| Daniel Day-Lewis |
| * 29. April 1957 in London, England • Schauspieler, Produzent • Biographie • Oscars • Filmographie • Adressen: Daniel Day-Lewis c/o Alastair Reid, 65 Connaught Street, London, W. 3, England; Daniel Day-Lewis c/o Julian Belfrage, 60 St. James's Street, London, SW 1, England • |
Biographie
Der Enkel des
Filmproduzenten Sir Cecil Balcon (Die 39 Stufen von
Alfred Hitchcock) und Sohn des britischen Hofdichters
Cecil Day-Lewis und der Schauspielerin Jill Balcon
wuchs in einer intensiven künstlerischen Atmosphäre auf.
Zunächst interessierte sich er sich mehr für Fußball
als für Schauspielerei. Die Wende kam, als sich der
schüchterne Junge bei Schulaufführungen im Internat in
die Welt der Bühnenträume flüchten konnte.
Daniel Day-Lewis hat die Schauspielerei so verinnerlicht, dass er von einem Film zum anderen kaum wiederzuerkennen ist. Vom homosexuellen blonden Punk in Mein wunderbarer Waschsalon (diese Rolle erhielt er, nachdem er Regisseur Stephen Frears einen unflätigen Brief geschrieben hatte, um ihn von seinen Qualitäten als "Punker" zu überzeugen) bis zum schüchternen aristokratischen Snob im Zimmer mit Aussicht von James Ivory reicht die Spannweite dieses britischen Vollblutschauspielers.
Diese beiden Filme machten ihn schon berühmt - bis Daniel als erotischer Held in Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Philip Kaufman und als spastisch gelähmter Christy Brown in Mein linker Fuß von Jim Sheridan erneut seine beinahe unglaubliche Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellte.
Die Rolle des Christy Brown, auf die er sich sechs Wochen lang in einem Behindertenheim vorbereitete und für die er acht Wochen im Rollstuhl verbrachte und sich von einer Krankenschwester pflegen ließ, trug ihm den Oscar, den Preis der Filmkritiker von Los Angeles und von Preis der Filmkritiker von New York sowie den Preis der britischen Filmakademie ein.
Daniel Day-Lewis spielte anschließend die Hauptrolle in Michael Manns erfolgreichem Film Der letzte Mohikaner und erhielt Lobeshymnen für seine Rolle als Partner von Michelle Pfeiffer und Winona Ryder (die auch in Hexenjagd seine Partnerin war) in Martin Scorseses Film Zeit der Unschuld.
Daniel Day-Lewis spielte anschließend - wieder unter der Regie von Jim Sheridan - in Im Namen des Vaters den Belfaster Aktivisten Gerry Conlon und erhielt dafür eine Oscar-Nominierung.
Oscars
- Oscar für 1989: Bester Hauptdarsteller in Mein linker Fuß
- Oscar-Nominierung für 1993: Bester Hauptdarsteller in Im Namen des Vaters
Filmographie
- 1971: Sunday, Bloody Sunday (Sunday Bloody Sunday)
- 1982: Gandhi
- 1982: (TV: How Many Miles To Babylon?)
- 1984: Die Bounty
- 1985: Der Versicherungsbeamte Dr. K. (The Insurance Man)
- 1985: Mein wunderbarer Waschsalon (My Beautiful Laundrette)
- 1985: Zimmer mit Aussicht (A Room With A View)
- 1987: Nanou (Nanou)
- 1988: Stars And Bars - Der ganz normale amerikanische Wahnsinn (Stars And Bars)
- 1988: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (The Unbearable Lightness Of Being)
- 1989: Mein linker Fuß
- 1989: Eversmile (Eversmile; New Jersey)
- 1992: Der letzte Mohikaner (The Last Of The Mohicans)
- 1993: Zeit der Unschuld (The Age Of Innocence)
- 1993: Im Namen des Vaters
- 1996-11-27: Hexenjagd
- 1998: Der Boxer
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