Interview mit Helmut Dietl

"Die Meinung des Individuums, Moderator oder Entertainer, wird immer weniger gefragt werden."

Helmut Dietl ist Regisseur und Produzent der deutschen Mediensatire Late Show. Frage: Werden wir irgend jemanden oder irgendeine Geschichte in Late Show wiedererkennen?

Helmut Dietl: Also wissen Sie, die Sache mit dem "Schlüsselfilm" begleitet mich schon mein Leben lang. Bei Rossini - oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief hat man ausgiebig diese Frage gestellt. Auch hier wird es wohl alle möglichen Leute geben, die sagen, da geht es darum, wie das beim Gottschalk alles so funktioniert hat. Und wer ist eigentlich die Figur, die Harald Schmidt spielt? Also ehrlich gesagt: Das interessiert mich genauso wenig, wie mich das bisher interessiert hat.

Ich meine, ich hab' nichts gegen die DisKusssion. Aber ich würde, selbst wenn ich könnte, gar keine Auskunft geben, weil diese Personen sind nicht - wie soll ich sagen - das Ergebnis einer journalistischen Arbeit. Late Show ist ja kein Dokumentarfilm: Die Personen sind die, die sie sind.

Dass der Radiomoderator, der dann zum Fernsehen kommt, von Gottschalk gespielt wird und dass Harald Schmidt den Chef eines Privatsenders spielt, ist eine zusätzliche Pikanterie. Und das ist es, was mit jetzt an der Sache gut gefällt: dass sich die Ebenen so verflechten. dass es einen doppelten und dreifachen Boden gibt in der ganzen Angelegenheit.

Frage: Also eine beabsichtigte Irritation des Zuschauers durch die Besetzung der männlichen Hauptrollen mit Thomas Gottschalk und Harald Schmidt?

Helmut Dietl: Ich hab es nicht auf Irritation angelegt, sondern ich denke mir nur: Im günstigsten Fall wird sich ein besonderer Bewußtseinsprozeß ergeben. Das ist eine reizvolle Angelegenheit, wenn man mit Fiktivem konfrontiert ist und sich gleichzeitig Realistisches mit Fiktivem mischt.

Frage: Von Helmut Dietl weiß man, dass er wenig Fernsehen schaut. Haben Sie zur Vorbereitung von Late Show mehr geschaut als sonst?

Helmut Dietl: Ich hab' mal gedacht, dass ich bei den Recherchen zu dieser Angelegenheit möglichst viel Fernsehen sollte. Aber das war dann gar nicht so schlimm. Dadurch, dass sich alles so ähnlich ist, hat es gereicht, dass man ein paar Sachen gesehen hat. Dann wußte man, die anderen sind auch so.

Inzwischen hat sich alles vermengt. Wenn man irgendwo hinzappt aus Versehen, kann man erst mal auch gar nicht mehr sagen: Ist es öffentlich-rechtlich, ist es privat? Welcher Private ist es? Und auch bei den Moderatoren, bis auf ganz wenige, die eine bestimmte merkfähige Persönlichkeiten haben - da ist auch alles austauschbar.

Die Meinung des Individuums, Moderator oder Entertainer, wird immer weniger gefragt werden. Diese Meinung und diese Themen werden ja von ganz anderen Interessen diktiert. Nämlich: Was bringt zu einem bestimmten Zeitpunkt die größte Quote.

Frage: In wie vielen Jahren, glauben Sie, könnte Late Show auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen spielen?

Helmut Dietl: Der könnte bereits heute schon dort spielen - absolut. Und ich glaube, niemand kann sich da so ein Feigenblatt davor hängen und sagen "das geht hier nur um Privatfernsehen".

Es geht nicht nur um Privatfernsehen und es geht auch nicht nur um Fernsehen. Es geht darum, wie man überhaupt mit Medien umgeht. Also welche Verantwortung man da eigentlich hat. Ich hab' auch schon in anderen Statements und Interviews gesagt, dass es höchste Zeit wird, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen sich auf seine eigentlichen Aufgaben besinnt und nicht diesen Quotenwettlauf, dieses Bergabrennen, weiter so betreibt, wie es bisher der Fall ist.

