Horst Frank ?
* 28. Mai 1929 in Lübeck, Schleswig-Holstein, Deutschland, als Horst Bernhard Wilhelm Frank • ? 25. Mai 1999 in Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland • Schauspieler • Biographie • Filmografie •
Horst Frank Biographie Der Sohn eines Kaufmanns machte eine Lehre im Import-Export Geschäft. Von 1947 bis 1949 absolvierte er dann in Hamburg seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater, durch Jobs als Nachtwächter und Babysitter finanzierte er sein Studium. Die Abschlußprüfung bestand er nicht, bekam aber 1950 trotzdem sein erstes Engagement.

Er spielte bis Ende der 50er Jahre an mehreren deutschen Theater-Bühnen, bis er sich ganz auf seine Filmarbeit konzentrierte. 1956 bekam er seine erste Filmrolle als zynischer Feigling in Alfred Weidenmanns Kriegsfilm Der Stern von Afrika.

Nach ersten Filmen in Soldatenrollen wurde Horst Fank im deutschen Kino schnell populär - er spielte vorwiegend Bösewichte, die er wie kaum ein anderer durch seine wächserne Miene, kalte Augen und einen sadistischen Zug im Ausdruck darstellen konnte. Vor allem in den Hamburg-Krimis von Regisseur Jürgen Roland bekam er diesen Stempel.

Ab 1959 arbeitete er auch im Ausland, vor allem in Italien,und Frankreich. Von 1961 bis 1963 lebte Frank in Tanganjika als Gemüse- und Kaffeepflanzer. 1973 nahm er wieder Bühnenrollen an. Er war regelmäßig und ausführlich während seiner gesamten Karriere beim Fernsehen beschäftigt.

Später spielte er in europäischen Co-Produktionen in Frankreich und Italien eine Reihe Komödien- Action- und Italowesternrollen. Er ist zwar auch mehrfach als sympatischer Held aufgetreten, hatte damit aber weniger Erfolg.

In den letzten Jahren arbeitete er für das Fernsehen, meist in der Rolle als Bösewicht in TV-Serien.

Seine Memoiren, die 1981 erschienen, nannte er Leben heißt Leben.

Aus Horst Franks erster Ehe stammt ein Sohn, mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Chariklia Baxevanos, hat er eine Tochter. Seine vierte Frau war die Schauspielerin Brigitte Kollecker.

Horst Frank starb im Mai 1999 in der Heidelberger Uniklinik an Herzversagen.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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