Ivan Reitman
* 26. Oktober 1946 in Komarmo, Tschechoslowakei • Regisseur, Produzent, Autor • Biographie • Oscars • Filmografie •
Regisseur Ivan Reitman Biographie Ivan Reitman wurde in der früheren Tschechoslowakei geboren und emigrierte im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern nach Toronto in Kanada.

Ivan Reitman war für viele erfolgreiche und zeitlose Komödien der letzten beiden Jahrzehnte verantwortlich. Als Regisseur und Produzent schuf er Filme, die über 2,5 Milliarden Dollar eingespielt und die Karrieren zahlreicher populärer Stars angeschoben haben.

Zwei von Reitmans frühen Regie-Erfolgen waren die Komödien Babyspeck und Fleischklößchen (1979) und Ich glaub', mich knutscht ein Elch (1981), die Bill Murray zum Box-Office-Star machten. Im Jahr 1984 taten sich Murray und Reitman erneut zusammen, um ihre bisher erfolgreichste Komödie zu drehen: Reitman produzierte und inszenierte Ghostbusters (1984) mit Murray, Sigourney Weaver, Dan Aykroyd, Harold Ramis, Ernie Hudson, Rick Moranis und Annie Potts. Der Film wurde zu einem Blockbuster, der dem amerikanischen kulturellen Lexikon die Phrase "Who ya gonna call?" zufügte. Fünf Jahre später kamen die Stars wieder zusammen, um Ghostbusters II (1989) zu drehen, den ebenfalls Reitman inszenierte und produzierte.

Darüber hinaus inszenierte und produzierte Reitman Zwillinge (1988), der den Actionstar Arnold Schwarzenegger neben Danny De Vito in einem ganz neuen, komödiantischen Licht zeigte. Reitman führte später auch bei den Schwarzenegger-Komödien Kindergarten Cop (1990) und Junior (1994) Regie. Beide Filme stellte er auch als Produzent her. Außerdem inszenierte und produzierte er Staatsanwällte küsst man nicht (1986) mit Robert Redford und Daryl Hannah, Dave (1993) mit Kevin Kline und Sigourney Weaver, Ein Vater zuviel mit Robin Williams und Billy Crystal und Sechs Tage, Sieben Nächte mit Harrison Ford und Anne Heche.

Auch die legendäre Komödie Ich glaub, mich tritt ein Pferd (1978), die John Belushi in den Star-Himmel katapultiert hatte, wurde von Ivan Reitman produziert. Zuletzt war er als Ausführender Produzent für die Sommerkomödie Road Trip verantwortlich. Zu seinen weiteren Credits als Produzent zählen Space Jam, der Live action, Zeichentrick und Michael Jordan zusammen brachte, Ein Hund namens Beethoven (1992), Eine Familie namens Beethoven (1993) und Private Parts - Dirty Radio (1997) mit dem US-Radiotalker Howard Stern.

Für seine Arbeit als Ausführender Produzent des HBO-TV-Movies Die Jay Leno-Story (1996) wurde Reitman mit einer Emmy Award-Nominierung geehrt. Zu seinen weiteren TV-Arbeiten gehören die Samstagmorgen-Zeichentrickserie Beethoven und die Emmy-nominierte Serie The Real Ghostbusters.

Neben seiner Arbeit hinter der Kamera produzierte Reitman in den frühen Jahren seiner Karriere die Bühnenshow Spellbound, die sich zu dem langlebigen Broadway-Musical The Magic Show mit Doug Henning entwickelte. Später kehrte er an den Broadway zurück und produzierte und inszenierte das Musical Merlin, ebenfalls mit Henning in der Hauptrolle. Reitman wurde für Merlin in den Kategorien Bestes Musical und Bester Regisseur mit jeweils einer Tony Award-Nominierung geehrt.

Zurzeit ist Reitman zuammen mit Tom Pollock Vorstand der Montecito Picture Company, die einen First-Look-Deal mit DreamWorks abgeschlossen hat. Evolution ist der zweite Film, der nach diesem Deal produziert wurde. Demnächst kommt Killing Me Softly (2001) in die Kinos, den Reitman als Ausführender Produzent betreut hat.


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