Das ist gesellschaftspolitisch, medienpolitisch und kulturpolitisch verhängnisvoll, und ich werde nicht aufhören, das so oft zu sagen, wie ich nur kann, weil das wird irgendwann jeden einzelnen betreffen und das Bewußtsein der Leute verändern.

Frage: Die Verantwortlichen argumentieren bei allen Entscheidungen mit dem Wunsch des Publikums. Woher kennen Sie den Zuschauer, "das unbekannte Wesen"?

Helmut Dietl: Sie kennen ihn ja nicht. Sie haben nur Angst. Und wenn man so große Angst hat, bemüht man sich immer herauszufinden, was andere wollen, anstatt herauszufinden, was man selber will. Der Zuschauer ist auch nur insofern "das unbekannte Wesen", weil keiner wissen kann, was er will.

Das Publikum ist nicht so blöd, wie manche Leute glauben. Ich hab' die Leute nie für blöd gehalten. Ich hab' auch erlebt - ein hochinteressantes Phänomen im Kino -, dass die Masse, das Kollektiv, oft intelligenter ist als der Einzelne. Im Begreifen von Handlungsabläufen, von Komik, von Humor oder sowas, reagiert Masse, Menge, im Kino schneller als Einzelne vor dem Fernsehen. Das führt eben auch dazu, dass man versucht, das Fernsehen mit so einer - wie soll ich sagen - banalen Erklärdramaturgie auszustatten.

Man läßt dem Publikum keine Chance mehr, selbst was zu denken, selbst was zu entdecken; weil man es für blöd hält.

Frage: Die Geschichte in Late Show kommt ins Rollen, weil ein Programmchef sich seines Programms schämt. Haben Sie solche Verantwortlichen im Fernsehen kennengelernt?

Helmut Dietl: Ich glaube, es schämen sich viele Leute ihrer Produkte. Sie geben es nur nicht zu. Nur kluge Leute geben es zu. Es gibt ja auch so ganz rare Exemplare, die häufig sehr erfolgreich sind, die einfach unerschütterlich an diesen Scheißdreck, den sie da machen, glauben. Das ist übrigens auch eine Qualität.

Wenn jemand die Leidenschaft an so einem Dreck hängt und ihn für das Größte hält, dann ist er eben auch erfolgreich. Ich kenne auch etliche, eher intellektuelle Leute in diesem Geschäft, bei denen plötzlich die Quotenwahl ausbricht und wo man sich fragt: Moment mal, was haben die denn damit zu tun?

Frage: Gibt es für Sie Glücksmomente bei der Arbeit mit dem Schauspielern?

Helmut Dietl: Ja, das gibt es immer wieder. Also eine interessante Sache ist, dass man irgendeine Szene schreibt und denkt, die sei gut gelungen. Dann spielen die Leute das und irgendwie haut es nicht hin. Dann stellt sich die Frage: Liegt es an der Szene? Hat man sie vielleicht doch nicht so gut geschrieben? Oder liegt es jetzt an den Schauspielern?

Und da ist mir oft passiert, dass gute Szenen einfach deswegen, weil die Schauspieler jetzt nicht so drauf waren an dem Tag - das hat ja auch mit der Tagesfor zu tun - plötzlich nicht so gut wurden und machen Szenen, die ich für eher mittelmäßig gehalten habe, wurde plötzlich durch eine hervorragende darstellerische Leistung sehr viel besser. Da hab' ich lieber diese Szene im Film behalten und die anderen weggeschmissen.

Frage: Die Schauspieler weisen auf Ihre Detailbesessenheit hin. Thomas Gottschalk erzählt, dass Sie einmal eine Wasserflasche auf einem Tisch fast eine Stunde ausgeleuchtet und hin- und her gedreht haben, bis Sie endlich zufrieden waren?

