Francois Truffaut ?
* 6. Februar 1932 in Frankreich • ? 21. Oktober 1984 in Frankreich • Schauspieler, Regisseur, Produzent • Biographie • Oscars • Filmografie • Filmmusiken aus seinen Werken sind im Handel erhältlich •
Francois Truffaut Biographie Bereits der siebenjährige Francois liebte das Kino, er stahl Filmplakate aus Schaukästen und schrieb eigene Filmkritiken, die in Haushalte verteilt wurden. Mit 14 verließ er die Schule, begann zu arbeiten und wurde bei den Cahiers du Cinéma bald der gefürchtetste Filmkritiker Frankkreichs.

Seine bissigen Artikel führten zu seinem Ausschluß bei den Filmfestspielen in Cannes 1958. Ein Jahr später gewann er ebenda den Preis für den besten Film, sein autobiographisch gefärbtes Drama Sie küßten und sie schlugen ihn mit dem kleinen Jean-Pierre Léaud als Antoine Doinel, der sich gegen eine ignorante Welt auflehnt.

Der Film begründete nicht nur die Nouvelle Vague des Kinos, sondern war auch der Beginn für den einzigartigen Filmzyklus um Antoine Doinel im Zeitraum von zwanzig Jahren. In Geraubte Küsse versucht Doinel 1968, einer endgültigen Fixierung auf seine Freundin Christine (Truffauts Entdeckung Claude Jade) zu entfliehen. 1970 sind Jean-Pierre Léaud und Claude Jade in Tisch und Bett verheiratet und 1979 lassen sie sich in Liebe auf der Flucht scheiden.

Die Beiläufigkeit von Truffauts Filmen, die zwischen heiter und traurig wechselnde Komik und die leichte, natürliche und doch so kunstvolle Kameraführung prägten einen unverwechselbaren, immer wieder zitierten Stil. Jeanne Moreau, Oskar Werner und Henri Serre konnten unter Truffauts Leitung ihre Rollen mit großer Gelöstheit und Authentizität verkörpern.

Seine bedeutendsten Werke neben den Doinel-Filmen sind die Ménage à trois in Jules und Jim mit Jeanne Moreau, Die süße Haut mit Francoise Dorléac (in die er verliebt war, bis sie 1967 bei einem Autounfall verbrannte), Fahrenheit 451 mit Julie Christie, Das wilde Kind mit Francois Truffaut selbst als Dr. Itard, Die amerikanische Nacht als seine Liebeserklärung an das Kino, Der Mann, der die Frauen liebte und Die letzte Metro mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu.

Mit der Hommage an die Schwarze Serie Hollywoods Auf Liebe und Tod endet Francois Truffauts unvergleichliches Werk. Völlig unerwartet starb er am 21. Oktober 1984 im Alter von nur 52 Jahren.

Einen großen Verdienst für die Filmgeschichte hat auch sein Buch Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?, das Ergebnis eines 50-Stunden-Interviews mit dem Master of Suspense im Jahre 1966. Zwei Jahre später engagierte Alfred Hitchcock Truffauts damalige Braut, die 19jährige Claude Jade aus Geraubte Küsse, für seinen Thriller Topas.

Als Schauspieler trat Francois Truffaut auch in Steven Spielbergs "Die unheimliche Begegnung der dritten Art" auf.

Der frühe Tod des bekanntesten französischen Filmregisseurs hinterließ eine schmerzliche Lücke in der Welt des Films.

1985, ein Jahr nach Francois Truffauts Tod, entstand in Cannes unter der Regie seines engen Freundes und mehrfachen Co-Autoren Claude de Givray der mit den Stars Jeanne Moreau, Catherine Deneuve, Claude Jade, Fanny Ardant, Jacqueline Bisset, Jean-Pierre Léaud, Gérard Depardieu und Charles Denner besetzte Dokumentarfilm Vivement Truffaut! für das Französische Fernsehen (FR3).


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