat sich nicht von der jüdischen Tradition gelöst, aber doch von der orthodoxen Praxis seiner Familie distanziert. Er ist ein erfolgreiches Arbeitstier, hat keine Beziehung, er führt kein wirklich soziales Leben. Es fehlt ihm etwas im Leben. Ein Mittdreißiger, der nicht zufällig Single ist.

Maria Schrader: Sie will sich ausprobieren, an die Grenzen gehen. Extreme reizen sie. Sie fühlt sich unabhängig, aber einsam. Doch plötzlich ist nichts mehr so, wie es schien. Sie verliert ihre Familie und ihre Identität, sie ist nicht mehr die, die sie glaubte zu sein. Gleichzeitig findet sie etwas, an das sie überhaupt nicht mehr geglaubt hat: Liebe. Sie tritt sie mit Füßen, sie versucht davonzulaufen, aber trotzdem ist David am Ende noch da. Das nennt man wohl Happy End. Meschugge erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte. Die Verbrechen der Vergangenheit, von der sie nichts wissen, bedroht ihre gemeinsame Zukunft.

Maria Schrader: Ja, wenn eine aus unserer Generation eine wie ich oder wie Lena glaubt, sie wäre so frei von allem, sie könne nach New York gehen und ihr Leben erfinden mit allen Möglichkeiten: lieben, wen sie will, arbeiten, was sie will, dann täuscht sie sich. Von einem auf den anderen Moment entdeckt Lena ihre Unfreiheit wer sie ist, warum sie es ist. Am Ende des Films hat sie die Antwort darauf. Dann erst kann sie sich frei machen von ihrer Geschichte, die sie erst kennenlernen musste.

Dani Levy: Weder Lena noch David wollen sich mit ihrer Familiengeschichte beschäftigen. Sie werden aber durch die Ereignisse mit der Nase in ihre Vergangenheit gedrückt und müssen sich damit beschäftigen. Letztlich ist Meschugge ein Film über zwei Familien. Es ist auch ein Film über Schweigen, Verdrängen, Vertuschen. In vielen Familien gibt es eine geheime Vergangenheit, von der die Kinder nichts ahnen, die aber stillschweigend vererbt wird. Die Eltern konnten nicht darüber reden, die Kinder führen Dinge weiter, ohne sie verstehen zu können.

Frage: Ihr habt den Film euren Eltern gewidmet.

Dani Levy: Als ich Maria getroffen habe, habe ich mir erstmals die Frage gestellt: Was habe ich für eine Familie, woher komme ich. Damals habe ich mich intensiver mit der Flüchtlingsgeschichte meiner Familie beschäftigt. Und vor allem auch mit deren Tabuisierung. Nicht darüber reden bedeutet, dass man sich letztlich in die Rolle des verdrückten Opfers begibt.

Maria Schrader: Mein Vater hat als 13-jähriger das Kriegsende erlebt, er war ein bewußter Beobachter und hat sich lebenslang mit der Frage beschäftigt, was er getan hätte, wenn er sein eigener Vater gewesen wäre. Die Geschichte ist Fiktion, doch der unentdeckte Wechsel der Identität von Tätern zu Opfern, gerade führt der Fall Schneider / Schwerte dies vor, ist keineswegs abwegig. Doch hätte man diesen Stoff noch vor zehn Jahren nicht so im deutschen Kino erzählen können. Der Holocaust als Hintergrund für einen Thriller, das wäre unmöglich gewesen.

Maria Schrader: Ja, das ist die Chance unserer Generation. Wir haben die Freiheit, dieses Thema als Kinoerlebnis anzugehen. Die Generation unserer Eltern hat daraus moralisches, erzieherisches Kino gemacht.

Frage: Es waren für euch nicht die ersten Dreharbeiten in New York.

Dani Levy: 'I Was on Mars' war 1991 eine Art Generalprobe. Aber der Film hatte bedingt durch die Geschichte: eine Polin kommt nach New York einen touristischen Blick auf die Stadt. Diesmal musste die Realität New Yorks von innen heraus gezeigt werden: Wo würde ein jüdischer Anwalt, der wenig Geld hat, sitzen? In Chinatown. Wie wohnt die jüdische Familie Fish? Wir geben vor, in Brooklyn zu sein. Trotzdem sollte der Film mit der ganzen Härte und Unerbittlichkeit, mit der die Geschichte abspulen muss eine Romantik kriegen, eine Weite und eine Schönheit, wenn die Menschen auf dem Dach sind, über der Stadt. Wobei das Wetter der Liebesgeschichte sehr zukömmlich ist: dieses wahnsinnige Sommergewitter, in das die beiden kommen. Von der Hitzewelle in New York kommt man in das kühle Deutschland, mit ganz anderen Farben und ganz anderen Stimmungen. Zum Schluß, als sie auf dem Baum sitzen, wird Deutschland plötzlich wieder idyllisch, das muss ja auch so sein. Das Grauen findet ja auch häufig an den schönsten Orten statt.