Helmut Dietl: Der Thomas neigt da vielleicht ein bisserl zur Übertreibung, weil er diese Art von Filmemachen nicht so gut kennt. Es waren vielleicht 10 Minuten. Regie zu führen und ein Bild herzustellen heißt ja, sich um jeden Teilaspetk dieses Bildes zu kümmern. In jedem anderen Beruf werden diese rein handwerklichen Dinge als völlig selbstverständlich angesehen.

In dem Moment, wo es sich um einen Film handelt, glauben die Leute, man sei ein Egomane. Nehmen Sie einen Chirurgen. Es würde auch keiner einem Chirurgen vorwerfen, dass er auf jedes Detail achtet bei einer Operation. Und Filmemachen ist mindestens so gefährlich wie operieren.

Frage: Was ist für Sie der interessanteste Bereich in der Regiearbeit?

Helmut Dietl: Für mich ist ja Arbeit nicht so eine wahnsinnige Freude. Ich reiß mich ja nicht ums Filmemachen, weil - es ist für miche eine wirkliche Qual.

Alos die Qual, das irgendwie so hinzukriegen, wie ich mir das vorgestellt habe. Da ist ja der Lustgewinn nicht so enorm. Aber wenn es dann eben mal funktioniert, dann ist er ganz gewaltig. Es ist eigentlich wie in jedem anderen Beruf auch.

Frage: Und was stört Sie als Regisseur am meisten?

Helmut Dietl: Ich hab' es nicht gern, wenn beim Film irgendwas anderes geschieht als das, was ich will. Das stört mich unendlich. Ich wäre - wenn es diese großen Studioproduktionen noch gäbe - der geborene Studioregisseur. Dan hat man alles in der Hand! Da hat man das Wetter in der Hand, da hat man das Licht in der Hand und da kann man Kunst machen, wenn man überhaupt von Kunst reden will oder von Dingen, die im weiteren Sinne damit zu tun haben - das sind die richtigen Voraussetzungen.

Aber wenn dann irgendwo ein Riesenlärm ist oder die Leute einen beim Drehen stören, weil sie Filme drehen für irgendeinen Firlefanz halten, das ist furchtbar.

Frage: Und dann geht auch noch in einem Kölner Hotel, in dem sie drehen, die Musik an ...

Helmut Dietl: Ja, dann ist plötzlich in einem großen Kölner Hotel die Musik angegangen. Das war eine wunderbare Sache. Als wir da gedreht haben, wurde plötzlich ein Brandalarm ausgelöst - nicht durch uns, sonderd durch irgendeine Fehlschaltung. Und da möchte man meinen, dass bei Brandalarm Leute alarmiert werden, das Hotel zu verlassen.

Es war aber dort nicht so, sondern da ertönte eine Berieselungsmusik, und die war auch nicht mehr zu stoppen. Die Absicht ist offenbar die Leute so lange ruhig zu halten, bis sie verbrannt sind und beim Hören dieser wunderbaren Musik nicht merken, was mit ihnen geschieht. Sehr interessant. Fast wie beim Fernsehen.

Frage: Thomas Gottschalk erlebt als Hannes Engel die Umwandlung eines ziemlich geraden menschlichen Charakters in ein Medienprodukt.

Helmut Dietl: Es ist wie bei allen Menschen, die so ganz bestimmte Überzeugungen haben und irgendwas wollen. Und gleichzeitig dann aber auch noch bestimmte Sehnsüchte haben, etwas anderes zu wollen. Sie glauben, dass sie das erreichen können unter Beibehaltunf ihrer Ursprungsqualitäten. Das ist aber nicht so. Denn da, wo der Mensch hin will, wenn er dann endlich angekommen ist, muss er feststellen, dass er irgendwo unterwegs verändert wurde.

Das ist wie bei Politikern, die aus Überzeugung angefangen haben und dann nur durch das Verleugnen von Überzeugungen überhaupt noch existieren können.

