Götz George
* 23. Juli 1938 in Berlin, Deutschland • Schauspieler • Biographie Interviews Filmografie • Adresse: Götz George, c/o Agentur Ute Nicolai, Schorlemerallee 16, D-14195 Berlin •
Götz George

Biographie

Als kleiner Hirtenjunge auf der Bühne des Berliner Hebbel-Theaters begann im Jahr 1950 die beispiellose Karriere eines der erfolgreichsten deutschen Schauspieler: Götz George ist der einzige richtige Star des deutschen Kinos, aber auch im Theater und im Fernsehen ein gern gesehener Charakterdarsteller.

1938 wurde er in Berlin als Sohn der Schauspieler Heinrich George und Berta Drews geboren. Unter Else Bongers erhielt er nach den ersten Bühnen- und Filmerfahrungen eine solide Ausbildung im Nachwuchsstudio der UFA. Zwischen 1959 und 1969 spielte Götz George in 26 Spielfilmen mit, darunter Jacqueline von Wolfgang Liebeneiner, Kirmes von Wolfgang Staudte, Das Mädchen und der Staatsanwalt von Jürgen Goslar, drei Winnetou-Filme und Le Vent d'Est von Godard.

Die nächsten 15 Jahre widmete er sich verstärkt dem Theater und Fernsehrollen, aber zwischendurch, 1977, erregte Götz George mit einem einzigen Kinofilm schon wieder internationales Aufsehen: Die eindringliche Darstellung des KZ-Kommandanten Rudolf Höss in Theodor Kotullas Aus einem deutschen Leben bewies, dass Götz George für das Kino noch lange nicht verloren war.

1981 wurde der Grundstein für das große Kino-Comeback gelegt: Götz George trat zum ersten Mal als Ruhrpott-Kommissar Schimanski im Tatort auf, eine Figur, die er in den nächsten zehn Jahren mit 25 Episoden entschieden und unverkennbar prägte. Damit empfahl sich der Publikumsliebling als Idealbesetzung für packende, actionorientierte Kino-Krimis wie Abwärts, Zahn um Zahn, Zabou, Die Katze, Der Bruch. Dennoch ließ sich Götz George nie auf einen Rollentypus festlegen, immer wieder unterstrich er seine Vielseitig, etwa in dem Politthriller Blauäugig, in Morlock, vor allem aber in Helmut Dietls Schtonk und in Karmakas Der Totmacher, der ihm den Darstellerpreis bei den Filmfestspielen in Venedig brachte. Außerdem wurde der Film als deutscher Beitrag zur Oscar-Nominierung für 1995 vorgeschlagen.

Für das Format und die Klasse Götz Georges sprechen auch die zahlreichen Preise, mit denen er ausgezeichnet wurde, darunter zwei Bundesfilmpreise, der Deutsche Kritikerpreis, der Bayerische Fernsehpreis, der Grimme-Preis, der Goldene Bär und zuletzt der Schauspielerpreis beim Festival von Venedig.


Interviews


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