Interview mit Diana Amft

"Ich denke, viele Leute können sich mit der Geschichte identifizieren."

Diana Amft spielt die Hauptrolle der Inken in der deutschen Kinokomödie Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe.

Frage: Wie sehr hat sich Inken seit MÄDCHEN MÄDCHEN! verändert?

Diana Amft: Inken ist drei Jahre älter geworden, wagt ihre ersten Schritte in die große weite Welt, studiert Sprachheilkunde und stürzt sich ins Studentenleben. Zusammen in einer WG mit den besten Freundinnen lässt sie das Leben auf sich zukommen.

Frage: Oft wirken Initiationskomödien verkrampft. War es schwierig, so etwas leicht und lebendig zu spielen?

Diana Amft: Ich finde es unmöglich, wenn man mit der Haltung "es ist ja nur eine Komödie" an die Arbeit herangeht. Jeder, der sich ein bisschen damit auskennt, weiß, dass Komödien mit zu den schwierigsten Genres gehören. Um eine Komödie lustig zu machen, gehört dazu ein gutes Zusammenspiel zwischen Regisseur und Schauspielern, Timing und originellen Ideen.

Man muss die Grenzen zur Albernheit erkennen. Komödie funktioniert am besten, wenn man versucht, knallernst zu sein. Jeder weiß, dass Komödien ein respektvolles Genre sind und ich empfinde es deshalb als großes Kompliment, wenn ich die Leute im Kinosaal zum Lachen gebracht habe.

Frage: Woran liegt es, wenn Szenen witzig wirken. An dem Regisseur oder an der Rolle?

Diana Amft: Beides. Sobald ich spielen darf - und insbesondere bei solch einem großzügigen Spielraum, den uns die Drehbuchautorin Maggie Peren da kreiert hat -, bekomme ich einen wahnsinnigen Spaß an der Arbeit. Wenn ich meine Spielfreude ausleben darf, passiert sehr viel aus dem Bauch heraus.

Vom Timing her muss man sich einfach darauf einlassen, zuhören und den richtigen Moment zum Agieren erkennen. Grundlage dafür ist natürlich das Vertrauen zum Regisseur, der einem den Mut gibt, etwas zu wagen und nur dann einschreitet, wenn es zu viel wird.

Frage: Wie hat sich Jasmin Gerat in Euer eingespieltes Team eingefügt, nachdem Felicitas Woll nicht mehr dabei war?

Diana Amft: Als wir erfuhren, dass Felicitas nicht mehr dabei sein kann, fanden wir das schon erst mal schade. Aber Jasmin hat sich als absolute Bereicherung herausgestellt, die perfekt in unser Team passt. Von der freundschaftlichen Ebene und der Spielfreude ist es wieder genau so schön wie damals.

Frage: Was ist der größte Unterschied zu MÄDCHEN MÄDCHEN!?

Diana Amft: Eigentlich besteht der Unterschied hauptsächlich in dem veränderten Lebensabschnitt. Gleich geblieben ist dagegen die Natürlichkeit und die Tatsache, dass alles wieder mit viel Witz, Charme und Freude erzählt wird.

Frage: Decken sich Deine persönlichen Erfahrungen in irgendeiner Weise mit den Vorgängen im Film?

Diana Amft: Auf jeden Fall. Ich habe ganz im Gegenteil eigentlich eher unter noch schlimmeren Umständen gelebt, nämlich in einer Sechser-WG. Als ich dann die Filmwohnung sah, dachte ich nur "Wie toll! So hätte ich als Studentin auch gerne gewohnt". Auch bei uns war es wahnsinnig eng und es herrschte das totale Chaos.

Aber die Situation kennen bestimmt viele, schließlich ist Wohnungssuche der pure Horror, Geldsorgen hat man als junger Mensch sowieso ständig und dann kommt auch noch der Stress mit den Kerlen dazu ... Ich denke, viele Leute können sich mit der Geschichte identifizieren.

Frage: Auf was kann sich der Zuschauer freuen?

Diana Amft: Gefasst sein sollten die Leute auf einiges, freuen dürfen sie sich auf alles! Der Film ist flott, interessant und lustig. Es macht Riesenspaß, den Mädels bei ihren Erlebnissen und den Situationen, in die sie hineinstolpern, zuzuschauen.

Diana Amft in 'Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe'
Diana Amft in 'Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe'
Diana Amft in 'Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe'
Diana Amft in 'Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe'
Diana Amft in 'Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe'
Diana Amft in 'Mädchen Mädchen 2 - Loft oder Liebe'

Dirk Jasper FilmLexikon

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