Elizabeth Taylor
* 27. Februar 1932 in Hampstead, London, England, als Elizabeth Rosemond Taylor • Schauspielerin, Produzentin • Biographie • Oscars • Filmografie • Adresse: Elizabeth Taylor, 700 Nimes Road, Los Angeles, CA 90024, USA • Adresse: Elizabeth Taylor c/o Elizabeth Taylor AIDS Foundation, P.O. Box 55995, Sherman Oaks, CA 91413-0995 • Adresse: Elizabeth Taylor c/o Robert Lantz, 888 7th Avenue, New York, NY 10106, USA •
Elizabeth Taylor Biographie Liz Taylor ist die Tochter us-amerikanischer Eltern, sie wurde allerdings in London geboren, wo ihre Eltern lange lebten. Sobald Elizabeth laufen konnte, bekam sie bereits in London Ballettstunden, mit drei Jahren trat sie mit ihrer Ballettgruppe vor der königlichen Familie auf. 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, zogen sie nach Los Angeles, dort eröffnete der Vater eine Kunstgalerie.

In Kalifornien besuchte sie die Hawthorne School, Beverly Hills, die MGM Studio School und die University High School in Hollywood.

1942, mit knapp zehn Jahren, hatte sie ihr Filmdebüt in Harold Youngs Komödie There's One Born Every Minute. 1943 schloß sie einen Exklusiv-Vertrag mit MGM ab. Die junge Schönheit wird zum Kinderstar aufgebaut. Als reitender Teenager wurde Liz mit Kleines Mädchen, großes Herz ein Star, und die Publicity-Maschine von MGM spannte sie voll ein. Ein bleibender Schaden entstand damals: Weil sie nach Studionorm zu klein wirkte, steckte man sie in ein Streckbett, was ihr einen lebenlangen Rückgratschaden einbrachte.

Zwei Jahrzehnte lang wurde Liz Taylor als schönste Frau der Welt gefeiert. Ihr perfektes Gesicht mit den violetten Augen prägte das Image des sprichwörtlichen Filmstars für die Nachkriegsgeneration.

Liz' Übergang zu Erwachsenenrollen vollzog sich nahtlos. Die 17jährige ging mit Howard Hughes aus, mit 18 heiratete sie den Hotelerben Nicholas Conrad Hilton - die Ehe hielt zwar nur kurz, aber das reichte, um die Hochzeit des strahlenden Jungstars in den MGM-Filmen Vater der Braut und Ein Geschenk des Himmels zu vermarkten.

Ihr Privatleben schien von Anfang an hauptsächlich in den Klatschspalten und vor den Kameras der Paparazzi stattzufinden, und sie brachte das Kunststück fertig, 40 Jahre lang praktisch täglich Gegenstand wahrer und erfundener Presseberichte zu bleiben. Viele Fans mögen darüber vergessen haben, dass Elizabeth Taylor durch ihr schauspielerisches Talent einige der besten Hollywoodfilme entscheidend mitgestaltet hat.

Sie wurde für ihre herausragenden Filme pausenlos für den Oscar nominiert: Das Land des Regenbaumes, Die Katze auf dem heißen Blechdach, Plötzlich im letzten Sommer.

Nach dem Tod ihres Gatten Mike Todd drehte sie mit ihrem neuen Freund Eddie Fisher Telefon Butterfield 8, der ihr den ersten Oscar einbrachte - nicht, weil ihre Leistungen so hervorragend war, sondern eher als Mitleidsbezeugung der Hollywood-Gemeinde, die Liz ihre Sünden verzieh, als sie 1969 bei den Dreharbeiten zu Cleopatra fast an Lungenentzündung starb. Seitdem trägt sie stolz die Narbe des Luftröhrenschintts, der ihr das Leben gerettet hatte.

Die Dreharbeiten zu dem Monster-Flop Cleopatra zogen sich wegen ihrer Krankheit und ihrer berüchtigten Allüren jahrelang hin. Das einzig bemerkenswerte Ereignis um dieses zu den größten Debakeln der Filmgeschichte zählenden Mammutwerks war die private Affäre, die sich zwischen den Leinwandpartnern Liz Taylor und Richard Burton abspielte.

