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John Malkovich ist einer der besten Schauspieler seiner Generation und darüber hinaus eine zentrale Figur im internationalen Kino!
1976 gründete er zusammen mit Gary Sinise und anderen Freunden in Chicago das Steppenwolf-Theatre, eine der besten experimentellen Bühnengruppen der USA, die 1985 mit dem 'Tony Award' ausgezeichnet wurde. Von 60 aufgeführten Stücken inszenierte John Malkovich mehr als 20 selbst. 1982 heiratete er seine Kollegin Glenn Headly und die Truppe beschloss, für die Inszenierung von Sam Shepards Bühnenstück True West nach New York zu gehen. Das Stück brachte John Malkovich diverse Preise ein und verhalf ihm am Broadway zur Rolle des Biff an der Seite von Dustin Hoffman in Tod eines Handlungsreisenden. Erst 1984 startete John Malkovich seine Kino-Karriere. Seine erste Filmrolle und auch gleich die erste Oscar-Nominierung bekam er 1984 in Ein Platz im Herzen. Für seine Rolle als Blinder kassierte der Freund von Tom Waits eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller. Auch sein zweiter Film, Killing Fields - Schreiendes Land (1984) begeisterte Publikum und Kritiker, Als zynischer Fotoreporter begeisterte er in dem Kambodscha-Drama die Zuschauer. Er etablierte sich schnell als subtiler Charakterdarsteller mit Volker Schlöndorffs Verfilmung des Broadway-Stücks Tod eines Handlungsreisenden (1985) oder Making Mr. Right - Ein Mann à la carte (1987). Den Star John Malkovich gibt es spätestens seit der Literaturverfilmung Gefährliche Liebschaften, in dem er der keuschen Michelle Pfeiffer trickreich die Unschuld raubte. Allerdings bescherte ihm die erotisch-prickelnde Darstellung des Intriganten Vicomte de Valmont neben weltweiter Anerkennung auch privaten Ärger, denn im wirklichen Leben stieß er bei ihr auf ungleich weniger Widerstand. Als seine Frau, die Schauspielerin Glenn Headly, an der französischen Riviera aus der Presse von der Untreue ihres Mannes erfuhr, reiste sie sofort nach Paris und stellte ihn zur Rede. Am Ende reichte Glenn Headly die Scheidung ein und Michelle Pfeiffer gab ihm den Laufpass. Seiner Karriere tat die Liaison jedoch keinen Abbruch. Brave Jungs kommen in den Himmel, böse Buben überall hin: John Malkovich scheint sich diese Binsenwahrheit einverleibt zu haben - jedenfalls was seine Karriere betrifft. Der Mann, der sich privat als sanftmütigen Menschen bezeichnet, mischt in der Rolle des 'bad guy' in Hollywood ganz oben mit. Für In the Line of Fire - Die zweite Chance bekam John Malkovich seine zweite Oscar-Nominierung. Ob als Präsidenten-Attentäter in In The Line Of Fire - Die zweite Chance (1993), in der Doppelrolle des Dr. Jekyll und Mr. Hyde in Mary Reilly oder als durchgeknallter Killer in Con Air, als Schurke vom Dienst lehrt seinem Publikum das Fürchten. "Er ist so herrlich doppeldeutig. Man weiß bei ihm nie, ist er ein Guter oder ein Böser, er kann eiskalt sein oder mit einem Lächeln jemanden abschießen, etwas Schreckliches tun und einen gleich darauf wieder mit seiner menschlichen Wärme gewinnen", meint Regisseur Volker Schlöndorff ('Die Blechtrommel', 1979) über seinen Hauptdarsteller in der Literaturverfilmung Der Unhold. Altmeister Bernardo Bertolucci war voll des Lobes über seinen Hauptdarsteller in Der Himmel über der Wüste. Er war aber auch der düpierte Yuppie in der Komödie Object of Beauty (1991) an der Seite von Andie MacDowell. Und nur ein Jahr später bescheinigten ihm die Kritiker als geistig zurückgebliebener Wanderarbeiter im Gary-Sinise-Film Von Menschen und Mäusen Oscar-Qualitäten. Es folgten Hits wie Jennifer 8 (1992), Mary Reilly und Con Air. Und dann schwang er 1998 in Der Mann in der eisernen Maske als Musketier Athos den Degen in den Kinos. Trotz des Leinwanderfolges gehört John Malkovichs Leidenschaft dem Theater. Die Hälfte seiner Zeit arbeitet er auf der Bühne oder führt dort auch Regie. Doch der Dollar muss rollen und "wenn ich mich nicht ab und zu in einem kommerziellen Film sehen lasse, bekomme ich bald gar keine Rollen mehr angeboten", räumt der Star ein. "Das Filmbusiness ist kein Kurpark für Künstler, sondern ein knallhartes Geschäft, in dem es um Geld und nochmals Geld geht." So bleibt dem Wahleuropäer wenig Zeit, sich auf seinem Landsitz unweit von Paris zu erholen. Dort lebt der US-Amerikaner, den es bereits nach England, Italien und Spanien verschlug, mit Gattin Nicoletta Peyron und seinen beiden Kindern. Die italienische Asien-Spezialistin lernte er übrigens 1990 während der Dreharbeiten zu Der Himmel über der Wüste kennen, die er zwei Jahre später heiratete und mit der er zwei Kinder hat. John Malkovich ist wandelbar, vielseitig, und dabei "kein Mann, wie ihn sich Männer vorstellen, sondern einer, wie ihn sich Frauen wünschen", wie man von ihm sagt. Er selbst meint prosaisch: "Ich spiele, was man von mir verlangt - und sei es eine Teetasse. Das ist mein Job, damit verdiene ich Geld. Und damit basta! Alles andere ist Mythos." Interviews
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