Kevin Spacey
* 26. Juli 1959 in South Orange, New Jersey, USA als Kevin Spacey Fowler • Schauspieler, Regisseur, Produzent • Biographie • Interviews • Oscars • Filmografie •
Kevin Spacey Biographie Kevin Spacey ist erste Wahl in Hollywood, wenn es darum geht, intelligente, weltgewandte Charaktere perfekt und charismatisch zu besetzen. Für seine Darstellung eines Kleingangsters, der nicht ist, was er vorgibt, in Die üblichen Verdächtigen wurde er 1996 mit einem Oscar und einem Golden Globe, jeweils als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen erhielt er vom National Board of Review, den Filmkritikern in New York, Boston, Chicago und Texas, der Broadcasters Association, dem Seattle Film Festival und der Screen Actors Guild. Außerdem gewann er den Independent Spirit Award. Für seine Leistungen in dem Theaterstück The Iceman Cometh wurde er erst vor wenigen Monaten mit einem Tony geehrt.

Kevin Spacey wurde 1959 als Sohn einer Sekretärin und eines Technikautoren unter dem Namen Kevin Matthew Fowler geboren. Der aufsässige Junge wurde als Teenager zunächst auf die Northridge Military Academy und später auf die Chatsworth High School geschickt, wo er seine Liebe für das Schauspiel entdeckte. Er nahm zwei Jahre Schauspielunterricht an der Juilliard School of Drama, verließ die renommierte Schauspielschule aber ohne Abschluß, um dem New York Festival beizutreten. 1981 gab er als Bote in Joseph Papps Inszenierung von Henry IV sein Bühnendebüt. Nur wenig später wurde er von Papp gefeuert, der wollte, dass Spacey sich in der 'wahren Theaterwelt' behauptet.

Die Strategie funktionierte: Schon im Jahr darauf spielte Kevin Spacey neben Liv Ullman in Ibsens Gespenster. Mike Nichols besetzte ihn darauf in David Rabes Hurlyburly und ließ den begabten Nachwuchsdarsteller im Lauf der Zeit jede einzelne Rolle in dem Stück spielen. Eine nicht minder schwierige Herausforderung meisterte Spacey, als er die nach dem Ausstieg von Al Pacino vakant gewordene Hauptrolle in National Anthems übernahm. Außerdem spielte er in Die Möwe, Barbarians, Right Behind The Flag, As It Is In Heaven und Real Dreams.

1986 hatte Spacey nicht nur Gelegenheit, in einer Aufführung von Eines langen Tages Reise in die Nacht erstmals mit seinem Mentor Jack Lemmon gemeinsam auf der Bühne zu stehen, er gab Mike Nichols' Sodbrennen auch sein Filmdebüt und sicherte sich die Rolle des Bösewichts Mel Profitt in der Fernsehserie Wiseguy, die ihm kultische Verehrung der Fans der Serie einbrachte. In der Folge wurden seine Filmrollen immer größer und substantieller. Spacey spielte einen Wall-Street-Magnaten in Die Waffen der Frauen, den eigenartigen Wohngenossen von Henry Miller in Henry & June, den opportunistischen Abteilungsleiter einer Gruppe von Immobilienvertretern in Glengarry Glen Ross und einen scheidungswilligen Ehemann in No Panic - Gute Geiseln sind selten. Parallel dazu feierte er weitere Triumphe auf der Bühne, u.a. als Onkel Louie in Neil Simons Lost In Yonkers.

Der endgültige Wendepunkt in Kevin Spaceys Karriere kam 1995, als er in Outbreak - Lautlose Killer, Unter Haien in Hollywood, Sieben und Die üblichen Verdächtigen gleich vier mal die Gelegenheit hatte, alle Facetten seines Könnens auszuspielen.

Seither ist er aus Hollywoods A-Produktionen nicht mehr wegzudenken. In kurzen Abständen überzeugte er in der John-Grisham-Verfilmung Die Jury, der fabelhaften, für sieben Oscars nominierten James-Ellroy-Adaptation L.A. Confidential und Clint Eastwoods Verfilmung von John Berendts Bestseller Mitternacht im Garten von Gut und Böse. Zudem gab Spacey 1996 mit dem Thriller Albino Alligator ein vielversprechendes Regiedebüt. Unlängst bewies er als Sprecher der Heuschrecke Hopper Das große Krabbeln, dass es nur seiner Stimme bedarf, um eine Figur überzeugend auf der Leinwand zum Leben zu erwecken.

Nach Abschluß der Dreharbeiten zu Verhandlungssache gönnte sich Kevin Spacey sich eine Ruhepause vom Kino. In London stand er mehrere Monate vor ausverkauftem Haus in Der Eismann kommt auf der Bühne, um danach in der gleichen Rolle am Broadway Triumphe zu feiern. Im Mai dieses Jahres wurde er für seine fulminate Leistung mit einem Tony geehrt.


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