Frage: Wo habt ihr in Deutschland gedreht?

Dani Levy: Schloß Lüftelberg, zwischen Bonn und Koblenz, ungefähr eine dreiviertel Stunde von Köln entfernt. Das Document-Center haben wir in einem Stadtarchiv in Köln, die Halle in einem Gerichtsgebäude nachgestellt. Es gibt ja immer die heikle Entscheidung zwischen dem Realismus, der Authentizität der Geschichte und dem cinephilen Aspekt, ob ein Motiv toll aussieht. Das verführt dazu, Figuren zu zeigen in Wohnungen, die toll aussehen, wo sie aber überhaupt nicht reinpassen. Deutsche Polizeipräsidien sehen plötzlich aus wie in dem Film Sieben, weil das schick ist. Die Drehortsuche ist ein wichtiger, oft unterschätzter Teil der Filmarbeit. Ich liebe es, an Original-Schauplätzen zu drehen. Aber das geht nicht immer. Kaminskis Büro musste im Studio gebaut werden damit wir es richtig abfackeln konnten.

Frage: Wie war die Zusammenarbeit mit den US-Schauspielern? Und wie habt ihr David Strathairn ('Passion Fish', L. A. Confindential) für die Rolle des Kaminski gewinnen können?

Dani Levy: Usual Procedure, der übliche Weg: Man schickt das Drehbuch an seine Agentur, der Agent liest es und findet es wert oder nicht wert, es an David weiterzugeben. Von dem Moment an war alles ganz unkompliziert. David war interessiert, wir haben uns zu dritt einen Nachmittag zusammengesetzt, über die Figur gesprochen und uns dabei kennengelernt. Die Casting-Sessions mit den US-Schauspielern waren nicht die üblichen Leseproben, sondern ich hatte ganz schnell inhaltliche und persönliche Gespräche, über deren Leben, über mein Leben, über ganz private Dinge.

Maria Schrader: Es gab einmal die Idee, Kaminski als dritte Hauptfigur richtig prominent zu besetzen. Doch nehmen wir an, wir hätten jemanden wie Harvey Keitel bekommen dann wäre das der neue Harvey Keitel-Film geworden ...

Dani Levy: Wir wollten die Geschichte in den Vordergrund stellen und nicht den Star. Dafür haben wir bewußt kommerzielle Abstriche in Kauf genommen. übrigens gab es auch ein Angebot, das Buch zu kaufen.

Maria Schrader: Das war greifbar nahe. Ein US-Produzent interessierte sich sehr für das Drehbuch. Das hätte bedeutet, dass wir es verkaufen und damit aus dem Projekt raus gewesen wären.

Dani Levy: Das wollten wir nicht. Wir wollten selber spielen, da sind wir stur geblieben.

Jetzt hat nicht irgendeine Major Company den Film gemacht, sondern X-Filme. Erst vor vier Jahren gegründet - die erste Produktion war dein Film 'Stille Nacht', es folgten Das Leben ist eine Baustelle von Wolfgang Becker und Winterschläfer und Lola rennt von Tom Tykwer - hat die neue Firma Bewegung in die deutsche Filmlandschaft gebracht.

Dani Levy: Schon die Tatsache, dass sich Tykwer, Becker, Levy mit dem Produzenten Stefan Arndt zusammengetan haben, war nicht nur in der Branche ein Signal. Allein dadurch, dass mehrere Filmemacher miteinander kommunizieren man liest die Bücher gegenseitig, sieht sich den Rohschnitt an und sagt natürlich auch was dazu, ziemlich schonungslos .ist wie eine Synergie, man bündelt die Kräfte und hat dadurch wesentlich mehr Kraft als jeder einzeln hätte.

Frage: X-Filme dient nicht nur dem kreativen Austausch, sondern ist eine Filmproduktion was ist anders als bei einem normalen kommerziellen Unternehmen?