In den 60ern drehten das Paar fast ausschließlich zusammen, insgesamt acht Film, in mehreren dieser Filme brachten die beiden Talente und die Reibung der Persönlichkeiten hervorragende Resultate: Franco Zeffirelli gelang mit Der Widerspenstigen Zähmung eine der besten Shakespeare-Verfilmungen, und der notorisch-unflätige Psychoterror in Mike Nichols Wer hat Angst vor Virginia Woolf brachte Liz ihren zweiten Oscar ein.

Die 70er Jahre boten Liz kaum noch lohnende Filmrollen, Anfang der 80er versuchte sie sich erfolgreich als Theaterstar mit Die kleinen Füchse (1981 bis 1982 in London und dann in den USA) und 1983 mit der aufsehenerregenden Inszenierung Private Lives (in Boston und am Broadway), die sie beruflich erneut mit Richard Burton zusammenbrachte. Neben einigen TV-Gastrollen spielte sie 1989 in Nicholas Roegs TV-Inszenierung Süßer Vogel Jugend die Hauptolle.

Liz' Sohn Michael Wilding Jr. hatte bereits als Kind mit Bruder Christopher bei Der Widerspenstigen Zähmung als Komparse mitgewirkt, er wurde Schauspieler, trat neben der Mutter in Süßer Vogel Jugend auf und übernahm in der Dallas-Serie die Rolle des Alex Barton.

1985 war Elizabeth Taylor die Gründerin und Präsidentin der American Foundation for AIDS Research.

Mit 18 Jahren heiratete Elizabeth Taylor den Hotelerben Nicholas Conrad Hilton - die Ehe hielt allerdings nur neun Monate.

1952 heiratete Liz den 20 Jahre älteren britischen Star Michael Wilding - diese Ehe dauerte vier Jahre und brachte die Söhne Michael jr. (* 1953) und Christopher (* 1955) hervor.

Um den Filmproduzenten Mike Todd zu heiraten, trat Liz 1957 zum jüdischen Glauben über, im gleichen Jahr wurde Tochter Elizabeth geboren. Die Ehe galt als glücklich, Liz reifte in dieser Zeit sowohl in ihrer Persönlichkeit als auch in ihrem beruflichen Können. Doch 1958 stürzte Todd mit seinem Privatflugzeug ab.

Liz fand Trost bei ihrem Trauzeugen, dem Sänger Eddie Fisher, und die daraus resultierende Affäre rief in der Öffentlichkeit einhellige Entrüstung hervor, denn Eddie war mit der ebenfalls sehr beliebten Debbie Reynolds verheiratet, doch Liz bekam ihren Eddie.

1969 lernte sie bei den Dreharbeiten zu Cleopatra Richard Burton kennen, eine Affäre, die die Welt bewegte. Beide mussten sich zunächst scheiden lassen, um 1964 heiraten zu können. Taylor-Burton führten nun über zehn Jahre lang die Schlagzeilen der Regenbogenpresse an: handgreifliche Streiterein lösten sich mit überdimensionalen Versöhnungsgeschenke ab - insgesamt soll Burton 90 Millionen Mark für Schmuck ausgegeben haben, den Höhepunkt bildete der herzförmige Cartier-Diamant für fünf Millionen Mark. Seine wie ihre Alkoholexzesse heizten die leidenchaftliche Haßliebe an. 1974 ließen sie sich endlich scheiden, ein Jahr später heirateten sie ein zweites Mal in Botswana. 1976 warfen beide endgültig das Handtuch.

Im Jahr 1976 wurde der US-Anwalt und Lokalpolitiker John Warner Taylors sechster Ehemann. Sie setzte sich für seine Kampagne ein, und er ging 1978 als Senator von Virginia nach Washington. Die Ehe hielt bis 1982.

Ende der 80er Jahre blieb sie durch ihre Freundschaft mit Michael Jackson und Milliardär Malcom Forbes im Gespräch.

1989 lernte sie bei einer Entziehungskur den 20 Jahre jüngeren Trucker Larry Fortensky kennen, der fortan als Gefährte in ihrem Palast geduldet wurde.


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