James Cameron
* in Kapuskasing, Ontario, Kanada • Regisseur, Autor, Produzent, Cutter • Biographie • Oscars • Filmografie •
James Cameron Biographie Regisseur, Autor, Produzent und Cutter James Cameron wurde in Kapuskasing, im kanadischen Ontario geboren und wuchs in Niagara Falls auf. 1971 zog er nach Brea, Californien, wo er Physik am Fullerton College studierte und sich seine Brötchen als Maschinist und später als LKW-Fahrer verdiente. 1987, als er sein Augenmerk auf eine Filmkarriere gerichtet hatte, sammelte Cameron von einem Zahnarzt-Konsortium Geld, um einen 35 mm-Kurzfilm zu produzieren. Damals fungierte er als Produzent, Regisseur, Co-Autor, Cutter, Miniaturbauer, Kameramann und Supervisor für Spezialeffekte.

1980 führte seine Arbeit an dem Kurzfilm zu einer Position bei Roger Cormans New World Pictures für Sador - Herrscher im Weltraum. In der wahnwitzigen Welt des Low-Budget-Guerilla-Filmemachens fand Cameron seine Heimat bei der Produktion, die ihm wiederum erlaubte, mehrere Funktionen zu erfüllen: u. a. Miniaturbauer, Model Unit DP und Matte Painter. Viel wichtiger war aber, dass er der Art Director der ersten Unit wurde und die Energie am Set ihn zu faszinieren begann.

Da er unbedingt Regie führen wollte, stellte Cameron seinen Produktionsdesigner-Job bei nächstem Corman-Film Planet des Schreckens zur Verhandlung und wandelte ihn in den Second Unit Regisseur um. Als die Produktion hinter dem Zeitplan zurückfiel, bat Corman ihn, einige Szenen mit den Hauptdarstellern zu drehen. Da Cameron die Arbeit mit den Schauspielern sehr aufregend fand, begann er ein Skript vorzubereiten, das er selbst verfilmen wollte.

1982 schrieb Cameron Terminator und hoffte, seine Erfahrunge in Effekten und Design mit einem Low-Budget-High-Impact-Ausdrucksmittel koppeln zu können, das unabhängig Finanziers finden würde. Nach zwei mageren Jahren brachte Cameron den Film schließlich als Hemdale / HBO-Koproduktion, die von Orion herausgebracht wurde, vor die Kameras. Obwohl der Film nur sechs Mio. Dollar gekostet hatte, erhielt er internationalen Beifall, erschien auf zahlreichen Bestenliste (u. a. auf das des Time Magazin) und spielte über 80 Millionen Dollar weltweit ein.

Während er auf die Finanzierung des Terminator gewartet hatte, schrieb Cameron zwei Drehbücher, um beschäftigt zu sein. Innerhalb von drei Monaten verfaßte er (mit Sylvester Stallone) das Skript zu Rambo II und Aliens - Die Rückkehr , der Fortsetzung zu Science Fiction-Klassiker Alien von 1979. Rambo II wurde zum internationalen Mega-Hit und spielte weltweit über 250 Millionen Dollar ein.

Nach dem Erfolg von Terminator nahm Cameron die Regie für Aliens - Die Rückkehr an und stürzte sich 1985 in die Produktion. Gedreht in England und gestartet im Sommer 1986, erhielt Aliens - Die Rückkehr sieben Oscar-Nominierungen, einschließlich der für die Beste Weibliche Hauptrolle für Sigourney Weaver. Der Film gewann Oscars in den Sektionen Best Visual Effects und Best Sound Effects. "Aliens" wurde zu einem der erfolgreichsten R-rated Filme aller Zeiten, spielte über 180 Mio. Dollar weltweit ein.

Von 1988 bis 1989 schrieb und drehte Cameron sein nächstes Projekt, das Unterwasser-Epos Abyss, welches nach 18 Monaten fertiggestellt war. Es spielten Ed Harris, Michael Biehn und Mary Elizabeth Mastrantonio, der Film erhielt vier Oscar-Nominierungen. Abyss eröffnete neue Dimensionen visueller Effekte durch die Kreation fotorealistischer Computeranimationen. Ergebnis waren ein Oscar in der Sparte Best Visuel Effects und das Einspiel von über 110 Mio. Dollar weltweit.

Dann produzierte Cameron Gefährliche Brandung, bei dem Kathryn Bigelow die Regie führte. Cameron fungierte als Ausführender Produzent des Films, der über 100 Millionen Dollar weltweit einbrachte und die Video-Besten-Listen für fünf Wochen anführte.

Als Autor, Produzent und Regisseur von Terminator 2: Tag der Abrechnung erreichte Cameron eine neue Hochwassermarke in Sachen Action und Visual Effects. Aufbauend auf Techniken, die schon in Abyss Pionierarbeit geleistet hatten, arbeitete er mit ILM zusammen, um computergenerierte Bilder zu schaffen für diese visuelle Tour de Force, die global bekannt wurde als Terminator 2: Tag der Abrechnung rund über 500 Millionen Dollar weltweit einspielte, dazu fast eine Milliarde Dollar Nebeneinkünfte brachte.

Zusätzlich zu diesen Box-Office-Erfolg konnte Terminator 2: Tag der Abrechnung sechs Oscar-Nominierungen verbuchen und gewann vier davon: Best Makeup, Sound, Visual Effects und Sound Effects Editing. Außerdem bekam Terminator 2: Tag der Abrechnung den Ray Brandbury Award für Dramatic Screenwriting, fünf Saturn Awards von der Academy Of Science Fiction, Fantasy And Horror und sechs MTV Movie Awards. Terminator 2: Tag der Abrechnung gewann ebenfalls den People's Choice Award und bekam Ehrungen bei den Video Software Dealers Awards und der ersten der jährlichen Laser Disc Awards.

1994 schrieb Cameron, produzierte und führte Regie bei der Action-Komödie True Lies mit Arnold Schwarzenegger und Jamie Lee Curtis. Dieser Flaggschiff-Film für Camerons Produktionsfirma Lightstorm Entertainment und der erste Film mit Spezialeffekten von seinem eigenen Effects Studio, Digital Domain, spielte über 365 Millionen Dollar weltweit ein.

Im Jahr darauf präsentierte Lighstorm Kathryn Bigelows Strange Days nach einem Drehbuch von Cameron und Jay Cooks. Cameron produzierte mit Steven Charles Jaffe. Ebenfalls 1995 wurde Cameron von der National Association Of Theatre Owners, die gleiche Organisation, die Ihn schon früher mit dem Director Of The Year Award ausgezeichnet hatte, mit dem Producer Of The Year Award geehrt. Zusätzliche ehrte die Laser Disc Association ihn mit dem Laser Beam Award als Anerkennung für den Verkauf einer halben Million seiner vielgepriesenen Laser Discs.


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