Daniel Day-Lewis
* 29. April 1957 in London, England • Schauspieler, Produzent • Biographie • Oscars • Filmographie • Adressen: Daniel Day-Lewis c/o Alastair Reid, 65 Connaught Street, London, W. 3, England; Daniel Day-Lewis c/o Julian Belfrage, 60 St. James's Street, London, SW 1, England •
Daniel Day-Lewis Biographie Der Enkel des Filmproduzenten Sir Cecil Balcon (Die 39 Stufen von Alfred Hitchcock) und Sohn des britischen Hofdichters Cecil Day-Lewis und der Schauspielerin Jill Balcon wuchs in einer intensiven künstlerischen Atmosphäre auf. Zunächst interessierte sich er sich mehr für Fußball als für Schauspielerei. Die Wende kam, als sich der schüchterne Junge bei Schulaufführungen im Internat in die Welt der Bühnenträume flüchten konnte.

Er trat in das National Youth Theatre in London ein, nahm in Bristol Schauspielunterricht und debütierte 1981 am legendären Old Vic Theatre in London. Nachdem Day-Lewis einige Jahre in England Theater gespielt hatte, folgten erste Aufgaben in Filmen, mit denen der junge Schauspieler bewies, dass er seine angeborene Schüchternheit abgelegt hatte und sich in seiner Rolle verausgaben konnte.

Daniel Day-Lewis hat die Schauspielerei so verinnerlicht, dass er von einem Film zum anderen kaum wiederzuerkennen ist. Vom homosexuellen blonden Punk in Mein wunderbarer Waschsalon (diese Rolle erhielt er, nachdem er Regisseur Stephen Frears einen unflätigen Brief geschrieben hatte, um ihn von seinen Qualitäten als "Punker" zu überzeugen) bis zum schüchternen aristokratischen Snob im Zimmer mit Aussicht von James Ivory reicht die Spannweite dieses britischen Vollblutschauspielers.

Diese beiden Filme machten ihn schon berühmt - bis Daniel als erotischer Held in Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Philip Kaufman und als spastisch gelähmter Christy Brown in Mein linker Fuß von Jim Sheridan erneut seine beinahe unglaubliche Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellte.

Die Rolle des Christy Brown, auf die er sich sechs Wochen lang in einem Behindertenheim vorbereitete und für die er acht Wochen im Rollstuhl verbrachte und sich von einer Krankenschwester pflegen ließ, trug ihm den Oscar, den Preis der Filmkritiker von Los Angeles und von Preis der Filmkritiker von New York sowie den Preis der britischen Filmakademie ein.

Daniel Day-Lewis spielte anschließend die Hauptrolle in Michael Manns erfolgreichem Film Der letzte Mohikaner und erhielt Lobeshymnen für seine Rolle als Partner von Michelle Pfeiffer und Winona Ryder (die auch in Hexenjagd seine Partnerin war) in Martin Scorseses Film Zeit der Unschuld.

Daniel Day-Lewis spielte anschließend - wieder unter der Regie von Jim Sheridan - in Im Namen des Vaters den Belfaster Aktivisten Gerry Conlon und erhielt dafür eine Oscar-Nominierung.


Oscars
Filmographie
Dirk Jasper FilmLexikon
© 1994 - 2010 Dirk Jasper