Dani Levy: Die Produktionsbedingungen können wir selber mitbestimmen und müssen uns nicht mit Fremdproduzenten herumschlagen. Wir schaffen es langsam auch besser, uns selbst die Produktionsheimat so zu gestalten, wie wir sie uns wünschen: über die Budgets Kontrolle zu haben, auch über die Verwendung des Geldes, mit entscheiden zu können, wie stark die Firma mit in das Risiko reingeht oder nicht. Wir haben niemanden auf der anderen Seite des Tisches, der in seine eigene Tasche wirtschaften will, dessen Interesse in erster Linie ein finanzielles und nicht ein inhaltliches ist. Natürlich bleibt ein Tykwer-Film ein Tykwer-Film, ein Levy-Film ein Levy-Film. Der Einzelne wird viel mehr gefordert: Die inhaltliche Sorgfalt muss durch die Reibung, die wir miteinander haben, viel bewußter hergestellt werden. Das Schöne an dieser Firma ist auch, dass wir unberechenbar sind. Man braucht sich nur Lola rennt und Meschugge ansehen: zwei völlig unterschiedliche Filme im gleichen Jahr von der gleichen Firma. Das macht eine Firma sehr offen, trotzdem gibt es eine gemeinsame Sprache.

Frage: Es gibt noch eine andere Kontinuität: Von deinen ersten Filmen 'Du mich auch' und 'RobbyKallePaul' bis jetzt zu Meschugge: Carl F. Koschnick steht hinter der Kamera, Niki Reiser ist für die Filmmusik zuständig.

Dani Levy: Wir haben bisher alle fünf Filme zusammen gemacht. Was uns verbindet, ist die Neugierde, neue Dinge auszuprobieren und zu erforschen, über Grenzen zu springen, mit allem Risiko, das damit zusammenhängt. Auch bei Meschugge haben wir etwas Neues versucht. Am liebsten hätte ich, wenn das Budget gereicht hätte, mit zwei Kameras gearbeitet. Obwohl auf Cinemascope gedreht, wollten wir eine sehr bewegliche Kamera haben. Ich wollte den Schauspielern Freiraum geben, sie sollten nicht eingeengt werden. Deshalb gab es für viele Szenen zwar eine Shotlist, eine Auflösung, doch sie sagte oft nur: Geht mit der Handlung mit, geht mit dieser Figur, geht mit der anderen Figur mit. Charly hat aus dem Impuls, aus der Stimmung heraus gearbeitet. Deswegen hat der Film auch eine moderne Beweglichkeit er sollte nicht altbacken, standardisiert wirken, sondern eine gewisse Wildheit bekommen.

Frage: Dafür sorgt auch der Schnitt.

Dani Levy: Ja, aber dieser Schnitt ist nur möglich dank der Kamera. Wichtig war mir außerdem die Authentizität. Wir haben Versuche gemacht, über das Bleichbad oder andere chemische Prozesse das Bild zu verhärten, Kontrast herzustellen, auch zu desaturieren, also weniger Farbe zu haben oder sogar die Farbsättigung zu steigern, es zu verfremden. Davon sind wir dann abgekommen, weil wir dem Film diese Eleganz und Schönheit geben wollten. Die Filmsprache sollte sich nicht in den Vordergrund drängen.

Frage: Niki Reiser, dessen Debüt als Filmkomponist 'Du mich auch' war, ist inzwischen bekannt und berühmt durch seine Musik zu Doris Dörries 'Keiner liebt mich' und Caroline Links Jenseits der Stille. Für ihn gab es bei Meschugge auch eine neue Aufgabe.

Dani Levy: Er hat erstmals ein klassisches Filmscore für ein großes Orchester geschrieben, verbunden mit elektronischen Musikformen. Ich bin sehr stolz auf den Soundtrack: Niki hat auf raffinierte Art und Weise die Leitmotive immer wieder neu verbunden. Erstaunlich, wie konzeptionell er gearbeitet hat, obwohl die Musik sehr emotional ist. Es war ein wahnsinnig aufregender und bewegender Moment, als wir zum ersten Mal die Musik, die Niki auf dem Computer gelayoutet hat, bei der Aufnahme in Babelsberg von einem großen Orchester gehört haben.

Maria Schrader: Das sind so unglaubliche Momente, die man geschenkt kriegt. Da sitzt man irgendwo in New York und wird geschminkt. Wir haben gerade eine dieser großen Familienszenen gedreht. Ich habe in den Schminkspiegel geschaut, und hinter mir gehen die anderen Schauspieler schon in Kostüm und Maske zum Drehort. Plötzlich sehe ich den fleischgewordenen Kaminski, Menachem - all die Figuren, die so lange schon in meinem Kopf existiert hatten. Plötzlich sind es Menschen. Das ist ist ein ungeheures Glück: die Macht zu haben, etwas zum Leben zu erwecken.

Dani Levy

Dirk Jasper FilmLexikon

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