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BiographieSelten sind Rolle und Person fürs Publikum mit den Jahren so nahtlos verschmolzen wie bei dem Wuppertaler Beamtensohn, der von 1973 bis 1998 in insgesamt 281 Folgen den unerschütterlichen Münchner Kommissar spielte.Als Stephan Derrick wurde Horst Tappert zur Institution. Er überlebte auch Schlussfolge 281 und wechselte 1998 in "Das Abschiedsgeschenk" (Erstsendung 16. Oktober 1998) auf eigenen Wunsch auf einen Chefposten bei der europäischen Kripo-Behörde Interpol. Die Krimiserie wurde in mehr als 100 Länder verkauft. Es war der 30. Juli 1973, vormittags, als der gelernte Theaterschauspieler erstmals als Kommissar Stephan Derrick (für "Der Mitternachtsbus", Erstsendung: 20. Oktober 1974, ZDF) vor die Kamera trat. Bis dahin hatte Horst Tappert sein Geld unterwegs an deutschen Bühnen und in drei Dutzend TV-Filmen, vorzugsweise Krimis à la Jerry Cotton, Francis Durbridge und Edgar Wallace verdient. Einen Namen machte er sich allerdings vor allem 1966 mit der Rolle des Chefs der englischen Posträuberbande in dem Dreiteiler "Die Gentlemen bitten zur Kasse". Horst Tappert, gelernter Kaufmann, begann seine künstlerische Karriere 1945 nach Kriegsgefangenschaft an einem kleinen Theater in Stendal (Sachsen-Anhalt), wo er sich als Buchhalter vorgestellt hatte. Man fragte ihn, warum er nicht Schauspieler werden wolle. Kurz darauf spielte er in "Die Flitterwochen" den Dr. Striebel. Von Paul Rose erhielt Horst Tappert ab 1946 Schauspielunterricht. Seine Theater-Engagements führten ihn von Göttingen über Kassel und Bonn bis an die Kammerspiele nach München (1956 - 1967). 1957 heiratete er seine erste Frau Ursula. Nach Derrick standen für Horst Tappert die Veröffentlichung seiner Biografie "Derrick und ich - Meine zwei Leben" sowie einige TV-Projekte mit dem ZDF auf dem Programm. Dem Bundesverdienstkreuz- und Verdienstorden-Träger Horst Tappert wurden diverse Ehrungen zu Teil, darunter auch eine Ernennung zum "Kriminalhauptkommissar ehrenhalber". 1998 nahm er den Telestar für sein Lebenswerk entgegen. InterviewsFilmografie
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