Katja Flint
* 11. November 1960 in Stadthagen, Deutschland • Schauspielerin • Biographie • Interviews • Filmografie •
Katja Flint Biographie Katja Flint ist eine begnadete Schauspielerin mit enigmatischer Eleganz und charismatischem Auftreten, die sich binnen kürzester Zeit und mit nur wenigen Kinorollen in die oberste Liga der deutschen Darstellerinnen gespielt hat.

Nach einer dreijährigen Schauspielausbildung sammelte Katja Flint Theatererfahrungen, u. a. am Münchner Residenztheater. Ihre erste Kinohauptrolle spielte sie 1983 in Roland Suso Richters Kolp. Es folgten einige Kino- und viele Fernsehspiel- Hauptrollen bis ihr 1994 in Dominik Grafs Die Sieger der Durchbruch gelang.

In den TV-Filmen Der Venusmörder, Lautlose Schritte und im Tatort erzielte sie Höchsteinschaltquoten. Im Kino sah man sie u. a. mit Ornella Muti in Widows von Sherry Hormann und mit Dennis Hopper in Straight Shooter von Thomas Bohn.

Sie ist 38, zierlich, unglaublich attraktiv und unglaublich jung. Die "Bunte" wählte sie im Juni zur "Schönsten Frau Deutschlands". Aber Katja Flint ist viel mehr als eine schöne Hülle. Ihre ganze Ausstrahlung, ihre Kraft kommt von innen. Für Joseph Vilsmaier spielt sie die Filmlegende Marlene Dietrich. Katja Flint: "Mein größtes Projekt". Filmproduzent Bernd Eichinger, der Ex-Lebensgefährte der Mimin, hielt sie für die Traumbesetzung. Er ersteigerte für sie sogar einen breiten Brillant-Ring aus dem Nachlaß der Dietrich. Kinostart ist zur Jahrtausendwende. Eine Rolle, die ihre chamäleonartige Wandlungsfähigkeit beweist. Katja Flint ist zur Zeit die gefragteste deutsche Schauspielerin.

Kritiker schwärmen von ihr, nennen sie die "deutsche Sharon Stone", "eine Art oppositionelle Schönheit, wie einst die Garbo" (Süddeutsche Zeitung), "auf dem Weg zur Legende" (FAZ), "Idealbild einer modernen, jungen Frau" (Elle), "einer der großen Stars des deutschen Films" (Die Zeit), "mit dem kühlen Glamour einer Filmgöttin aus den 30ern" (Bunte) und "mit einer viel zarteren Seele, als sie sich gibt, und von jener herben Sanftheit, nach der Männer sich sehnen - gleichzeitig aber willensstark und kompetent".

Und dabei hätte sie ihren Beruf beinahe nicht ergriffen. Katja Flint wollte nämlich Ärztin werden. Flint: "Nach dem Abitur (Note 2,5) wollte ich unbedingt Medizin studieren." Sie scheiterte am Numerus clausus. Wartete trotzdem - allerdings vergeblich und jobbte als Fotomodell, Kellnerin und Kosmetikerin. Dann ergriff sie die Alternative: eine solide Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. Nach kleineren Theaterrollen und ersten Lorbeeren im Film Kolp (1984) gelang der jungen Frau der TV-Durchbruch mit der Serie Regina auf den Stufen (1992).

Katja Flint - eine Frau mit Prinzipien. In ihren Verträgen sind Nacktszenen verboten, weil sie "sich sowas nicht gerne vorschreiben" läßt. Ausnahmen sind Filme wie Widows oder Die Sieger, "bei denen Erotik wichtig ist, dann finde ich es albern, wenn man das Laken bis unters Kinn zieht".

Wie schafft die 38jährige den Spagat zwischen ihrem anstrengenden Job und ihrem Privatleben? "Wenn ich fünf Wochen gedreht habe, mache ich zwei Monate frei." In der Drehzeit kümmert sich eine der Omas um Oskar, ihren elfjährigen Sohn aus der Ehe mit Schauspieler Heiner Lauterbach. "Ich bin eine ganz normale Mutter, die für ihren Sohn Spaghetti kocht und mit ihm Hausaufgaben macht."

Hat sie einen Lebenstraum? "Mein Leben ist in einem optimalen Zustand. Ich hoffe, dass es noch lange so wunderbar bleibt, wie es ist."


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