|
|
|
1999
erhielt Günter Grass den Nobelpreis für Literatur
für sein Lebenswerk. In der Hansestadt Lübeck befindet
sich das Günter-Grass-Haus mit dem überwiegenden Teil
seiner literarischen und künstlerischen Originalwerke.
Günter Grass ist Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Danzig,
heute Gdansk.
Günter Grass wurde 1927 im
damaligen deutschen (heute polnischen) Danzig geboren. Er stammt
aus einer Kaufmannsfamilie. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1944 als
Luftwaffenhelfer einberufen. Nach Kriegsende verblieb er bis 1946
in us-amerikanischer Gefangenschaft.
In den Jahren 1947/48 absolvierte er eine Steinmetzlehre in Düsseldorf. Danach studierte er von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf Graphik und Bildhauerei. Das Studium setzte er von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin als Schüler des Bildhauers Karl Hartung fort. Danach lebte er bis 1959 in Paris. 1960 zog er erneut nach Berlin, wo er bis 1972 wohnen blieb. In den Jahren 1956/57 begann Günter Grass neben ersten Ausstellungen von Plastiken und Graphiken in Stuttgart und Berlin schriftstellerisch tätig zu werden. Mit seinem Roman Die Blechtrommel stellte er sich als einer der ersten deutschsprachigen Schriftsteller den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs. Für den Roman erhielt er 1958 den Preis der Gruppe 47, deren Mitglied er seit 1957 war, 1965 wurde ihm der Büchnerpreis verliehen. Zu Günter Grass' wichtigsten Arbeiten zählen die Romane Katz und Maus (1961) und Hundejahre (1963), die zusammen mit Die Blechtrommel die Danziger Trilogie bilden; das Trauerspiel Die Plebejer proben den Aufstand, Aus dem Tagebuch einer Schnecke (1972), Der Butt (1979), Das Treffen in Telgte (1979), Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus (1980), Die Rättin (1986), Unkenrufe (1992), Ein weites Feld (1995), Mein Jahrhundert (1999) und Im Krebsgang (2002). Bis heute gab es zahlreiche Ausstellungen seiner Zeichnungen, Aquarelle, Druckgraphiken und Skulpturen im In- und Ausland. Interviews
Filmografie |
|
|
|


