Henry Fonda ?
* 15. Mai 1905 in Grand Island, Nebraska, USA • ? 12. August 1982 in Los Angeles, Kalifornien, USA • Schauspieler • Biographie • Oscars • Filmografie •
Henry Fonda Biographie Als Henry Fonda 1982 im Alter von 77 Jahren starb, ging mit ihm ein Stück Filmgeschichte, nahm eine der Hollywoodgrößen der ersten Stunde Abschied für immer - wenngleich er mit seinen über 80 Spielfilmen auch heute noch in den Herzen seiner Fans fortlebt. Bis zuletzt stand er erfolgreich vor der Kamera, für seine Rolle in seinem letzten Film Am goldenen See (1981) erhielt er den ersten "richtigen" Oscar seines Lebens, nachdem er ein Jahr zuvor bereits für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Osacar ausgezeichnet worden war.

Eigentlich wollte der Sohn eines Druckers Journalist werden, doch aus finanziellen Gründen warf er vorzeitig das Handtuch und heuerte 1925 beim Theater an: Dorothy Brando (die Mutter von Marlon Brando) holte ihn auf die Bühne. Als Direktorin des Theaters in Omaha hatte die Henrys Talent sofort entdeckt und verschaffte ihm drei Jahre lang kleine Rollen.

1928 ging Fonda, der später behauptete, er wäre "nie selbst auf die Idee gekommen, Schauspieler zu werden", nach New York und schloß sich den University Players an, einer Gruppe junger Darsteller, zu der auch Margaret Sullavan und James Stewart gehörten.

Über Jahre hielt er sich mit kleinen Rollen und als Bühnenbildner über Wasser, bevor er 1934 am Broadway zwei große Erfolge landete, die ihm prompt den Sprung nach Hollywood bescherten. Für die 20th Century-Fox verfilmte er einen seiner Broadway-Hits: Der Farmer will heiraten (1935). Er überzeugte auf Anhieb Kritik und Publikum und bekam die Chance, für die renommiertesten Regisseure Hollywoods zu spielen: Fritz Lang ("Du lebst nur einmal"), William Wyler ("Jezebel"), Henry King ("Jesse James - Mann ohne Gesetz").

Er wirkte in zahlreichen längst zu Klassikern avancierten Streifen mit, so in Gehetzt (1937) und in der Komödie Die Falschspielerin (1941). In den 40er Jahren begann auch die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Henry Fonda und John Ford. Filme wie Der junge Mr. Lincoln, Trommeln am Mohawk, Früchte des Zorns, der ihm seine erste Oscar-Nominierung einbrachte, und Bis zum letzten Mann.

Diese Filme machten den Schauspieler zu einer der beliebtesten Starpersönlichkeiten Hollywoods und begründeten sein Image: Stets verkörperte er in seinen Filmen das Ideal des anständigen, aufrechten und unbestechlichen Amerikaners. Durch seine eindrucksvollen und unaufdringlichen darstellerischen Fähigkeiten gelang ihm am Himmel Hollywoods ein kometenhafter Aufstieg.

Nach Rückkehr von seinem Kriegseinsatz setzte er seinen erfolgreiche Filmarbeit zunächst fort, nach dem Selbstmord seiner zweiten Ehefrau verschwand er jedoch für fünf Jahre von der Leinwand, übernahm nur hin und wieder kleine Rollen am Theater. Erst 1955 kehrte er zu Film zurück, dem er 1957 mit Die zwölf Geschworenen ein weiteres Glanzlicht bescherte. Er wirkte seit Mitte der 50er Jahre aber auch verstärkt beim Fernsehen und seit den 60er Jahren auch in weniger anspruchsvollen Kinoproduktionen mit.

Dann verpflichtete ihn Sergio Leone 1968 für Spiel mir das Lied vom Tod, in dem er als kaltblütiger Revolverheld eine seiner beeindruckendsten Darstellungen zeigte.

In den siebziger Jahren konzentrierte sich Henry Fonda wieder verstärkt aufs Theater und ging auf Amerika-Tournee. Zwar wirkte er danach auch immer wieder in diversen Kinoprodukten mit, konnte aber nicht an die alten Erfolge anknüpfen und arbeitete deshalb immer häufiger für das Fernsehen (Die Smith Familie).

Die gebührende Anerkennung für seine beeindruckende schauspielerische Leistung erhielt Fonda erst kurz vor seinem Tod: 1978 wurde dem schwer herzkranken Star der Life Achievement Award und 1981 der Oscar für sein Gesamtwerk verliehen.

Den "Oscar" als bester Hauptdarsteller bekam er 1982 für Am goldenen See, einen gefühlvolle Familiengeschichte, in der er zum ersten Mal gemeinsam mit seiner Tochter Jane vor der Kamera stand.

Seine beiden Kinder aus erster Ehe, Jane Fonda und Peter Fonda, wurden ebenfalls gefeierte Hollywood-Stars.


Oscars
Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
© 1994 - 2010 Dirk Jasper