| Herbert Achternbusch |
| * 23. November 1938 in München, Bayern, Deutschland, als Herbert Schild • Schauspieler, Regisseur, Autor, Produzent, Schriftsteller, Maler • Biographie • Filmografie • Adresse: Parkstraße 1, 82131 Buchendorf • |
Biographie
Herbert
Achternbusch wurde 1938 unehelich geboren und erst 1960 von
seinem leiblichen Vater adoptiert. In der Zwischenzeit wuchs er bei
der Großmutter im Bayrischen Wald auf.
Nach dem Abitur studierte Achternbusch in München und Nürnberg einige Semester Kunst, fertigte Plastiken und schrieb; seine Gedichte werden 1964 erstmals veröffentlicht.
Nach einigen Schmalfilm-Experimenten Anfang der 70er Jahre lernte Achternbusch die Filmemacher Werner Herzog, Volker Schloendorff und Magarethe von Trotta kennen, die ihn in seinere Arbeit bestärkten.
Kaum beachtet vom großen Publikum hat der Filmemacher Herbert Achternbusch seit seinem Kino-Debüt Das Andechser Gefühl, (1974) bis heute 24 Spielfilme realisiert, ein kontinuierlich entwickeltes Werk, in dem Komik und Verzweiflung näher zusammenliegen als bei irgendeinem anderen deutschen Filmemacher.
Dennoch erfuhr er die wirksamste Aufmerksamkeit ausgerechnet durch Attacken vorwiegend bayerischer Politiker, vor allem mit den Blasphemie-Vorwürfen gegen seinen Film Das Gespenst (1982). Im Januar 1996 wurde Achternbusch mit dem Bielefelder Friedrich Wilhelm Murnau-Filmpreis ausgezeichnet.
"Das imperiale Gesetz dieser Welt ist Verständnis. Jeder Punkt dieser Welt muss von jedem anderen Punkt dieser Welt aus verstanden werden. Das hat zur Folge, dass jeder Punkt auf der Welt jedem anderen Punkt gleichen muss." Das schrieb Achternbusch, und dagegen leistete er Widerstand und harrte aus. Während sich nicht wenige seiner Kollegen auf sichere Positionen zurückgezogen haben, betätigte er sich als Kundschafter im Niemandsland; in ihm gelten eigene Gesetze mit einer eigenen Filmsprache.
Es ist die tägliche Einübung in ein normiertes Kino, die Achternbuschs Filme als schwierig erscheinen läßt, doch sie sind, läßt man sich auf ihre Methode ein, von hinreißender Stringenz.
Herbert Achternbusch ist Vater von inzwischen vier Kindern. Er lebt mit ihnen und seiner Frau Gerda in einem ehemaligen Wirtshaus in Buchendorf bei München.
Auszeichnungen: Deutscher Filmpreis: Filmband in Silber für "Das letzte Loch". Preis der deutschen Filmkritik für "Das letzte Loch". Locarna-Spezialpreis für "Das letzte Loch".
Filmografie
- 1971: Das Kind ist tot (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1972: 6. Dezember 1971 (Regie, Produzent)
- 1974: Das Andechser Gefühl (Regie, Darsteller, Autor)
- 1974: (TV): Übernachtung in Tirol (Darsteller)
- 1974: Jeder für sich und Gott gegen alle (Darsteller)
- 1976: Die Atlantikschwimmer (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1976: Herz aus Glas (Autor)
- 1977: Servus Bayern (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1977: Bierkampf (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1978: Der junge Mönch (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1980: Der Neger Erwin (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1980: Der Komantsche (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1981: Das letzte Loch (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1982: Der Depp (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1982: Die Olympiasiegerin (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1982: Das Gespenst (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1984: Wanderkrebs (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1984: Rita Ritter (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1985: Blaue Blumen (Regie, Produzent)
- 1986: Heilt Hitler (Regie, Darsteller, Produzent)
- 1987: Punch Drunk (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1988: Wohin? (Regie)
- 1989: Mix Wix (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1991: I Know The Way To The Hofbrauhaus (Regie)
- 1993: Ich bin da, ich bin da (Regie, Darsteller, Produzent, Autor)
- 1994: Ab nach Tibet (Regie, Darsteller)
- 1995: Hades (Regie, Darsteller)
- 1997: Picasso in München (Regie)
- 1998: Neue Freiheit - keine Jobs (Regie, Darsteller, Autor)
- 1998: Drifting Bottles (Darsteller)
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