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| Interview mit Kevin Spacey |
Frage: Kevin Spacey, was denken Sie tatsächlich über Journalisten?
Kevin Spacey: Irgendwann beginnt man mit einem Job. Man ist jung, man sagt sich 'Tu es!', aber eines Tages wacht man auf und fragt sich, wohin bin ich gekommen. Wie endet nun alles? Und ich glaube, diese Frage werden sich viele Journalisten einmal stellen. In Schiffsmeldungen gibt es diese Schlüsselszene, in der Quoyle vom Herausgeber des "The Grammy Bird" für seine Arbeit gelobt wird. Das ist der Punkt, in dem er feststellt, ja, jemand ist überzeugt von meiner Arbeit und ich bin gut darin. Das ist wichtig für jeden, nicht nur im Film.
Frage: Warum engagieren Sie sich so für "Independant Filme"?
Kevin Spacey: Zu meinen besten Erfahrungen als Schauspieler gehören "Independant"-Filme, weil sie sehr schnell gedreht werden, was mir liegt, und weil das geringe Budget die Sensibilität für den Stoff und die Kreativität erhöht. Stellen sie sich vor, wenn sie über jeden Dollar, den sie ausgeben, genau nachdenken müssen, das macht sie kreativ. Ich weiß auch, dass es für junge Regisseure sehr schwer ist, ins Geschäft zu kommen und Gelder zu erhalten. Manchmal scheint es einfacher 20 Millionen Dollar anstatt 2 Millionen Dollar aufzureißen. Und zu guter letzt bin ich noch immer dankbar für diejenigen, die mich damals unterstützt haben.
Frage: Wie war Ihr Verhältnis zu Ihrem Vorbild und Förderer Jack Lemmon, wie haben Sie ihn kennen gelernt?
Kevin Spacey: Ich war 13 Jahre alt und arbeitete für eine Filmcrew südlich von L. A. An einem Samstag machten wir einen Ausflug ans Set von Jack Lemmon und Walter Matthau, die unweit ebenfalls drehten. Ich wollte unbedingt Jack Lemmon treffen und ein Autogramm ergattern. Ich traf ihn, bekam das Autogramm, das ich immer noch habe, und erzählte ihm, ich wolle Schauspieler werden. Er gab mir folgenden Rat: 'Geh nach New York, studiere Schauspielerei, gehe an ein Theater, das deiner Karriere dienlich ist, und lasse dich nicht von deinem Weg abringen.' Ein paar Jahre später war ich am Broadway und wollte für diese Rolle des Sohns von Jack Lemmon vorspielen. Ich war nervös, vergaß den Text und dachte das war's. Dann plötzlich kam Jack Lemmon auf mich zu und sagte, wir werden keinen anderen verflixten Jungen, wie dich finden, du bist dabei. Jack Lemmon hat mir beigebracht, ein Profi zu werden. Er war eine integere Figur, ein wahrer "family man". Mit dem Tod von Jack Lemmon hat die Welt viel verloren.
Frage: Und wie war die Zusammenarbeit mit Regisseur Lasse Haltröm?
Kevin Spacey: Es gab eine Szene, in der ich dachte, ich müsse sehr wütend spielen. Ich probierte es wirklich hart, aber Lasse sagte nur 'weniger, weniger, weniger'. Ich machte einen Take und glaubte ganz minimalistisch gewesen zu sein. Lasse sagte nur, 'hey du bist zu aggressiv, das ist zuviel, hebe dir das für später auf'. Ich grübelte über das 'später' nach und war mir sicher, er meinte eine Szene in der kommenden Woche. Dann wollte ich es wissen und fragte ihn, was er mit 'später' meine, worauf er sagte; 'später heißt in deinem nächsten Film'. Was ich damit sagen will, Lasse ist ein freundlicher Gigant. Ohne seine Disziplin hätte ich meinen Job nicht machen können.
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• Dirk Jasper FilmstarLexikon
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