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Biographie
Katharine Hepburn wuchs als
zweites von sechs Geschwistern in einer begüterten Familie
auf. Der Vater war ein berühmter Arzt, die Mutter eine
engagierte Frauenrechtlerin, die ihre Kinder mit körperlicher
Strenge zu geistiger Unabhängigkeit erzog.
Die sportliche Katharine
Hepburn spielte als Kind in einem eigenen Haustheater und
sammelte ihre ersten richtigen Theatererfahrungen an der
Eliteschule Bryn Mawr. Einen Tag nach ihrem Schulabschluss erhielt
sie ihr erstes Engagement in Baltimore.
In dem Broadwaystück The
Warrior's Husband machte sie die Kritiker auf sich aufmerksam
und erhielt ein Angebot von RKO aus Hollywood. Da sie lieber am
Theater bleiben wollte, forderte sie eine Fantasiegage - die sie
anstandslos erhielt.
Ihre erste Filmrolle neben John
Barrymore in Eine Scheidung machte sie zum Star. Ihre
dritte Rolle in Morgenrot des Ruhms brachte ihr den ersten
Oscar ein: drei weitere sollten noch folgen: Rate mal,
wer zum Essen kommt, Der Löwe im Winter und
Am
goldenen See. Hinzu kamen insgesamt weitere acht
Oscar-Nominierungen - ein bisher unerreichter Rekord für eine
Schauspielerin.
Ihr Unangepasstheit führte
allerdings mehrfach dazu, dass sie bereits während der Proben
gefeuert wurde. Sie scherte sich weder um Hollywood noch um
weibliches Make Up. Katharine Hepburn heiratete 1928 ihren
langjährigen Verehrer, den New Yorker Börsenmakler Ludlow
Ogden Smith, ein Mitglied der Oberen Zehntausend von Philadelphia.
Ihr Großvater, ein bischöflicher Pastor in Virginia,
vollzog die Trauung am 12. Dezember 1928 im Hepburn-Heim in West
Hartford.
Katherine Hepburn
überredete ihren Mann, seinen Namen in Ogden Ludlow zu
ändern, da sie ursprünglich als Katharine Ludlow ihre
Karriere fortsetzen wollte, denn eine Kate Smith gab es schon als
Schauspielerin.
Bei den Dreharbeiten (Ende Juli bis
Mitte Oktober 1941) zu Die Frau, von der man spricht lernte
sie Spencer Tracy kennen - aus dieser Bekanntschaft wurde
eine lebenslange Freundschaft und Liebe. Der Katholik Spencer
Tracy ließ sich jedoch von seiner Frau aus religiösen
Gründen nicht scheiden.
1962 unterbrach Katharine
Hepburn ihre Filmkarriere für fünf Jahre, um ihren
schwerkranken Freund Spencer Tracy gemeinsam mit seiner Frau
bis zu seinem Tod zu pflegen.
Die vielfach ausgezeichnete
Katharine Hepburn übernahm trotz ihrer Krankheit 1994
in Perfect Love Affair noch einmal eine Gastrolle. Davor war
sie zuletzt 1981 in ihrer "Oscar"-gekrönten Rolle in Am
goldenen See (1981) auf der Leinwand zu sehen.
Katherine Hepburn starb am 29. Juni 2003 in ihrem Haus in
Old Saybrook im US-Bundesstaat Connecticut im Alter von 96
Jahren.
Oscars
- Oscar für 1932/33: Beste
Hauptdarstellerin in "Morning Glory"
- Oscar für 1967: Beste Hauptdarstellerin in "Rate mal, wer
zum Essen kommt"
- Oscar für 1968: Beste Hauptdarstellerin in "Der Löwe
im Winter"
- Oscar für 1981: Beste Hauptdarstellerin in Am goldenen
See
- Oscar-Nominierung für 1935: Beste Darstellerin in "Alice
Adams"
- Oscar-Nominierung für 1940: Beste Hauptdarstellerin in
Philadelphia
Story - Die Nacht vor der Hochzeit
- Oscar-Nominierung für 1942: Beste Hauptdarstellerin in
"Die Frau, von der man spricht"
- Oscar-Nominierung für 1951: Beste Hauptdarstellerin in
"African Queen"
- Oscar-Nominierung für 1955: Beste Hauptdarstellerin in
"Traum meines Lebens"
- Oscar-Nominierung für 1956: Beste Hauptdarstellerin in
"Der Regenmacher"
- Oscar-Nominierung für 1959: Beste Hauptdarstellerin in
"Plötzlich im letzten Sommer"
- Oscar-Nominierung für 1962: Beste Hauptdarstellerin in
"Long Day's Journey Into Night"
Filmografie
- 1932: Eine Scheidung (A Bill Of Divorcement). Regie: George
Cukor. Rolle: Sydney Fairfield
- 1933: Vier Schwestern (Little Women). Regie: George Cukor.
