Jack Lemmon ?
* 8. Februar 1925 in Boston, USA, als John Uhler Lemmon III • ? 27. Juni 2001 in Los Angeles, Kalifornien, USA • Schauspieler, Regisseur • Biographie • Oscars • Filmographie •
Biographie Als erster Darsteller gewann Lemmon sowohl den Oscar als Bester Darsteller (Rettet den Tiger) als auch als Bester Nebendarsteller (Mister Roberts / Keine Zeit für Heldentum). Er ist der einzige Schauspieler, unter dessen Regie ein anderer Darsteller für den Oscar nominiert wurde (Walter Matthau in Kotch / Opa kann's nicht lassen). Und er bleibt der bisher einzige Schauspieler, der zweimal in Cannes als Bester Darsteller ausgezeichnet wurde (für The China Syndrome / Das China-Syndrome und Missing / Vermisst).

1991 erhielt Jack Lemmon für Glengarry Glen Ross den Darstellerpreis vom National Board of Review und auf dem Filmfest in Venedig. 1988 wurde er mit dem Life Achievement Award des American Film Institute geehrt.

Außerdem gewann er für seine Leistungen Darstellerpreise in England (dreimal), Deutschland, Canada (zweimal) und Italien (zweimal), dazu mehr als ein Dutzend weiterer internationaler Preise. Insgesamt wurde er achtmal für den Oscar nominiert.

Der als John Uhler Lemmon III am 8. Februar 1925 in Boston geborene Jack Lemmon studierte an der Harvard University, wo er als Vorsitzender der berühmten Studentenverbindung Hasty Pudding Club fungierte. Ende der 40er Jahre versuchte er dann sein Glück in New York. Seinen Einstand im Showbusiness gab er als Showmaster auf der Bühne der Old Knick Music Hall. Er übernahm Rollen in den Soap Operas des Radios und im neu eingeführten Fernsehen. Insgesamt trat er in etwa 500 Sendungen auf, die damals vorwiegend live ausgestrahlt wurden. Etliche Shows hat er selbst produziert. Während der Sommermonate übernahm er Rollen beim Tourneetheater. Seine erste Bühnenrolle spielte er in "Room Service".

In seinen ersten beiden Spielfilmen war Jack Lemmon der Partner von Judy Holliday: It Should Happen to You und Phffft! (Eine glückliche Scheidung). Bereits mit seiner vierten Kinorolle in Keine Zeit für Heldentum gewann er den Oscar als Leutnant-zur-See Pulver. Mit Regisseur Billy Wilder arbeitete Lemmon erstmals 1959 zusammen: In der klassischen Farce Manche mögen's heiß war er Partner von Tony Curtis und Marilyn Monroe. Der Hit zog etliche weitere Billy Wilder-Filme nach sich: Das Appartement (Oscar als Bester Film, 1960), Das Mädchen Irma La Douce, Der Glückspilz, erstmals im Team mit < Walter Matthau), Avanti, Avanti!, Extrablatt und Buddy Buddy.

Wie kaum ein Komiker hat Lemmon auch Lorbeeren mit dramatische Rollen gesammelt: Die Tage des Weines und der Rosen, der Oscar für Rettet den Tiger, Das China-Syndrom, Ein Sommer in Manhattan, Vermißt, Die Auseinandersetzung, That's Life - So ist das Leben, Dad, John F. Kennedy - Tatort Dallas, Short Cuts und Glengarry Glen Ross. In dieses Fach gehören auch die Fernsehrollen Der Entertainer, Long Day's Journey into Night und Der Fall Mary Phagan.

Jack Lemmons komische Rollen sind Legion: Wie bringt man seine Frau um?, Das große Rennen rund um die Welt, Nie wieder New York, Das Nervenbündel und natürlich Ein seltsames Paar mit Walter Matthau als Partner. Dieser Hit war die Vorlage zur Fernsehserie Männerwirtschaft mit Tony Randall.

1972 gewann Lemmon den Emmy für die Moderation der TV-Show 'S Wonderful, 'S Marvelous, 'S Gershwin. Nominiert wurde er für The Entertainer. Er hat auch mehrfach die Oscar-Präsentation moderiert.

Jack Lemmon war seit 1962 in zweiter Ehe mit seiner Kollegin Felicia Farr verheiratet (mit der er pikanterweise in That's Life Ehebruch begeht). Sein Sohn Chris aus erster Ehe ist selbst Musiker und Schauspieler. In That's Life spielt er Jacks Sohn, in Dad stellt er Jack als jungen Mann dar.

Am 27. Juni 2001 starb Jack Lemmon in Los Angeles im Beisein von Ehefrau Felicia, Sohn Christopher, Tochter Courtney und Stieftochter Denise im USC Norris Krebshospital.


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Dirk Jasper FilmLexikon
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