Hannes Engel startet in dem Film ja auch als Verweigerer. Diese Figur ist am Anfang gegen alles. Vor allem gegen das Fernsehen. Das ist so wie Leute, die sagen, dass sie gegen das Geld sind. Bus zu dem Moment, wo sie dann viel davon haben.

Frage: Maria Keller, gespielt von Veronica Ferres, will aber ehrlich sein mit sich selbst und ihren Gefühlen ...

Helmut Dietl: Was heißt schon ehrlich bei einem Schauspieler? Also ehrlich ist ja keine Qualität, erst einmal, für einen Schauspieler.

Die Frage ist die, ob die Darstellung gut ist. Insofern ist diese Figur eine, die einfach mit Leib und Seele Schauspielerin ist und mißbraucht wird und diesen Beruf, den sie zu hassen beginnt, hinschmeißen will und in dem Ausstieg ihr Heil sucht. Dann aber muss sie feststellen, dass sie es nicht kann, weil das ihre Leidenschaft ist.

Frage: ... und auch sie ist am Ende des Films nicht zufrieden.

Helmut Dietl: Am Anfang ist sie diejenige, der gesagt wird, was sie tun soll, sie sich sozusagen zu unterwerfen hat. Deswegen schmeißt sie ja dann den Kremper auch hin. Kaum ist sie in einer Machtposition, diktiert sie den anderen, was sie zu machen haben.

Frage: Conny Scheffer, gespielt von Harald Schmidt, entwickelt als Programmchef plötzlich einen Ehrgeiz, den keiner von ihm erwartet hat. Trotzdem muss er feststellen, dass er nicht der eigentliche Herr seiner Entscheidungen ist?

Helmut Dietl: Das ist ja oft so. Conny Scheffer hat auch erstmal versucht - da er die Sehnsucht nach dem Guten, Wahren und Schönen hatte - Qualität zu machen. Und da hat er halt sehr schnell feststellen müssen, dass mit Qualität, so wie er es sich vorstellt, offenbar nichts zu machen war. Also hat er es andersherum probiert, hat aber eben gelitten darunter.

Also ist er auf jeden Fall nicht einer von denen, die mit den Dingen einfach zufrieden sind. Aber nicht nur, weil sie nicht die Qualität bringen, sondern auch weil sie erfolglos sind.

Frage: Conny Scheffer weiß aber lange nicht, dass er ferngesteuert wird.

Helmut Dietl: Nein, dass weiß er nicht. Er denkt, wenn er Erfolg hat, dann ist das prima, dann wird ihn das retten. Jetzt hat er einen großen Erfolg mit dieser ersten Hannes Engel Show und muss plötzlich feststellen, dass das in diesem Moment von seinem Finanzier gar nicht gewünsch war.

Das ist ungefähr so, wie wenn ein Feldherr eine Schlacht gewinnt und dann zu seinem Erstaunen feststellen, dass sein Kaiser an diesem Sieg gar nicht interessiert war. Weil - dem Kaiser ging's nicht um die Schlacht sondern um den Krieg.

Frage: In eine ähnliche Richtung geht der Sensationsreporter Tschurli Nowak.

Helmut Dietl: Ich wollte eigentlich nur zeigen, dass man nicht glauben soll, dass man alleine in so einem Netzwerk irgendwas bewegen könnte. Sondern dass man immer abhängig ist von den anderen. Es gibt immer welche, die sind auf jeden Fall noch mächtiger.

Frage: August Beer erscheint ja völlig leidenschaftslos. Er kauft und verkauft alles, was irgendwie Geld bringen kann. Haben Sie solche Menschen kennengelernt ind der Medienlandschaft?

Helmut Dietl: Ich kenne viele Leute und solche auch. Die sind aber nicht leidenschaftslos. Das ist nur eine andere Leidenschaft. Leute, die so weit kommen wie so ein Beer, mussten irgendeine große Leidenschaft haben und müssen sie noch immer haben. Sonst geht es nicht.

Das ist halt eine andere Dimension. Gut oder schlecht. Das ist, glaube ich, überall so. Und in den Medien auch.