Rolle: Jo
- 1933: Morgenrot des Ruhms (Morning Glory)
- 1933: Ihr großes Erlebnis / Christopher Strong
(Christopher Strong). Regie: Dorothy Arzner. Rolle: Cynthia
- 1934: (Spitfire)
- 1934: (The Little Minister)
- 1935: (Break of Hearts)
- 1935: (Alice Adams)
- 1936: Maria von Schottland (Mary Of Scotland). Regie: John
Ford. Rolle: Maria Stuart
- 1936: Sylvia Scarlett (Sylvia Scarlett). Regie: George Cukor.
Rolle: Sylvia Scarlett
- 1936: Ein aufsässiges Mädchen (A Woman Rebels).
Regie: Mark Sandrich. Rolle: Pamela Thistlewaite
- 1937: (Quality Street)
- 1937: Bühneneingang (Stage Door). Regie: Gregory La Cava.
Rolle: Terry Randall
- 1938: Leoparden
küßt man nicht
- 1938: Die Schwester der Braut (Holiday). Regie: George Cukor.
Rolle: Linda Seton
- 1940: Philadelphia
Story - Die Nacht vor der Hochzeit
- 1942: Die Frau, von der man spricht (Woman Of The Year). Regie:
George Stevens. Rolle: Tess Harding
- 1942: Dunkle Spur/ Die ganze Wahrheit (Keeper Of The Flame).
Regie: George Cukor. Rolle: Christine Forrest
- 1943: (Stage Door Canteen)
- 1944: (Dragon Seed)
- 1945: Zu klug für die Liebe (Without Love). Regie: Harold
S. Bucquet. Rolle: Jamie Rowan
- 1946: Der unbekannte Geliebte (Undercurrent). Regie: Vincente
Minnelli. Rolle: Ann Hamilton
- 1947: Endlos ist die Prärie (The Sea Of Grass). Regie:
Elia Kazan. Rolle: Lutie Cameron
- 1947: Clara Schumanns große Liebe (Song Of Love). Regie:
Clarence Brown. Rolle: Clara Wieck-Schumann
- 1948: Der beste Mann (State Of The Union). Regie: Frank Capra.
Rolle: Mary Matthews
- 1949: Ehekrieg (Adam's Rib). Regie: George Cukor. Rolle: Amanda
Bonner
- 1951: African Queen (The African Queen). Regie: John Huston.
Rolle: Rose Sayer
- 1952: Pat und
Mike
- 1954: Traum meines Lebens (Summer Madness / Summertime). Regie:
David Lean. Rolle: Jane Hudson
- 1956: Der Regenmacher (The Rainmaker). Regie: Joseph Anthony.
Rolle: Lizzie Curry
- 1956: Der eiserne Unterrock (The Iron Petticoat). Regie: Ralph
Thomas. Rolle: Vinka Kovelenko
- 1957: Die Frau, die alles weiß (The Desk Set). Regie:
Walter Lang. Rolle: weibliche Hauptrolle
- 1959: Plötzlich im letzten Sommer (Suddenly, Last Summer).
Regie: Joseph L. Mankiewicz. Rolle: Violet Veneable
- 1962: (Long Day's Journey Into Night)
- 1967: Rat mal, wer zum Essen kommt (Guess Who's Coming To
Dinner). Regie: Stanley Kramer. Rolle: weibliche Hauptrolle
- 1968: Der Löwe im Winter (The Lion In Winter). Regie:
Anthony Harvey. Rolle: Königin Eleonore von Aquitanin
- 1969: Die Irre von Chaillot (The Madwoman Of Chaillot). Regie:
Bryan Forbes. Rolle: Aurelia
- 1971: Die Troerinnen/ Troja (The Trojan Women). Regie: Michael
Cacoyannis. Rolle: Hekuba
- 1973: Empfindliches Gleichgewicht (A Delicate Balance). Regie:
Tony Richardson. Rolle: Agnes
- 1975: Mit Dynamit und frommen Sprüchen (Rooster Cogburn).
Regie: Stuart Millar. Rolle: Eula Goodnight
- 1978: Das große Abenteuer im Ballon (The Great Balloon
Adventure/ Olly, Olly Oxen Free). Regie: Richard A. Colla. Rolle:
Miss Pudd
- 1981: Am goldenen
See
- 1984: Grace Quigleys letzte Chance (The Ultimate Solution Of
Grace Quigley). Regie: Anthony Harvey. Rolle: Grace Quigley
- 1986: Alter schützt vor Heirat nicht (Mrs. Delafield Wants
To Marry). Regie: George Schaefer. Rolle: Margaret Delafield
- 1992: Kein Engel auf Erden (Man Upstairs). Regie: George
Schaefer. Rolle: Victoria Browne
- 1994: Perfect Love Affair (Love Affair). Regie: Glenn Gordon
Caron. Rolle: Ginny
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