Lilian Gish ?
* 1897 in Springfield, Ohio, USA • ? 27. Februar 1993 in New York, USA • Schauspielerin • Biographie • Oscars • Filmografie •
Lilian Gish Biographie Lilian Gish, die "First Lady" des Stummfilms, wurde 1913 vom Kinogenie D. W. Griffith entdeckt und war bis 1925 die Protagonistin seiner Meisterwerke. 1925 wechselte sie zu MGM, ab Beginn der Tonfilmära trat sie nur noch selten vor die Kamera.

Als Lilian Gish am 27. Februar 1993 im Alter von weit über 90 Jahren starb, war ihr Name überall präsent, Lillian Gish konnte man nicht vergessen. Auch wenn sie sich in der Tonfilmära rar machte und lieber Theater spielte - mit über hundert Filmen in einer 75 Jahre dauernden Karriere (1912 - 1987) hat sie, die nur ein Jahr älter als der Film selbst war, Kinogeschichte geschrieben.

Man feierte sie als Lillian The Incomparable (die Unvergleichliche), als First Lady of the Screen, als Cinema Bernhardt, als Duse in Celluloid. 1912 spielte sie in Unseen enemy ihre erste Kinorolle, D. W. Griffith hatte "die zerbrechliche Kindfrau" entdeckt. Spätestens mit dem drei Jahre später entstandenen Griffith-Epos "Die Geburt einer Nation" war sie der Star des jungen Mediums, das inzwischen in Hollywood seinen Mittelpunkt gefunden hatte. Zu ihren großen Griffith-Rollen gehören auch Intolerance (1916), Gebrochene Blüten (1919), Weit unten im Osten (1920) und Zwei Waisen im Sturm (1922) mit ihrer Schwester Dorothy.

Die physische Zerbrechlichkeit und Zartheit bedeutete aber nicht, dass Lillian Gish das bloße Geschöpf ihres Entdeckers Griffith und ihrer späteren Regisseure war. King Vidor, der mit ihr 1926 für MGM La Bohème und 1946 Duell in der Sonne inszenierte, erinnerte sich an sie als "eine eigenständige und eigenwillige Schauspielerin, die ... bloßen Direktiven entglitt." (Zit. nach NZZ 04.03.1993). Zu ihren Tonfilmen gehören Charles Laughtons Psychothriller Die Nacht des Jägers (1955), John Hustons Edelwestern Denen man nicht vergibt (1959) und zuletzt an der Seite von Bette Davis Lindsay Andersons Bühnenverfilmung Die Wale des August. 1970 erhielt sie für ihre großen Leistungen einen Spezial-Oscar für ihr Lebenswerk.


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