Interview mit Jennifer Lopez

"Bitte. Danke. Wieviel kostet das?"

Jennifer Lopez spielt die Hauptrolle in dem Horror-Thriller The Cell. In ihrer Rolle als Psychologin Catherine Deane dringt sie mit Hilfe einer neuen experimentellen Therapie in die Gedankenwelt eines Serienkillers ein. So will sie herausfinden, wo dieser sein letztes Opfer versteckt hält. Frage: In The Cell können sie einem anderen Menschen in die Seele blicken. Würde sie das in Wirklichkeit auch reizen?

Jennifer Lopez: Das würde doch jeden von uns reizen. Die Vorstellung, sich im Kopf anderer Menschen umsehen zu können und herauszufinden, was diese Leute wirklich denken, ist wirklich sehr reizvoll. Aber es ist auch gefährlich und natürlich wäre niemand scharf darauf, dass ein Fremder in seinem Innersten stöbert.

Frage: Stimmt es, dass sie erst Bedenken hatten, in einem so düsteren Psychothriller mitzuspielen?

Jennifer Lopez: Bei meinem ersten Treffen mit dem Regisseur zeigte er mir Bilder mit möglichen Motiven, und ich war total verstört. Ich habe das teilweise als abstoßend empfunden. Auf der anderen Seite muss das auch so sein - immerhin geht es um die kranke Gedankenwelt eines Serienkillers. Aber wenn man akzeptiert, dass es Horror sein soll, dann entdeckt man auf einmal eine bizarr-schöne Ästhetik in diesen Bildern.

Frage: Haben Sie Ihre Karriere tatsächlich einem Instinkt zu verdanken?

Jennifer Lopez: Ich komme aus der Bronx in New York, war im ersten Jahr auf dem College. Eine Showbiz-Karriere ist eigentlich das Unwahrscheinlichste, was einem Mädchen wie mir passieren kann. Ich brauchte diese innere Stimme, die mir sagt: Das ist nicht der richtige Weg! Also habe ich das College abgebrochen. Acht Monate später war ich mit der Show "Golden Musicals of Broadway" auf Deutschland-Tournee!

Frage: Können Sie aus dieser Zeit noch ein paar Worte Deutsch?

Jennifer Lopez: (lacht) Bitte. Danke. Wieviel kostet das?

Jennifer Lopez in 'The Cell'

Dirk Jasper FilmLexikon

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