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| Interview mit Harrison Ford |
Harrison Ford: Nein. Der Film ist ja auch so gemacht, dass die Geister, die sie sieht, ihrer eigenen Vorstellung entsprungen sein könnten. Ich selbst glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich baue auf die Wissenschaften, nicht auf Geister und Engel. Ich kann allerdings nachvollziehen, dass jemand daran glaubt. Manche Leute brauchen die Vorstellung, dass da noch etwas ist – das gibt ihnen Trost und Sicherheit.
Frage: Sie sind seit über 20 Jahren ein Star. Wie lebt es sich damit?
Harrison Ford: Ein Nachteil ist natürlich, dass ich nicht mehr anonym leben kann. Obwohl ich mich inzwischen damit abgefunden habe. Trotzdem: Schauspieler beobachten gerne andere Menschen. Aber wenn ich mich nicht verstecke oder verkleide, bekomme ich immer nur die Reaktion zu sehen, die durch meine Anwesenheit ausgelöst wird. Ich bin nun selbst der Beobachtete und nicht mehr der Beobachter.
Frage: In Schatten der Vergangenheit spielen Sie ausnahmsweise mal nicht den strahlenden Helden. Geben Sie lieber den Helden oder den Bösewicht?
Harrison Ford: Ich spiele meistens die Hauptrolle und das bedeutet, dass ich in der Regel der Held bin und nicht der Bösewicht. Das ist Aufgabe der Charakterdarsteller. Es kommt nicht oft vor, dass man mir wie in Schatten der Vergangenheit ein Drehbuch mit einem bösen Hauptdarsteller gibt. Außerdem ist meine Figur auch kein Bösewicht im klassischen Sinne, sondern einfach ein Mann mit Fehlern, der in einer tiefen Ehekrise steckt.
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