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Biographie
Gernot Roll ist ohne Zweifel
einer der besten deutschen Kameramänner - seit rund drei
Jahrzehnten. Gernot Roll hat engagierte Autorenfilme ebenso
geprägt wie anspruchsvolle TV-Filme oder auch unterhaltsames
Kino.
Geboren 1939 in Dresden, absolvierte
er seine Ausbildung von 1953 bis 1956 in den DEFA-Studios in
Babelsberg. 1960 wechselte Gernot Roll von der DDR in die
BRD über und ging ein Jahr später zur Bavaria Film nach
München. Dort drehte er rund 100 Produktionen, darunter
über 40 große Fernsehfilme und Fernsehserien.
Seit 1976 ist er als freier
Kameramann tätig. Er arbeitete unter anderem mehrfach mit
Edgar Reitz (Heimat), Axel Corti sowie mit
Sönke Wortmann zusammen. Weitere Regisseure,
für die er hinter der Kamera stand, sind Peter Sehr,
Jack Gold und Gabriel
Barylli.
Sein Grundsatz: "Ich muss gut sein,
um zu überleben" macht ihn außerdem zu einem der
fleißigsten Kameramänner in Deutschland. "Pro Jahr drehe
ich mindestens drei Filme", sagt Gernot Roll, "manchmal
vier, fünf. Fersehen, Kino - ich mache da für mich keinen
so großen Unterschied, es sind für mich alles
Geschichten, Stoffe, Stories, für die der Regisseur und ich
gemeinsam Bilder finden".
Bei Honigmond
arbeitete er erstmals mit dem Regisseur Gabriel
Barylli zusammen, den er als Schauspieler schon ziemlich
lange kennt - von Axel Cortis internationalem Erfolg
Welcome in Vienna (1985), in dem Gabriel
Barylli die Hauptrolle spielte.
Sein Regiedebüt gab Gernot
Roll schon 1994, als er nach dem tragischen Tod von Axel
Corbi für die Literaturverfilmung von
Radetzkymarsch (nach Joseph Roth) die Dreharbeiten des
Sechs-Stunden-Films beendete. Bereits mit der Komödie Ballermann
6 zog Gernot Roll als Filmregisseur im Jahr 1997 ein
Millionenpublikum in die deutschen Kinos.
1999 saß er dann gleich zweimal
selbst im Regiestuhl: Für 'ne
günstige Gelegenheit und Tach
Herr Doktor. Nach dem Grund, 'ne
günstige Gelegenheit zu drehen, antwortete Gernot Roll.
Inzwischen wurde der Workaholic mit
vielen Filmauszeichnungen geehrt, unter anderem fünf
Adolf-Grimme-Preise, zwei Deutsche Kamerapreise, einen Bayerischen
Filmpreis und zwei Deutsche Filmpreise.
Filmografie
- 1967: Jet Generation. Regie:
Eckhard Schmidt
- 1968: The Last Escape. Regie:
Walter Graumann
- 1969: TV-Film: Wie eine Träne
im Ozean
- 1976: TV-Film: Trenck. Regie: Fritz
Umgelter
- 1976: TV-Film: Benjowski. Regie:
Fritz Umgelter
- 1976: TV-Film: Alexandre Bis.
Regie: F. P. Wirth
- 1976: TV-Serie: Salto Mortale.
Regie: Michael Braun
- 1976: Die Freundinnen. Regie: Axel
Cortl
- 1976: Stunde Null. Regie: Edgar
Reitz
- 1976: Minna von Barnhelm. Regie: F.
P. Wirth
- 1977: Wallenstein (nach Golo Mann).
Regie: F. P. Wirth
- 1978: Buddenbrocks. Regie: F. P.
Wirth
- 1979: 1 + 1 = 3. Regie: Heidi
Genée
- 1979: Car Napping. Regie: Wigbert
Wicker
- 1980: Goldene Zeiten. Regie:
Michael Braun
- 1980: Ein Stück Himmel. Regie:
F. P. Wirth
- 1982: TV-Serie: Heimat. Regie:
Edgar Reitz
- 1983: Morenga. Regie: Egon
Günther
- 1984: Don Carlos. Regie: F. P.
Wirth
- 1984: Die Wächter. Regie: F.
P. Wirth
- 1985: Santa Fe. Regie: Axel
Corti
- 1985: Welcome in Vienna. Regie Axel
Corti
- 1985: Mit meinen heißen
Tränen. Regie: Fritz Lehner
- 1986: Wallenstein. Regie: F. P.
Wirth
- 1987: Das andere Leben. Regie:
Nicolas Gessner
- 1987: Familienbande. Regie: F. P.
Wirth
- 27. Oktober 1988: Faust. Regie:
Dieter Dorn
- 1988: TV-Serie: Die zweite Heimat.
Regie: Edgar Reitz
- 1989: Der Rosengarten. Regie: Fons
Rademakers
- 1989: Dort oben im Walde ... Regie:
Peter Keglevic
- 1989: Die Hure des Königs.
Regie: Axel Corti
- 1990: Keep On Running. Regie: Holm
Dressler
- 1990: Gekaufte Bräute. Regie:
Kätze Kratz
- 1991: Der Tod kam als Freund.
Regie: Nico Hoffmann
- 1991: Schwarze Hochzeit. Regie:
Clive Donner
- 12. September 1991: Wildfeuer.
Regie: Jo Baier
- 28. Mai 1992: Mein Kind gehört
mir! Regie: Vivian Naefe
- 3. September 1992: Kleine Haie.
Regie:
Sönke Wortmann
- 1992: Krücke. Regie: Peter
Sehr
- 1992: Kaspar Hauser. Regie: Peter
Sehr
- 10. Juni 1993: Der Fall Lucona.
Regie: Jack Gold
- 1994: Radetzkymarsch. Regie: Axel
Corti, Gernot Roll
- 6. Oktober 1994: Der bewegte
Mann
- 11. April 1996: Honigmond
- 13. Dezember 1996: TV-Film:
Das
Mädchen Rosemarie
- 19. Dezember 1996: Jenseits
der Stille
- 1996: Seitensprung in den Tod.
Regie: Gabriel Barylli
- 1996: Unter die Haut. Regie:
Christoph Schrewe
- 1996: Jedermanns Fest. Regie: Fritz
Lehner
- 23. Januar 1997: Rossini
- 16. Oktober 1997: Ballermann
6
- 6. November 1997: Weihnachtsfieber
- 1998: TV-Miniserie: Der Laden.
Regie: Jo Baier
- 25. Februar 1999: Late
Show
- 7. Oktober 1999: Der
große Bagarozy
- 28. Oktober 1999: Tach Herr
Doktor
- 18. November 1999: 'ne
günstige Gelegenheit
- 27. Dezember 2001: Nirgendwo
in Afrika
- 14. März 2002: Knallharte
Jungs
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