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Biographie
Judy Garland ist die Tochter
eines Vaudeville-Künstlers. Sie kam 1922 in der Garderobe des
Stummfilmkinos ihrer Eltern zur Welt. Mit zweieinhalb Jahren stand
Judy Garland das erste Mal auf der Bühne. Das
Showgeschäft sollte ihr ein Leben lang Begleiter in Höhen
und Tiefen bleiben.
Bereits mit 13 Jahren wurde Judy Garland von MGM unter Vertrag genommen, nachdem sie schon zuvor mit ihren Schwestern als Garland-Sisters aufgetreten war. In Hollywood machte sie als Teenagerstar Karriere. Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: 1938 landete sie in Broadway-Melodie 1938 mit einem Geburtstagssong für Clark Gable ihren ersten Filmhit. Aber ihr eigentlicher Durchbruch kam 1939 mit nur 16 Jahren in Der Zauberer von Oz und ihrer Rolle als Dorothy und dem unvergesslichen Song ?Over the Rainbow?. Für ihre Darstellung erhielt sie auch einen Spezial-Oscar als "Beste jugendliche Darstellerin" des Jahres. Ab diesem Zeitpunkt war Judy Garland das ?All American Sweetheart?, was ihr jedoch Leistungen abverlangte, denen sie nicht gewachsen war. Der Preis für diese Traumkarriere war hoch: ein übervoller Terminkalender, fristlose Kündigung bei Veränderung der Stimme oder Figur sowie Korsetts und Pillen vom Filmstudio um den Babyspeck wegzukriegen. Der private Teufelskreis begann: Tabletten zur Beruhigung, zum Schlafen und zum Aufwachen. Drepressionen, Migräne und Wutausbrüche - Judy Garland wurde unzuverlässig und launisch am Drehort. Mit 19 heiratete sie den Komponisten David Rose, von dem sie sich jedoch schon drei Jahre später wieder scheiden ließ, um kurz darauf den Regisseur Vincente Minelli zu ihrem Mann zu nehmen. 1946 kam Tochter Liza Minelli zur Welt. Auf der Leinwand konnte sie in einigen Filmen an der Seite von so großen Schauspielern wie Gene Kelly und Fred Astaire brillieren. Allerdings spielte ihre Psyche bald nicht mehr mit, so dass ihr MGM 1950 kündigte. Judy Garland unternahm daraufhin ihren ersten Selbstmordversuch und trennte sich von Vincente Minelli. Ihr neuer Manager Sid Luft, der ihr zu unzähligen Erfolgen auf der Bühne verhalf, wurde 1952 ihr dritter Ehemann. Er half ihr dabei, eine erfolgreiche zweite Karriere als Sängerin aufzubauen. Nur ein Jahr später konnte Judy Garland auch auf der Leinwand ein Comeback in dem Cinemascope-Film Ein neuer Stern am Himmel (A Star Is Born) feiern und wurde für einen Oscar nominiert. Auch wenn den Oscar nachher Grace Kelly bekam, war es für Judy Garland dennoch eine furiose Wiederauferstehung. In der zweiten Hälfte der 50er Jahre und noch Anfang der 60er konnte sie viele Erfolge auf Bühne und Leinwand verzeichnen. Gleichzeitig litt sie aber weiter an Depressionen und unter ihrer zunehmenden Tablettenabhängigkeit. Judy Garland bekam aber weder ihre Tablettensucht noch ihre Alkoholsucht in den Griff. Fünf Ehen, eine Psycho-Therapie, Entzugskuren von Tabletten und Alkohol halfen ihr nicht. Am Sonntag, den 22. Juni 1969 starb Judy Garland in London an einer Überdosis Schlaftabletten. Tausende nahmen am offenen Sarg in New York Abschied von ihr. Oscars
Filmografie |
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