| Großes Bundesverdienstkreuz für Karlheinz Böhm |
| Heidemarie Wieczorek-Zeul ehrt "Menschen für Menschen"-Gründer in Äthiopien: Humanitäre Hilfe als Friedensarbeit |
10. Oktober 2001 -
Harar/Addis Abeba. Im Rahmen ihres dreitägigen
Äthiopienaufenthaltes besuchte die deutsche Ministerin
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie
Wiezcorek-Zeul, am gestrigen Dienstag gemeinsam mit Karlheinz Böhm das
Agro-Technische Trainings College seiner Stiftung Menschen für
Menschen in der ost-äthiopischen Stadt Harar.
Ziel der Reise war es, in
Zeiten von Terror und Krieg der friedensfördernden Arbeit von
Hilfsorganisationen Tribut zu zollen. In Anerkennung seiner
außergewöhnlichen Leistungen für die Menschen in
Äthiopien überreichte die Ministerin an Karlheinz Böhm das
Große Kreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland.
"Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland möchte Karlheinz Böhm mit dieser hohen Auszeichnung für seinen außergewöhnlichen Einsatz ehren und die große Bedeutung unterstreichen, die seine Arbeit seit nunmehr 20 Jahren für die Menschen in Äthiopien und für Frieden und Verständigung im allgemeinen hat", sagte Ministerin Wiezcorek-Zeul, als sie dem Gründer von Menschen für Menschen in einem seiner Hilfsprojekte das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern übergab.
Sichtlich bewegt betonte Böhm, dass er diese unerwartete hohe Ehre stellvertretend für all die Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz annehme, die seinen Einsatz durch ihre Spenden möglich machen. Beim anschließenden Rundgang durch das seit 1992 von Menschen für Menschen betriebene Ausbildungszentrum verschaffte sich die Ministerin in Begleitung des Deutschen Botschafters Dr. Herbert Honsowitz und ihrer 25-köpfigen Delegation einen tieferen Einblick in die Arbeit von Menschen für Menschen.
Böhm: "Wir haben dieses Ausbildungszentrum mit heute über 300 Auszubildenden vor rund 10 Jahren mit Spendengeldern aufgebaut und ausgestattet. Unser Ziel ist es, den Menschen hier im hunger- und dürregeplagten Osten Äthiopiens eine Möglichkeit zu geben, ihre Existenz dauerhaft zu sichern und sich beruflich weiterzuentwickeln. Alle unsere Absolventen sind begehrte Fachkräfte und tragen mit ihren Qualifikationen zum Ausbau des handwerklich-technischen Mittelstandes und damit zur wirtschaftlichen Differenzierung und Entwicklung des gesamten Landes bei."
Beeindruckt von den
Dimensionen der Einrichtung und dem hohen Niveau aller
Ausbildungsrichtungen, bedankte sich Frau Wieczorek-Zeul
abschließend noch einmal bei Karlheinz Böhm für die
zukunftsorientierte Hilfe, die er und sein Team im Namen der
deutschen Bevölkerung leisten.
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