Julia Roberts
* 28. Oktober 1967 in Smyrna, Atlanta, Georgia, USA • Schauspielerin • Biografie • Oscars® • Filmografie • Autogramm 1 • Autogramm 2 • Foto-Galerie • Adresse: Julia Roberts, PO Box 12 85, USA-90048-1285 Los Angeles, CA •
Julia Roberts Biographie Inzwischen hat die Realität die Fiktion längst eingeholt. In Notting Hill kassierte sie in ihrer Rolle als Anna Scott 15 Millionen Dollar für ihren letzten Film. Julia Roberts' Gage für die Liebesgeschichte Die Braut, die sich nicht traut, die sie mit ihren Pretty Woman-Co-Stars Richard Gere und Hector Elizondo sowie mit Regisseur Garry Marshall wiedervereinte, lag sogar noch zwei Millionen Dollar darüber. Damit ist sie zwar immer noch nicht in den 20-Millionen-Dollar-Club ihrer männlichen Kollegen vorgestoßen, aber immerhin der höchstbezahlte weibliche Kinostar.

Seit sie 1990 im Aschenputtel-Märchen Pretty Woman als Straßenhure das Herz des taffen Millionärs Richard Gere eroberte, ist Julia Roberts der weibliche Superstar des Kinos. Ihr Erfolgsrezept ist ihre unwiderstehliche Natürlichkeit: Wenn sie lächelt, schmelzen die Polarkappen. Wie keine andere Schauspielerin verkörpert sie "everybody's darling". Dabei ist ihr Image als nettes Mädchen von nebenan gar nicht mal weit von der Wirklichkeit entfernt.

Julia Roberts wurde 1967 im Crawford Long-Krankenhaus in Atlanta als drittes Kind von Betty Lou Roberts geb. Bredemus und Walter Roberts geboren, rund 10 Jahre nach ihrem Schauspieler-Bruder Eric Roberts. Sie wuchs in der Kleinstadt Smyrna bei Atlanta im Bundesstaat Georgia auf und die Tochter eines Staubsaugervertreters und einer Sekretärin der katholischen Erzdiözese von Atlanta. Ihr Eltern hatten den Atlanta Actors and Writers Workshop gegründet, und Julias Vater spielte während seiner Militärzeit in einer Armee-Truppe.

Die Schauspielerei lag ihr also eigentlich im Blut. Dennoch wurden zunächst nur Julias ältere Geschwister Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts (* 1965) vom Schauspielvirus angesteckt. Julia hingegen wollte immer nur eines: Tierärztin werden, bis auch sie als 17jährige vom Schauspielfieber erfaßt wurde und zu ihrer Schwester nach New York zog. Dort hielt sie sich mit Modeljobs über Wasser, bis Eric ihr 1986 ihre erste Rolle in Peter Mastersons Blood Red - Stirb für Dein Land besorgte, der in Deutschland jedoch erst 1988, in den USA sogar erst 1990 ins Kino kam. So markiert eine Folge der TV-Krimiserie Crime Story im Jahr 1986 ihr eigentliches Schauspieldebüt.

Ihren Durchbruch erlebte Julia Roberts kurz darauf mit ihren Rollen als vom Liebesleid geplagte Kellnerin in Pizza, Pizza - Ein Stück vom Himmel (1988) und als Sally Fields Tochter in Magnolien aus Stahl (1989), für die sie mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Die Rolle der Shelby Eatenton in diesem Film brachte ihr auch die erste Oscar-Nominierung. Erst der Überraschungshit Pretty Woman aber machte das vielversprechende Talent quasi über Nacht zum Superstar. Dabei sollte die charmante Komödie eigentlich ein existentialistisches, düsteres Melodram à la Leaving Las Vegas (1996) werden. Regisseur Garry Marshall musste Roberts regelrecht überreden, ihre Rolle auch nach elementaren Drehbuchänderungen weiterhin zu spielen. Für ihre einzigartige Pygmalion-Interpretation wurde sie prompt mit ihrem zweiten Golden Globe belohnt.

In den folgenden Jahren untermauerte sie ihren Starstatus eindrucksvoll mit den Thrillern Flatliners - Ein schöner Tag zu sterben (1990) und Der Feind in meinem Bett (1991), rührte als Elfe Tinkerbell in Steven Spielbergs Hook (1992) die Herzen und bewies ihr Potential als Action-Heroine an der Seite von Denzel Washington in der Grisham-Adaption Die Akte.

In I Love Trouble - Nichts als Ärger spielte sie ihre nächste Hauptrolle und war dann im Robert Altman-Film Pret-a-porter zu sehen. Ihr Film Mary Reilly unter der Regie von Stephen Frears kam zu Weihnachten 1995 in die US-Kinos und kam im April 1996 in die deutschen Kinos. 1997 kam sie zusammen mit Liam Neeson in der Neil Jordan-Verfilmung Michael Collins, die von Geffen Pictures produziert wurde, in die deutschen Kinos.

Sie avancierte zu Woody Allens< Objekt der Begierde in Alle sagen: I Love You (1997) und kehrte mit Die Hochzeit meines besten Freundes (1997) zum romantischen Komödienfach zurück. Zuletzt war sie neben Susan Sarandon in dem Melodram Seite an Seite (1998) zu sehen.


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Dirk Jasper FilmLexikon
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