|
| Lee Strasberg † |
| * 17. November 1901 in Budzanow, (damals) Österreich, als Israel Lee Strassberg • † 17. Februar 1982 in USA • Schauspiel-Lehrer, Schauspieler, Regisseur • Biographie • Oscars • Filmografie • |
1901 im damals österreichischen, heute polnischen Budzanow geboren, kam er 1909 als Kind jüdischer Einwanderer nach New York. Mit 22 Jahren besuchte er eine Vorstellung der Russian Players unter der Leitung von Richard Boleslawski und Maria Uspenskaja. Erstmals wirkten die Künstler nicht wie agiernde Schauspieler, sondern wie emotional betroffene Personen.
1931 begann Strasberg mit dem von ihm mitbegründeten Group Theatre, seine Idee vom Theaterspiel zu verwirklichen. Hierbei spielte das "emotionale Gedächtnis" eine zentrale Rolle. Dadurch, dass sich die Schauspieler an persönlich erlebte Situationen erinnern, täuscht der Schauspieler die dargestellten Emotionen nicht vor, sondern erlebt sie und identifiziert sich mit ihnen. Die Darbietung wirkt dementsprechend echter, aufwühlender und glaubhaftiger.
Anfang der vierziger Jahre ging Strasberg nach Hollywood, um das Filmemachen zu erlernen. Doch er konnte sich als Regisseur nicht durchsetzen und ließ sich 1948 von Elia Kazan überreden, die künstlerische Leitung im New Yorker Actors Studio zu übernehmen. Ein Angebot, das zu Strasbergs Lebensaufgabe wurde.
Hollywoods Prominenz eilte herbei, wenn Strasberg zweimal in der Woche in einer russisch-orthodoxen Kirche Hof hielt. "The Method" lockte 1955 sogar den damaligen Superstar Marilyn Monroe an. Marilyn, die in den Genuß von Privatstunden kam, war für Strasberg die beste "The Method"-Schauspielerin. Die Zusammenarbeit von Strasberg, seiner Frau Paula und Marilyn Monroe dauerte bis zu ihrem Tod am 5. August 1962.
Strasberg gab nicht nur Schauspielunterricht, sondern spielte auch in Filmen mit. Seine Darbietung in Francis Ford Coppolas Der Pate 2 wurde mit einer Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller bedacht. Strasberg, der nach dem Tod seiner Frau Paula zum zweiten Mal heiratete, starb im Februar 1982.
|
|
| © 1994 - 2010 Dirk Jasper |