Graeme Revell
* in Australien • Komponist • Biographie • Filmografie •
Graeme Revell Biographie Graeme Revell begann seine Karriere, nachdem er an einem australischen Krankenhaus für Psychiatrie - wo er als Pfleger arbeitete - diverse Rhythmen in der Sprache der Patienten entdeckte.

Der gebürtige Australier Graeme Revell war dann einer der ersten Komponisten, der durch Experimente mit Metall- und Naturgeräuschen den Begriff der Industrial Music prägte und Anfang der Achtziger in seiner Band SPK zum Ausdruck brachte. Es waren diese exzentrischen und perKusssiven Sounds, die den Regisseur Phillip Noyce darauf brachten, Revell als Soundtrack-Schreiber seines Hochsee-Thrillers Tödliche Stille zu engagieren. Der Lohn der Mühen für den gruseligen Soundtrack war ein australischer Oscar für den besten Score. Kurz nach diesem Erfolg zog er dann nach Los Angeles.

Die Musik zu diesem Thriller enthält bereits die Elemente, die sich zu seinem Markenzeichen entwickelten: eine Auswahl facettenreicher Naturgeräusche und die Musik von Eingeborenen. Diese Aspekte ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Filmmusiken.

Strange Days kombiniert New-Age-Effekte mit Klängen des Nahen Ostens, Die Krähe verbindet gespenstische Frauenstimmen mit klassisch-eleganter Klavier- und Streichermusik, hinzu kommt die zusammen mit Jane Siberry entstandene schwermütige Ballade It Can't Rain All The Time. From Dusk Till Dawn ist ein dynamischer Soundtrack in der klassischen Horrorfilm-Tradition. Jim Carroll konzentriert sich auf schwere Industrie-Rhythmen, Harte Ziele wird mit Blues-artigem Jazz und traditionellen Kodo-Trommeln untermalt. Und Wim Wenders' Bis ans Ende der Welt verbindet klassisch angehauchte Orchester-Musik mit Klängen wie von Walen und den Stimmen der Ureinwohner von Papua-Neuguinea.

Weitere Filmmusiken schrieb er u. a. für Produktionen wie Jennifer Lynchs Boxing Helena, Uli Edels Body of Evidence, Curtis Hansons Die Hand an der Wiege.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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