Jane Campion
* in Wellington, Neuseeland • Regisseurin, Drehbuchautorin • Biographie • Oscars • Filmografie •
Jane Campion Biographie Die in Wellington geborene Neuseeländerin Jane Campion schloß 1975 ihr Anthropologie-Studium an der Victoria-Universität ihrer Heimatstadt mit dem Grad eines Bachelor of Arts ab. Danach lernte sie Malerei am College of Arts in Sydney. 1979 erhielt sie ihren zweiten Bachelor-of-Arts-Titel und begann mit dem Filmemachen.

Anfang der 80er Jahre besuchte sie die australische Film, Television and Radio School, wo sie auch ihren ersten Kurzfilm schrieb und drehte. Peel (1982) gewann 1986 in Cannes die Goldene Palme für den Besten Kurzfilm. Auch ihre folgenden Kurzfilme, A Girl's Own Story (1983) und After Hours (1984), wurden mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Nach dem TV-Drama Zwei gute Freundinnen (1985) inszenierte Campion ihren ersten Spielfilm. Sweetie (1989) - eine verstörende Studie über familiäre Konflikte - wurde in Cannes uraufgeführt und ausgesprochen positiv aufgenommen. 1989 erhielt der Film den George Sadoul Prize als bester ausländischer Film, 1990 den L. A. Film Critics New Generation Award und danach den Independent Spirit Award für den besten ausländischen Spielfilm sowie den Australian Critics Award für den Besten Spielfilm, die Beste Regie und die Beste Schauspielerin.

Campions nächster Film Ein Engel an meiner Tafel (1990) hatte die mentale Instabilität einer Frau zum Thema. Als Vorlage diente der Regisseurin die beklemmende Autobiographie der neuseeländischen Schriftstellerin Janet Frame. Beim Filmfestival von Venedig 1990, wo Ein Engel an meiner Tafel seine Weltpremiere erlebte, erhielt der Film sieben Auszeichnungen, darunter auch den Spezialpreis der Jury. Geehrt wurde er auch in Toronto, Berlin und Sydney. Außerdem bekam Campion dafür zum zweiten Mal den American Independent Spirit Award.

Ihr bisher erfolgreichster Film Das Piano erhielt über 30 internationale Auszeichnungen. Zu den bedeutendsten zählen die Goldene Palme von Cannes 1993 sowie die drei Oscars 1994 in den Sparten Original-Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin und Beste Nebendarstellerin. Das Piano war insgesamt achtmal für einen Academy Award nominiert.


Oscars
Filmografie
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