Jennifer Beals
* 19. Dezember 1963 in Chicago, Illinois, USA • Schauspielerin • Biographie • Filmografie •
Jennifer Beals Biographie Jennifer Beals wurde 1963 als Tochter einer weißen Lehrerin und eines schwarzen Supermarktbesitzers in Chicago geboren. Ihr Vater starb als sie 10 Jahre alt war.

Jennifer Beals hatte für Schauspielerei wenig übrig, bis sie in der Schule durch ihre Freundin Page Hannah und deren Schwester Daryl Hannah vom Filmfieber angesteckt wurde. Als Die Schulhofratten von Chicago mit Matt Dillon gedreht wurde, war Jennifer als Komparsin dabei. Sie belegte anschließend Kurse für Schauspiel, Regie, Drehbuchschreiben und Bühnenbild und wurde sogar zum Studium an der berühmten Yale-Universität zugelassen.

Noch in ihrem Yale-Jahr holte sie der Überraschungserfolg ein, als sie 1983 aus über 4.000 Bewerberinnen ausgewählt wurde, um die Hauptrolle in Flashdance zu spielen. Der Ruhm über Nacht nach diesem Kinodebüt brachte Beals nicht davon ab, ihr Yale-Studium in US-Literatur zu beenden.

Sie stand in einigen Theaterproduktionen auf der Bühne und spielte in den Semesterferien die Titelrolle in Franc Roddams Remake des Horrorklassikers Die Braut (1985) neben Sting. Sie drehte den Film unter der Voraussetzung, dass die Dreharbeiten in den Semesterferien stattfinden. Jennifer sagte auch strikt nein zu Nacktszenen und musste in dem Film durch ein Double ersetzt werden.

Die Freundschaft mit ihrem Studienfreund Bob Simonds zerbrach, als er nach Hollywood ging, um Produzent zu werden. Jennifer studierte weiter und heiratete Mitte der 80er Jahre den New Yorker Independent-Filmemacher, Autor und Regisseur Alexandre Rockwell, mit dem sie ein gemeinsames Filmprojekt Layover in Angriff nahm.

Jennifer Beals schloß zunächst 1987 ihr Studium mit Auszeichnung ab, ehe sie sich ganz auf ihre Schauspielkarriere konzentrierte. Es folgten Rollen in Kid Glove's Last Fight (1988) neben Gene Hackman und in Vampire's Kiss (1988) neben Nicolas Cage.

Sie spielte die Hauptrolle in Alexandre Rockwells Drama Söhne (1989). Anschließend stand sie in Samuel Fullers Die Madonna und der Drache (1989) und in Claude Chabrols Remake von Dr. M (1990) vor der Kamera. In der schwarzen Komödie Blood, Drugs & Libido (1991) zeigte Beals, dass sie außer schauspielern auch noch ganz ausgezeichnet singen kann. Im Jahr darauf war sie wieder in einem Film ihres Mannes zu sehen: In The Soup gewann 1992 den Grand Jury Prize beim Sundance Film Festival und den Publikumspreis beim Festival in Deauville.

Zuletzt war Jennifer Beals mit zwei Wettbewerbsbeiträgen bei den Filmfestspielen in Cannes vertreten: mit Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis (1995) und mit Nanni Morettis Liebes Tagebuch (1995). In Deutschland trug sie in Four Rooms (1995) einen amüsanten Ehestreit auf der Leinwand aus. Jennifer Beals spielt hier in Alexandre Rockwells Episode Der falsche Mann die schöne, junge, gefesselte Ehefrau Angela.

"Wenn sie sich nicht entschlossen hätte, Schauspielerin zu werden, könnte sie es zur US-Präsidentin bringen" - so schätzt Kollege Warren Beatty die zielgerichtete Dickköpfigkeit von Jennifer Beals ein.

In Carl Franklins Teufel in Blau stand Jennifer Beals neben Denzel Washington vor der Kamera, der Film lief 1996 in den deutschen Kinos.


Filmografie
• Dirk Jasper FilmstarLexikon
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