John Cusack

* 28 Juni 1966 in Evanston, Illinois, USA • Schauspieler • Biographie • Filmographie •

Biographie John Cusack kam in Illinois, zur Welt, wo er auch neben seinen vier Geschwistern, darunter die Schauspielerin Joan Cusack (Die Waffen der Frauen), von der Lehrerin Nancy und dem Dokumentarfilmer und Emmy-Gewinner Richard Cusack in Kommunen-Manier großgezogen wurde.

Anstatt eine Schauspielschule oder die Universität zu besuchen, spielte John Cusack bereits als 9-jähriger regelmäßig in Aufführungen des lokalen Piven Theatre Workshops, bevor er im Alter von 16 Jahren nach Chicago zog, um sich als Filmschauspieler zu versuchen.

Gleich einer der ersten Vorsprechtermine zeigte den gewünschten Erfolg, so dass Cusack 1983 in der coming-of-age-Story Class debütieren konnte. Eine Zeitlang agierte er altersbedingt und mangels Alternativen in eher seichten Teenager-Filmen, doch als er 1988 in John Sayles Baseball-Drama Eight Men Out sowie 1989 in Cameron Crowes anrührendem Liebesfilm Say Anything ... jeweils die Hauptrollen landen konnte, erspielte er sich rasch den Ruf eines außerordentlich seriösen wie talentierten Nachwuchsstars.

John Cusack spielte u. a. in Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers, Acht Mann und ein Skandal, Grifters, Schatten und Nebel, The Player, Money For Nothing, Bullets Over Broadway und City Hall mit.

Cusack ist einer der meistbeschäftigten Schauspieler in Hollywood; er hat bereits eine Reihe von Filmen gedreht und arbeitet derzeit an diversen neuen Projekten. Zuletzt sah man ihn in Menno Meyjes' Max (2002) als Galeriebesitzer Max Rothman, der den jungen Kriegsveteranen Adolf Hitler nach dem Ersten Weltkrieg zum Malen anhält. Als nächstes wird man Cusack an der Seite von Gene Hackman und Dustin Hoffman in The Runaway Jury (2003) sehen.

Zu seinen letzten populären Filmen zählen überdies zwei romantische Komödien: Weil es Dich gibt (2001) mit Kate Beckinsale und America's Sweethearts (2001) mit Julia Roberts, Catherine Zeta-Jones und Billy Crystal, der von Revolution-Studios-Chef Joe Roth inszeniert wurde.

John Cusack spielte die Hauptrolle in der vielfach gelobten Nick-Hornby-Verfilmung High Fidelity (2000), in dem er auch als Ko-Autor und Ko-Produzent (mit seinen New-Crime-Partnern Steve Pink und D.V. DeVincentis) mitwirkte. Er wurde mit Golden-Globe-Nominierungen als bester Hauptdarsteller und für das beste Drehbuch belohnt. In dem Film geht es um einen unentschlossenen Plattenladenbesitzer in Chicago, der alles daran setzt, seine ehemalige Freundin zurückzugewinnen.

1999 stand John Cusack an der Spitze des Ensembles von Spike Jonzes verrückt-origineller Komödie Being John Malkovich, in der er in einer Büroecke einen geheimen Zugang in den Kopf des Schauspielers John Malkovich findet. Cameron Diaz und Catherine Keener waren seine Ko-Stars. Diese Darstellung brachte ihm eine Nominierung für einen Independent Spirit Award ein.

Erst kürzlich sah man Cusack in einer ungenannten Cameorolle in Jonzes neuem Film Adaption (2002), in der er als er selbst während der Dreharbeiten von Being John Malkovich zu sehen ist.

Des weiteren spielte Cusack den Norman Rockefeller in Tim Robbins' politischem Ensembledrama Cradle Will Rock (1999), in dem es um den Versuch der Produktion eines Theaterstücks in den 30er Jahren geht, das von der Regierung verboten wird. Im gleichen Jahr war er der Star des klassischen HBO-Western The Jack Bull, der von seinem Vater Dick Cusack inszeniert wurde und in dem John Cusack selbst mit Steve Pink und D.V. DeVincentis und seiner Produktionsfirma New Crime Productions die Produktion ausführte.

Mit Billy Bob Thornton, Angelina Jolie und Cate Blanchett spielte John Cusack in Mike Newells Komödie Turbulenzen - und andere Katastrophen (1999), die den Stress von Flugverkehrskontrolleuren thematisierte. Im Jahr davor hatte er einen prominenten Part in Terrence Malicks gigantischem Zweiter-Weltkriegs-Epos Der schmale Grat (1998), in dem auch George Clooney, Woody Harrelson, Nick Nolte, Sean Penn, Bill Pullman und John Travolta vertreten waren.