Frage: Das ist ja das Erschreckende im Film, dass der Beer ein Spieler ist und dass es ihm um ein Spiel geht. Um Inhalte geht es ihm gar nicht?

Helmut Dietl: Nein. Wenn es ihm um Inhalte ginge, dann würde das ja seine Geschäfte stören, das kann er nicht brauchen. Aber wie weit es dann so jemanden um Inhalte geht oder nicht, das ist nicht so leicht zu sagen. Solchen Leuten geht es sicher auch um irgendwas.

Politisch oder sonstwie. Oder sie haben Sendungsbewußtsein in irgendeiner Form. Es ist allerdings sehr wohl ein Unterschied, ob man mit Baumwolle oder mit Bewußtsein handelt.

Frage: Warum haben Sie für die Rolle des "lieben Gott" Otto Schenk ausgesucht?

Helmut Dietl: Ich brauchte jemanden, der so ein selbstverständliche Autorität verkörpert, Gelassenheit und einen gewissen Unterhaltungswert, in seiner jovialen Art. Es ist ja viel interessanter, wenn es liebeswürdige Herren sind. Sind die ja auch in der Tat: Reitende, charmante, liebeswürdige Herren ...

Frage: Cala Sperling, gespielt von Jasmin Tabatabai, versucht sich in der von Männern dominierten Fernsehwelt durchzubeißen. Dazu sind ihr alle Mittel recht?

Helmut Dietl: Die bemüht sich halt zu überleben. Wahrscheinlich war sie irgendwann mal eine Assistentin. Dann wurde sie die Geliebte des Programmchefs. Aber sie ist ja nicht nur seine Geliebte, sondern sie ist ja diejenige, die diesmal erst mal sehr schwachen Mann hilft, weil er kein böser, durchtriebener Mensch ist, sonder eigentlich ein Idealist, der allerdings seinen Idealismus nicht mit einer klaren Vorstellung von Machtausübung verbinden kann.

Carla schützt ihn. Sie macht seine Geschäfte. Sie hilft ihm. Ohne sie wäre er gar nichts. Sie muss immer in den Dreck. Sie muss immer an die Front, weil Scheffer, wie sie sagt, einfach ein Schlappmann ist. Das ist interessant. Das müssen ja viele Frauen. Viele Frauen wissen, dass ihre Männer Schlappmänner sind und dass sie den Karren aus dem Dreck ziehen müssen. Und zwar jeden Tag zu Hause und in ihrem Beruf.

Frage: Mit welchem Gefühl, hoffen Sie, werden die Zuschauer aus Ihrem Film rausgehen?

Helmut Dietl: Das weiß ich nicht. Ich mach meine Filme ja nicht nach einem bestimmten Design, dass ich mir sage: Wie geschmeidig muss sich der Gegenstand anfühlen, dass sich die Hand, wenn sie ihn verläßt, dann noch geschmeichelt fühlt? Ich mach halt meinen Film.

Frage: Glauben Sie, dass die Zuschauer sagen werden: "Ich hab mir ja immer schon gedacht, dass es so zugeht beim Fernsehen"?

Helmut Dietl: Die einen werden wohl denken: "Aha, so geht es da zu". Die anderen werden sich sagen: "Das hab' ich mir immer schon gedacht". Aber sie werden keine völlig fremde Welt kennenlernen. Fremd wäre es ja nur, wenn die Verhaltensweise an sich fremd wäre.

Welchen Strang man auch immer in dem Film nimmt: Das sind ja allgemeine menschliche Verhaltensweisen, die finden ja nicht nur in einem bestimmten Milieu statt, sondern überall.

Insofern denke ich, wird einem vieles sehr bekannt vorkommen. Und nicht nur aus dem Schowgeschäft. Sondern aus dem eigenen Leben. An das eigene Leben wird man erinnert - im günstigen Fall.

Helmut Dietl

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Archiv © 1994 - 2010 Dirk Jasper