Donald Sutherland
* 17. Juli 1935 in St. John, New Brunswick, Kanada • Schauspieler • Biographie • Filmographie •
Donald Sutherland Biographie Donald Sutherland (Douglas Thomas) gehört mit über 100 Filmen zu den produktivsten und vielseitigsten Schauspielern.

Seine Multimedia-Karriere startete Sutherland in seiner Heimat Kanada als 14jähriger Jungdiscjockey. Mit seinem überzeugenden Radioporträt des Scrooge aus Dickens Weihnachtsgeschichte avancierte er zur Lokalgrösse. Gefallen am Theater fand Sutherland bei Studenten-Aufführungen der Universität von Toronto. Sein Auftritt in Shakespeares Der Sturm erregte die Aufmerksamkeit des Kritikers Herbert Whitaker, der Sutherland eine Laufbahn als Schauspieler vorschlug. Sutherland hörte auf den Rat, er zog nach London um und studierte an der Royal Academy of Arts.

Danach feierte der Nachwuchsmime sein Debüt im Stück August For The People, an der Seite von Rex Harrison und tourte mit klassischen Repertoirestücken durch England. Als Produzent Paul Maslansky Sutherland 1964 in einer Londoner West End Aufführung der Spoon River Anthology erlebte, verschaffte er ihm sofort einen ersten Vertrag beim Film - gleich für zwei Rollen im Horrortrash Das Schloss der lebenden Toten< (1964). Weitere Auftritte in Horrorfilmen wie Das düstere Haus (1965) mit Tallulah Bankhead folgten, ehe Sutherland mit seinem 14. Film, Robert Altmans M*A*S*H, den internationalen Durchbruch schaffte.

Seinen Erfolg misst Donald Sutherland an den Regisseuren, mit denen er zusammenarbeitet. Sie allein sind ausschlaggebend für seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem Projekt. Und so blickt Donald Sutherland auf gemeinsame Filme zurück mit Bernardo Bertolucci, Nineteen Hundred, (1976), Alan J. Pakula Klute (1971), Nicolas Roeg Wenn die Gondeln Trauer tragen (1973), John Schlesinger Der Tag der Heuschrecke, Paul Mazursky Alex im Wunderland, (1970), John Sturges Der Adler ist gelandet, Robert Redford Eine ganz normale Familie (1980), Federico Fellini Casanova (1976), Louis Malle Crackers (1984) oder auch Oliver Stone John F. Kennedy - Tatort Dallas.

Sutherlands Rollenspektrum reicht vom Nazi-Spion in Die Nadel (1981) bis zum mitfühlenden Mediziner in Herzchirurg Dr. Vrain (1981). Sein Porträt des Arztes brachte ihm einen Genie Award, den kanadischen "Oscar", als Bester Darsteller ein. Ausserdem spielte er in Filmen wie Der Mörder mit dem Roesenkranz (1987), Younger & Younger (1993), Lock Up - Überleben ist Alles (1989), Outbreak (1995) und Die Jury (1996). 1998 erhielt er eine Golden Globe Nominierung als Bester Nebendarsteller für Without Limits, Robert Townes vielbeachteten Film über den Marathonläufer Steve Prefontaine. Zuletzt war Donald Sutherland in Jon Turtletaubs Thriller Instinkt gemeinsam mit Anthony Hopkins zu sehen und mit Regisseur und Co-Star Clint Eastwood in Space Cowboys.

Sein Fernsehdebüt in den USA hatte Donald Sutherland 1983 mit The Winter Of Our Discontent; seitdem war er unter anderem im Mehrteiler The Oldest Living Confederate Widows TeLl All, neben Armand Assante in The Hunley und im Serienkillerfilm Citizen X des Pay-TV-Senders HBO zu sehen. Für seine Rolle in der Story um einen russischen Mörder wurde er sowohl mit einem Emmy als auch einem Golden Globe ausgezeichnet.

Derzeit steht Donald Sutherland in den Enigmatic Variations im Londoner Savoy Theater auf der Bühne. Die englische Fassung dieses französischen Stückes von Eric-Emmanuel Schmitt wurde mit Sutherland in der Hauptrolle bereits letztes Jahr in Los Angeles uraufgeführt und stand dann in Toronto auf dem Spielplan, bevor sie nach London kam.


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Dirk Jasper FilmLexikon
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