Cusack stand neben seiner Schwester Joan Cusack, Dan Aykroyd und Minnie Driver in der pechschwarzen Komödie Ein Mann - ein Mord (1997) vor der Kamera, an deren Drehbuch er mitgeschrieben und den er produziert hatte. Es war die erste Produktion unter dem New-Crime-Banner. Mit Nicolas Cage, John Malkovich und Steve Buscemi gab Cusack in der Jerry-Bruckheimer-Produktion Con Air (1997) Vollgas, in Clint Eastwoods Mitternacht im Garten von Gut und Böse (1997) agierte er mit Kevin Spacey und Jude Law.

Neben seiner Arbeit beim Film ist John Cusack auch Gründer der New Crime Theater Company, die in Chicago ansässig ist. Mit der Gruppe hat er vier Stücke inszeniert, darunter Alagazam... After the Dog Years und Methusalem, der ihm ein Jeff Corey Zitat als "bester Regisseur" bei den berühmten Joseph Jefferson Awards einbrachte. Zudem wurde die Produktion für die beste Originalmusik und das beste Kostümdesign ausgezeichnet.


Filmografie
  • 1983: Class (Class) Regie: Lewis John Carlino
  • 1984: Speedway Trio (Grandview, USA) Regie: Randal Kleiser
  • 1984: Das darf man nur als Erwachsener (Sixteen Candles) Regie: John Hughes
  • 1985: Der Volltreffer (The Sure Thing) Regie: Rob Reiner
  • 1985: Natty Gann (The Journey Of Natty Gann) Regie: Jeremy Kagan
  • 1985: Lanny dreht auf (Better Off Dead) Regie: Savage Steve Holland
  • 09/1986: Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers
  • 1986: One Crazy Summer (One Crazy Summer) Regie: Savage Steve Holland
  • 1987: Mr. Alligator...See You Later (Hot Pursuit) Regie: Steven Lisberger
  • 1987: Broadcast News (Broadcast News) Regie: James L. Brooks
  • 1988: Acht Mann und ein Skandal (Eight Men Out) Regie: John Sayles
  • 1988: Tapeheads - Verrückt auf Video (Tapeheads) Regie: Bill Fishman
  • 1989: Teen Lover (Say Anything...) Regie: Cameron Crowe
  • 1989: Die Schattenmacher (Fat Man And Little Boy) Regie: Roland Joffé
  • 1990: Grifters (The Grifters) Regie: Stephen Frears
  • 1991: Der Preis der Macht (True Colors) Regie: Herbert Ross
  • 1992: Schatten und Nebel (Shadows And Fog) Regie: Woody Allen
  • 1992: Bob Roberts Regie: Tim Robbins
  • 1992: The Player (The Player) Regie: Robert Altman
  • 1992: Asphalt-Propheten (Roadside Prophets) Regie: Abe Wool
  • 1993: Flucht aus dem Eis (Map Of The Human Heart) Regie: Vincent Ward
  • 1993: Das Millionen-Ding (Money For Nothing) Regie: Ramon Menendez
  • 1993: Floundering (Floundering) Regie: Peter McCarthy
  • 1994: Bullets Over Broadway
  • 1994: Willkommen in Wellville (The Road To Wellville) Regie: Alan Parker
  • 1996: City Hall
  • 11. April 1997: Ein Mann - ein Mord
  • 1997: Con Air
  • 21. November 1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse
  • 25. Dezember 1998: Der schmale Grat
  • 23. April 1999: Turbulenzen - und andere Katastrophen
  • 29. Oktober 1999: Being John Malkovich
  • 31. März 2000: High Fidelity
  • 20. Juli 2001: America's Sweethearts
  • 5. Oktober 2001: Weil es Dich gibt
  • 2002: (Max)
  • 25. April 2003: Identität
John Cusack
Filmplakat zu 'Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers'
Filmplakat zu 'Bullets over Broadway'
John Cusack in 'Ein Mann - Ein Mord'
Filmplakat zu 'Con Air'
John Cusack in 'Turbulenzen - und andere Katastrophen'
Filmplakat zu 'Being John Malkovich'
John Cusack in 'High Fidelity'
John Cusack in 'America's Sweetheart'
John Cusack in 'Weil es dich gibt'
John Cusack in 'Identität'

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