Lance Henriksen
* 5. Mai 1943 in New York, USA • Schauspieler • Biographie • Filmografie •
Lance Henriksen Biographie Eingefleischte Kino-Fans kennen seinen Namen schon lange: Lance Henriksen war der Astronaut Walter Schirra im Der Stoff, aus dem die Helden sind, der Replikant Bishop in Aliens - Die Rückkehr und Alien 3 und der "Vater" in Flucht aus Absolom. Er spielte in Terminator, Near Dark, Hard Target, Schneller als der Tod und Dead Man.

Er besitzt ein prägnantes Gesicht, eine präzise, ökonomische Gestik, einen durchdringenden Blick, der einem durch Mark und Bein geht. Und dennoch galt er immer noch als Geheimtip, als er schon über 50 Filme gedreht hatte: Als einer dieser Nebendarsteller, die einen guten Film erst richtig gut machen und deren Ausdruck oft länger im Gedächtnis haften bleibt als die Stars! Doch dann kam die Hauptrolle Chris Carters Kult-Sci-Fi-Serie Millennium. Und über Nacht war Lance Henriksen ein Star. Plötzlich gab es Fan-Clubs, Merchandising und Fan-Pages im Internet. Plötzlich kannte jeder seinen Namen.

Henriksen spielt in Millennium Frank Black, einen Ex-FBI-Agenten, der die Fähigkeit besitzt, sich in die Psyche eines Killers zu versetzen und mit den Augen des Mörders zu sehen. Eine abgedrehte Rolle. Dabei bietet auch sein eigenes Leben durchaus Stoff für spannende Filme.

Lance Henriksen wurde 1943 in New York geboren. Nach der Scheidung seiner Eltern (die Mutter Fotomodell, der Vater Seemann) wuchs er bei Verwandten auf Borneo auf und segelte mit seinem Vater durch den Südpazifik. Zurück in Amerika, trampte er auf Güterzügen durchs Land, bis er mit 16 Jahren eine Statistenrolle in The Life Of Ira Hayes an der Seite von Lee Marvin ergatterte.

Die Liebe zum Schauspiel war geboren. Henriksen studierte am berühmten Actors Studio in New York, nur um kurz darauf wieder von der Abenteuerlust gepackt zu werden und auf einem schwedischen Frachter anzuheuern. Er umsegelte die halbe Welt, bevor es ihn erneut auf die Bühne trieb. Kurz nach seiner Rückkehr nach New York spielte er die Hauptrolle in einer Off-Broadway-Produktion von Eugene O'Neills Three Plays Of The Sea und übernahm seinen ersten größeren Filmpart 1975 in Sidney Lumets berühmten Thriller Hundstage mit Al Pacino. Gemeinsam mit Pacino trat er auch am Broadway in The Basic Training Of Pavlo Hummel auf.

Henriksen, ein enger Freund von Star-Regisseur James Cameron, bereitet sich intensiv auf jede Rolle vor. So sind selbst kleinste Auftritte von ihm großes Kino, sei es in Spielbergs bunt-futuristischer Unheimliche Begegnung der dritten Art, im Kult-Horror Damien: Omen II, in der kulturpessimistischen Medienabrechnung Network oder im Thriller Das Messer. Henriksen absolvierte zudem Parts in den TV-Serien Dark End Of The Street und Tales From The Crypt. Im TV-Movie Reason For Living: The Jill Ireland Story verkörperte er Schauspielkollegen Charles Bronson.

Dennoch musste der vielbeschäftigte Darsteller seine zahlreichen Fans vor kurzem enttäuschen. Denn Lance Henriksen wird nicht im geplanten X-Files-Kinofilm mitspielen, für den sein Name in der Anfangsphase des Projekts heiß gehandelt wurde. Zur Zeit dreht er - neben der Kultserie Millennium - The Day Lincoln Was Shot.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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